Mein YouTube-Debut und wer bin ich überhaupt?

Wie ich aussehe, wenn ich nicht die Augen zusammenkneife. ;)

Wie ich aussehe, wenn ich nicht die Augen zusammenkneife. 😉

Eigentlich sollte ich vor meinem YouTube-Debut vorgewarnt werden, damit nicht passiert, was jetzt passiert ist: Leute kommen auf meinen Blog und finden als erstes einen Eintrag über Kühlschränke und Klimaanlagen. 😉 Hat offensichtlich nicht so gut geklappt. Aber gut, was nicht ist, kann ja noch werden.

Für alle meine Leser, die mich und meine Social Awkwardness einmal in bewegten Bildern sehen wollen (man sollte mich nicht filmen – vor allem nicht, wenn mir die Sonne ins Gesicht knallt (Ey, und die kleine Melissa voll im Schatten! Ungerecht!)):

(ab ca. 6:30 relativ kurz)

Für alle, die auf den Link in der Videobeschreibung geklickt und hier gelandet sind: Herzlich willkommen auf 8900km! Und – normalerweise bin ich normaler. 😉 (Ausrede Nr. 3: “Und eigentlich hört sich meine Stimme auch gar nicht so an!!”)

Ich bin Claudia, komme aus Berlin und habe mit Melissa zusammen das Abi gemacht. 🙂 Einen Eintrag über den Tag, als ich mit Melissa und Flo unterwegs war, findet ihr hier.

Kurz nachdem ich das Abi in der Tasche hatte, ging es mit den Working Holiday-Visum nach Tokyo, wo ich meinen jetzigen Mann kennenlernte. 2011 haben wir geheiratet, und seitdem wohne ich dauerhaft hier, inzwischen sogar mit einem von meinem Mann unabhängigen, unbefristeten Visum. Was sonst so? Ich arbeite bei einer Sportbekleidungsfirma in der IT, spreche fließend genug Japanisch um in der Sprache zu arbeiten, und werde nächste Woche mit meinem Mann und meinen Schwiegereltern in unser renoviertes Haus einziehen.

Wenn ihr euch für Tokyo interessiert gibt es unter der Kategorie “Tokyo” Einträge über die Stadt, vor allem ihre Restaurants und Cafés. 😀 Wir reisen aber durchaus auch gerne, unter “Reiseberichte” findet ihr eine Auflistung aller Reisen in Japan und dem (vor allem asiatischen) Ausland. Ansonsten, scrollt einfach mal durch. 🙂 Übrigens, der, nicht unbedingt zu meiner Freude, beliebteste Eintrag heißt “Auf Japanisch fluchen.”

Zum Blog gibt es auch ein Instagram und eine Facebook-Seite, aber wohlgemerkt keinen YouTube-Kanal. 😉 (Und jetzt wissen auch meine angestammten Leser warum!)

Falls ihr Fragen habt, immer her damit. Bitte bedenkt, dass ich Kommentare von neuen Lesern erst einmal freischalten muss. Sie erscheinen also nicht direkt, nachdem ihr sie abschickt. 🙂

Hightech-Haushaltsgeräte!

In eineinhalb Wochen ziehen wir um, und inzwischen haben wir immerhin die Haushaltsgeräte soweit ausgesucht und gekauft. Wenn ich jemals mit euch unterwegs und in einem Elektronikladen verloren gehen sollte – geht einfach zur Haushaltselektronik-Abteilung. Ihr werdet mich dort finden. Versprochen. 😀 Zugegebenermaßen habe ich keine Ahnung von Haushaltsgeräten, aber toll finde ich sie trotzdem. Deswegen möchte ich euch zwei teure Haushaltsgeräte vorstellen, die mit uns ins Haus einziehen werden, und warum es ausgerechnet diese sein mussten.

Klimaanlage: Daikin Urusara 7 (うるさら7)

urusara

Unser Haus ist kalt. Natürlich haben wir versucht, es durch den Umbau ein wenig wärmer zu gestalten, aber wir haben keine unbegrenzten finanziellen Mittel. Da wir eh eine neue Klimaanlagen anschaffen mussten, haben wir also nach einer gesucht, die besonders gut wärmt. So kamen wir auf die Urusara 7 von Daikin, gewissermaßen deren Zugpferd.

Was daran ist so toll? Es gibt mehrere Dinge, die für die Urusara 7 sprechen: Es ist die einzige Klimaanlage auf dem Markt, die die Luftfeuchtigkeit nicht nur senken sondern auch anheben kann. Das ist besonders im Winter durchaus nötig. Außerdem pustet sie warme Luft nicht stupide in den Raum, wo diese sich direkt an der Decke ansammeln kann, sondern wärmt den Fußboden. Um das zu bewerkstelligen bläst sie die warme Luft direkt nach unten. Ein anderes Problem bei Klimaanlagen ist, dass sie nicht mehr funktionieren, wenn es zu heiß oder zu kalt ist. Dann funktioniert der Wärmeaustausch nicht mehr. Diese Klimaanlage heizt auch bei -25°C noch. Ach, und dank einer Zusatzoption ist sie mit dem Internet verbunden, man kann sie also von unterwegs an- und ausschalten. Das ist bei einer vergesslichen Person wie mir durchaus praktisch. 😉

Normalpreis: ca. 300,000¥ (ca. 2450€)
Gekauft für: ca. 170,000¥ (ca. 1390€)

Günstig weil wir direkt nachdem die neuste Version herauskam zum Outlet rannten und uns die stark vergünstigte Ende 2015 erschienene Version kauften. Große Unterschiede gibt es nicht.

Kühlschrank: Mitsubishi MR-JX47A(N)

Den Kühlschrank, den wir die letzten fünf Jahre verwendet haben, bekam mein Mann damals gebraucht von einem Studienkollegen. Als wir zusammenzogen war einfach so viel zu kaufen, dass es für einen Kühlschrank nicht reichte. Er kühlt noch, aber ist erstens viel zu klein und zweitens friert er manchmal Dinge ein, die nicht im Gefrierfach sondern im Kühlfach sind.

Wir suchten nach einem Kühlschrank unter 500L. Derzeit gibt es einige Kühlschränke mit lustigen Funktionen auf dem japanischen Markt: Panasonic-Kühlschränke frieren etwas ganz leicht ein, um es lange frisch zu halten; Hitachi-Kühlschränke haben ein Vakuum-verschlossenes Fach. Wir entschieden uns für Mitsubishi. 🙂

kühlschrank

Was ist an dem Kühlschrank so toll? Erst einmal ist er nicht so riesig. Ich wollte keinen Kühlschrank, der viel größer ist als ich. Außerdem hat er neben einem großen Gefrierfach (das zweite von unten) ein kleines mit 切れちゃう冷凍 (Kirechau Reitô). Bei -7°C werden die Dinge zwar eingefroren, man kann sie aber noch immer schneiden oder anders portionieren. Das ist für uns besonders spannend, schließlich frieren wir all unsere Bento-Speisen ein, müssen derzeit aber vorher alles einzeln verpacken. Was mein Mann besonders toll findet ist das Fach im Kühlbereich, welches z.B. Bier auf -2°C kühlt. 😉 Für rohen Fisch oder rohes Fleisch sind -2°C natürlich auch nicht schlecht. Außerdem hält das Gemüsefach (ganz unten) Obst und Gemüse sehr lange frisch, dank… LEDs? Ich bin mir auch nicht sicher, aber das ist um ehrlich zu sein auch nicht die Funktion, wegen der wir diesen Kühlschrank gekauft haben.

Gekauft für: ca. 255,000¥ (ca. 2080€), von denen wir aber, dank der Spendabilität der Verwandtschaft meines Mannes, nur 10% selbst bezahlt haben.

Natürlich entwickelten wir bei unseren zahlreichen Besuchen in Elektronikläden noch andere Begehrlichkeiten. Eine neue Waschmaschine wäre z.B. echt toll. Das muss aber ersteinmal hinten anstehen, sonst haben wir zwar tolle Haushaltsgeräte aber nicht mehr genug Geld zum Essen. 😉

Auch dank des neuen Kühlschranks und der neuen Klimaanlage freue ich mich wirklich auf den Umzug. Sie waren zwar beide nicht gerade billig, aber ich hoffe, dass sie uns dafür umso besser begleiten.

Achtet ihr bei Haushaltsgeräten eigentlich auf Zusatzfunktionen? Habt ihr schon einmal etwas gekauft, weil euch eine Funktion so sehr zugesagt hat?

Jahresrückblick 2016: Juli bis Dezember.

skytree-fuji

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht. 🙂 Am Morgen des ersten Tages des neuen Jahres standen wir um fünf Uhr auf um den ersten Sonnenaufgang (初日の出 hatsu-hinode) zu sehen. Danach lief es wie immer: Traditionelles Frühstück, Schreinbesuch, Shopping, Besuch bei den Großeltern meines Mannes. Spaß hat es trotz der enormen Mengen an Essen gemacht, aber dazu vielleicht an einem der nächsten Tage mehr.

Hier geht es erst einmal weiter um letztes Jahr. 🙂

totoro

Juli

Im Juli unterschrieb mein Mann den Vertrag für den Umbau unseres Hauses. In zwei Wochen werden wir einziehen, und wir haben schon begonnen, unsere Habseligkeiten in Kisten zu packen. Wenn alles überstanden ist, werde ich euch das Haus, zumindest unseren Teil davon, mal zeigen. 🙂 Mein Mann und ich nahmen uns im Juli auch einen Tag frei und besuchten die temporäre Ghibli-Ausstellung in Roppongi, was meine Liebe für das Animationsstudio neu entfachte.

August

Während der Festtage im August fuhr ich mit Tessa von Wanderweib tief in die Präfektur Chiba und besuchte die Burg Chiba und den Narita-Tempel. Normalerweise vernachlässige ich Chiba ziemlich, vielleicht auch weil ich in der Präfektur wohne, aber der Ausflug war wirklich nett. 🙂 Außerdem habe ich mich durch ein etwas kompliziertes japanisches Buch gequält. Um ehrlich zu sein lese ich natürlich lieber auf Englisch oder gleich Deutsch, aber ohne Schweiß kein Preis und so.

miyajima

September

Der letzte September war erst unglaublich heiß, was dazu führte, dass ich in der Bahn ohnmächtig wurde. Nach den ersten zwei Wochen regnete es dann plötzlich ununterbrochen – war wohl nichts mit dem schönen japanischen Herbst. 🙁 Dementsprechend verregnet war auch unser Besuch im Ghibli-Museum in Mitaka. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn so habe ich eine Ausrede um noch einmal hinzufahren – es lohnt sich. Vor dem schlechten Wetter flohen wir nach Hiroshima (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Abstecher nach Okayama, Teil 4, Teil 5), was sich als absoluter Glückstreffer erwies: Nicht nur war das Wetter fantastisch, Hiroshima übertraf unsere Erwartungen auch bei Weitem.

Oktober

Im Herbst war dann endlich Baubeginn, aber bei unserer ersten Besichtigung der Baustelle konnten wir uns noch nicht so richtig vorstellen, wie es letztendlich aussehen würde. Inzwischen sind die Bauarbeiten fast beendet, und es ist wirklich kaum wiederzuerkennen, so schön ist es geworden. Über die Arbeit war ich im Kill Bill-Restaurant, was zwar zugegeben ziemlich teuer, dafür aber auch ein striktes Nichtraucherrestaurant ist. Finde ich gut. 😉 Und Ende des Monats traf ich mich zum ersten Mal nach langer Zeit mit den deutschsprachigen Freundinnen, von denen ich zumindest zwei dann noch zwei Mal, und eine ein Mal, im letzten Jahr treffen durfte. 🙂

Processed with VSCO with c2 preset

November

Im November war ziemlich viel los: Wir kauften neue Betten, die leider keine sofortige Abhilfe all unserer Schlafprobleme mit sich brachten. Zu meinem Geburtstag fuhren wir ins Disneysea, was zwar total Spaß machte, uns aber auch vor Augen führte, dass wir nicht mehr wie früher zehn Stunden dort verbringen können. Ende November schneite es plötzlich in Tokyo, wahrscheinlich nur für Melissa, ein Freundin aus Schulzeiten, die Japan besuchte. Bisher hat es übrigens nicht noch einmal geschneit, dieser eine Tag war also nur ein Ausrutscher. Ich habe euch auch erzählt, warum ich überhaupt in Japan gelandet bin.

Dezember

Wie jedes Jahr kamen Weihnachten und das Ende des Jahres total überraschend, weswegen ich gar keine Chance hatte, mich vorzeitig darauf einzustellen. Entsprechend stressig wurde es dann mit den Weihnachtseinkäufen. Den Jahresendurlaub brauchte ich dieses Jahr wirklich. Weihnachten feierten wir wie immer in einer Kombination aus deutschen und japanischen Traditionen, was vor allem heißt, dass noch mehr gegessen wird also sowieso.

Mit diesem zusätzlichen Hüftspeck hat es sich hervorragend ins Jahr 2017 gerollt. Wir werden die letzten freien Tage genießen. 🙂 2016 war schon ziemlich gut, aber jetzt freue ich mich natürlich aufs neue Haus und andere Veränderungen, die für 2017 anstehen.

Euch allen vielen Dank fürs Mitlesen! Auch dieses Jahr sind die Leserzahlen nicht gesunken, was an sich schon ein voller Erfolg ist. 😉

Jahresrückblick 2016: Januar bis Juni.

Und schon wieder ist der letzte Tag des Jahres. Wie schnell so ein Jahr vergeht. Für uns hat sich viel geändert: Mein Mann arbeitet jetzt für die Stadt Tokyo und in zwei Wochen werden wir in unser eigenes Haus ziehen. Außerdem habe ich dieses Jahr sechs neue Präfekturen besucht. 😀

kirschblueten

Januar

Im Januar hatten wir uns bei einem Fitnessstudio angemeldet und gingen dann auch wirklich regelmäßig hin. Dummerweise war bei meinem Mann dann im September Lernen angesagt (er hat die Prüfung bestanden!), und so ging sämtliche Motivation flöten. Wir werden uns erst einmal abmelden, denn Fitnessstudios in Japan sind ziemlich teuer. Ich war außerdem bei einer Katzenausstellung. 😀

nagasakiFebruar

Ab Mitte Februar hatte mein Mann frei, schließlich musste er den gesamten Resturlaub vor seinem Arbeitsplatzwechsel aufbrauchen. Wir fuhren also Ende des Monats für zwei Tage nach Mie, wo es nur so von Weltkulturerbe wimmelt (Tag 1, Tag 2). Im Februar habe ich euch auch offenbart, warum ich in Japan einen Alias habe – Ich bin in Wirklichkeit Spion. 😉

März

Direkt nach unserem Mie-Urlaub bekam ich erst einmal die Grippe. Mit dem Gesunden musste ich mich ziemlich beeilen, denn Mitte März waren wir schon wieder im Urlaub: Diesmal in Nagasaki (Teil 1, Teil 2), Fukuoka (Teil 1) und Oita (Teil 1, Teil 2). Spaß hat es gemacht, aber nach solchen Reisen bin ich immer ziemlich geplättet.

April

Dieses Jahr hatten wir mit dem Umbau des Elternhauses meines Mannes viel zu tun, im April suchten wir Bäder und Küchen aus. Dieses ganze Entscheiden beim Hausbau und -Umbau ging mir übrigens ziemlich auf die Nerven, ich bin froh, dass wir das jetzt durch haben. Außerdem schrieb ich darüber, dass man nicht einfach nur nach Japan ziehen sollte, weil Japan das eigene Traumland ist, und dass man als Ausländer trotzdem manchmal Vorteile genießt.

sendaiMai

Während der Feiertage am Anfang des Monats fuhren mein Mann und ich nach Yamanashi in die Berge zum Wandern. Der Wanderweg dort wartet mit vielen Wasserfällen auf und war wirklich schön, wenn auch etwas anstrengend. Was ich eigentlich den ganzen Tag auf Arbeit mache, habe ich euch auch verraten. Und dann ging es mit meiner lieben Freundin Julia erst in eine Sailor Moon-Ausstellung, dann ins Igelcafé und später nach Miyagi ins Fuchsdorf (leider nicht zu empfehlen) und nach Sendai (sehr zu empfehlen).

Juni

Obwohl ich noch immer nicht sonderlich gute Tennis spiele, fuhr ich im Juni mit dem Tennisclub von der Arbeit ins Tenniscamp. Das war sehr lehrreich, nur leider bin ich nicht so lange am Ball geblieben. 🙁 Nachdem ich über mehrere Wochen kaum ein Wochenende zuhause verbracht hatte, besuchten mein Mann und ich einen Park und einen Tempel in der Nähe. Zuhause ist es eben auch echt schön, vor allem an Orten, an denen es vor Leuten nicht so wimmelt. Trotzdem zog es uns Ende Juni wieder weiter weg, zu einem Wasserfall und in einen Nationalpark.

Wie immer habe ich natürlich das Gefühl, dass wir dieses Jahr gar nicht so viel unternommen haben, aber der Jahresrückblick beweist das Gegenteil. 😉