Fukiware no Taki.

Da wir am vorherigen Wochenende eindeutig zu wenig Action hatten, fuhren wir kurzentschlossen am Samstag in die Präfektur Gunma. Gunma gehört zwar zum Haupstadtradius oder Shutoken (首都圏), wird aber immer etwas stiefmütterlich behandelt – auch von mir. Dann frage ich mich:

„Was gibt es in Guma schon?“

Wir stellen fest: So einiges.

Nach einer recht langen Autofahrt kamen wir am ersten unserer Ausflugspunkte an: Dem Fukiware-Wasserfall (吹割の滝). Den haben wir einer Naturkatastrophe vor neun Millionen Jahren zu verdanken. Damals brach ein Vulkan aus, dessen Nachspiel die gesamte Landschaft veränderte und die V-Form, durch die heute das Wasser stürzt, schuf.

Was mich etwas verwunderte, war, wie flach das Wasser im Fluss fließt, an vielen Stellen keine zehn Zentimeter hoch. Der Effekt ist dennoch beachtlich. 🙂 Die Besucherwege sind nicht mit Zäunen vom Wasserfall getrennt, sondern nur mit weißen Linien, die man nicht übertreten darf – was einem per Durchsage auf Japanisch, Englisch und Chinesisch gesagt wird. Es sind leider schon so einige Leute zu nah rangegangen und in die Tiefe gestürzt.

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Wenn man Lust hat, kann man den Rückweg auf der anderen Seite des Flusses fortsetzen. Dort geht es durch den Wald, inklusive Bär-Warnschildern. In letzter Zeit wurden leider mehrere Menschen von Kragenbären getötet. Zum Glück nicht in Gunma, wir haben trotzdem die Bärenabschreckungsklingeln betätigt.

Die Wasserfälle sind nicht so unglaublich groß oder toll, dass man extra für sie nach Gunma fahren müsste, aber wenn man sowieso z.B. in Nikkō unterwegs ist und Zeit hat, kann man mal vorbeischauen. 🙂

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