Tokyo Café Tour: Tsuruya Yoshinobu.

Bevor die große Hitze über Tokyo hereingebrochen war, hatte mich eine ehemalige Mitarbeiterin und liebe Freundin zum Süßigkeitenessen eingeladen. Ich wagte mich also unserem letzten langen Wochenende doch vor die Tür und stieg in die Bahn nach Nihonbashi (日本橋). Vor einigen Jahren entstanden dort einige kleinere Einkaufszentren, und in einem davon, dem COREDO Muromachi 3 (コレド室町3) kann man dabei zusehen, wie Wagashi (和菓子), japanische Süßigkeiten, gemacht werden. Das Café heißt Tsuruya Yoshinobu (鶴屋吉信).

Weiterlesen

Sommerpause.

Der japanische Sommer ist da, viel zu früh, und lässt uns jeden Tag Temperaturen von über 30°C erleiden. 32°C, 33°C, 34°C, jeden Tag. Wir bewegen uns eigentlich nur von einem klimagekühlten Raum in den nächsten, versuchen der Sonne, soweit es geht, aus dem Weg zu gehen und hoffen, dass es bald vorbei ist.

Derweil gab es in großen Teilen des Landes die schlimmsten Regenfälle seit Jahren, die bereits über 200 Menschen das Leben gekostet haben.

Weiterlesen

Ein kleiner Ausflug nach Ibaraki.

Letztes Wochenende wollten wir mal wieder raus aus Tokyo. Der Sommer war plötzlich ausgebrochen, mit 32°C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Leider waren wir nicht die einzigen, die diese Idee hatten, und so waren alle Straßen um Tokyo herum voll. Alle Straßen? Nein, die Straße in den Norden des Landes interessierte auch an diesem heißen Tag kaum jemanden, und so beschlossen wir nach kurzer Recherche nach Ibaraki (茨木県) zu fahren.

Ibaragi ist eine der langweiligeren Präfekturen Japans, liegt dafür aber nah an Tokyo und beherbergt einen der drei berühtem Gärten Japans: Den Kairakuen (偕楽園). Weiterlesen

MORI Building Digital Art Museum: EPSON teamLab Borderless.

In den letzten Tagen ist es in Tokyo sehr heiß. Nun hatten wir am Freitag Nachmittag aber beide frei, und wollten etwas unternehmen. Was macht man, wenn es zu heiß für Gärten ist? Man geht in ein Museum. Diesmal haben wir uns für eines der neusten Museen Tokyos entschieden: Das Digital Art Museum auf Odaiba.

Direkt am Eingang bekommt man einige Warnhinweise: Im Museum ist es dunkel, und da man sich innen drin leicht verläuft, ist es besser, sich nicht von seinen Begleitern zu trennen. Dann betritt man das Museum und steht direkt vor einer Entscheidung, denn weiter geht es in drei verschiedene Räume.

Mit Projektoren werden Blumen, Schmetterlinge, andere Tiere und Dinge an die Wände projeziert, alles bewegt sich und ist wunderschön. Eine wahre Goldgrube für Instagram. 😉 Von den großen Räumen geht es in kleinere, dann wieder in größere, und da sich teilweise auch die Projektionen ändern, verliert man wirklich sehr schnell den Überblick, wo man schon war, und wo noch nicht. Wir stellten im Nachhinein fest, dass wir mindestens einen Raum komplett übersehen haben.

Einige der Installationen sind interaktiv, bei anderen sieht man nur zu, aber es gibt kaum Erklärungen dazu. Einerseits gut, weil man so selbst erforschen kann, andererseits bekommt man vieles auch nicht mit.

Bei einigen Projektionen kann man zum Beispiel eingreifen, wenn man die Wand berührt und die Leuchtstränge, die ihr im oberen Bild seht, können über ein iPad beeinflusst werden. Am schönsten fand ich persönlich aber den Garten und das Aquarium, denn in beide konnte man Tiere entsenden. Dazu wurde erst auf einer Malvorlage ein Tier ausgemalt, dann eingescannt und auf die Umwelt projeziert. Vor allem für Kinder dürfte das ein riesiger Spaß sein.

Apropos Kinder, im Obergeschoss gibt es einige Installationen, mit denen nur Kinder spielen dürfen. 🙂 Es wird also garantiert nicht langweilig.

Leider ist der Spaß nicht ganz billig. Tickets gibt es bis Ende Juli 2018 noch vergünstigt für 2400¥ (ca. 18,60€) auf der Website zu erstehen, ab August kostet es dann 3200¥ (ca. 29€). Es empfiehlt sich im Vorfeld ein Ticket zu kaufen, derzeit gibt es an der Tageskasse meist nichts mehr.

Ach, und Vorsicht: Zwischen Bahnhof und Museum befindet sich der Toyota Show Room. Das hat uns noch einmal 30 Minuten extra gekostet. 😉