Onsen-Ryokan mit Baby.

Onsen, heiße Quellen, und Ryokan, traditionell japanische Hotels, nennt mir ein ikonischeres Duo. 😉

Wir sind große Fans der heißen Quellen und wollten uns einfach mal eine kleine Auszeit vom Alltag mit Baby gönnen. Der Plan war schnell gefasst, es sollte ein Hotel mit Freiluftbad im Zimmer werden, wie wir es schon in Shuzenji und Izu (beides Shizuoka) hatten. Leider sind solche Hotels meist teuer und in teuren Hotels können Kinder und vor allem Babys unerwünscht sein.

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Corona-Update: Wiedereinreise mit Hindernissen möglich.

Seit Corona in aller Munde ist, fährt Japan eine sehr restriktive Politik gegenüber Menschen ohne japanischen Pass, die nach Japan einreisen wollen. Teils nahm dieser überbordende Eifer sogar unmenschliche Züge an und riss Familien auseinander, weil ein Familienteil einfach nicht ins Land kommen konnte.

Es war zwar bekannt, dass Ende August neue Maßnahmen beschlossen werden sollten, aber die Ankündigung des Rücktritts unseres Premierministers, Abe Shinzō, hat dann doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit erhalten. Aber: Es hat sich etwas getan!

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Eine Serie mit Herz: Nigeru wa Haji da ga Yaku ni Tatsu.

Wer seit 2016 in Japan war ist mit ziemlicher Sicherheit dem Lied „Koi“ (恋; Liebe) von Hoshino Gen (YouTube) begegnet. Dank seiner Ohrwurmqualität und dem zugehörigen Tanz hielt es sich insgesamt 11 Wochen auf Platz 1 der japanischen Billboard Charts. Außerdem war es das Endlied für eine der beliebtesten japanische Fernsehserien der letzten Jahre, „Nigeru wa Haji da ga Yaku ni Tatsu“ (逃げるは恥だが役に立つ) bzw. „Nigehaji“ (逃げ恥).

Derzeit streamt die Serie auf dem japanischen Amazon Prime, und da es im August eh so heiß war, dass man kaum nach draußen gehen konnte, haben wir sie uns endlich angesehen. 🙂

Nigeru wa Haji da ga Yaku ni Tatsu (2016)

Liebeskomödie, 11 Folgen

Darsteller: Hoshino Gen, Aragaki Yui, Ōtani Ryōhei

Moriyama Mikuri hat nach ihrem Masterabschluss keine Festanstellung gefunden und arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma. Als ihr plötzlich gekündigt wird, beginnt sie einmal die Woche den Haushalt von Tsuzaki Hiromasa zu schmeißen. Doch dann ziehen Mikuris Eltern aufs Land und lösen das Haus, in dem sie mit Mikuri gelebt haben, auf. Mikuri schlägt Hiromasa vor, einfach eine Vertragsheirat einzugehen: Sie kümmert sich um den Haushalt und bekommt im Gegenzug Kost, Logie und ein Gehalt. Ihrem Umfeld werden sie vorgeben, verheiratet zu sein, Gefühle sollen in dem Arrangement aber keine Rolle spielen. Na klar. 😉

Persönliche Meinung: Natürlich weiß man von vornherein, wie die Geschichte enden wird. Das ist aber egal, denn zum wohlverdienten Ende führen elf herzalleriebste Folgen, die mich mehrmals zu Tränen gerührt haben. Dabei ist die Serie unglaublich kreativ, lustig und nimmt sich selbst nicht ganz so ernst. Dafür thematisiert sie aber die Rolle der Frau in Japan sehr pointiert und spricht glaube ich vielen aus der Seele.

Von mir eine absolut Empfehlung! Leider gibt es bisher weder für die Serie noch für den gleichnamigen Manga eine offizielle Übersetzung, aber bei Google findet man Seiten mit Fan-Untertiteln.

Der Titel lautet übersetzt übrigens „Wegzulaufen ist zwar peinlich, aber nützlich“ und geht auf ein ungarisches Sprichwort zurück.

Fotos ©️TBS