Neuseeland, Tag 7: Waiheke Island.

Unser letzter Tag in Neuseeland begann damit, dass wir zwei Stunden fuhren um das Auto in Auckland zurückzugeben.

Nach fünf Tagen in Gegenden mit geringer Bevölkerungsdichte kam uns auch das eigentlich ein wenig verschlafene Auckland sehr anstrengend vor. Zwar hatten diesmal, anders als am 1. Januar, alle Geschäfte geöffnet, aber so richtig mit der Stadt anfreunden konnten wir uns trotzdem nicht.

Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten liefen wir also schnurstracks zum Hafen, kauften Fährtickets für Waiheke und verließen das Festland. Waiheke ist eine Auckland vorgelagerte Insel, die besonders für ihren Wein bekannt ist.

Auf Waiheke angekommen suchten wir unseren Bus, denn wir hatten zusätzlich zu den Fährtickets auch Tickets für den Bus, der etwa ein Drittel der Insel abfährt und an allen touristisch interessanten Orten hält, gekauft. Zuerst fuhren wir einfach zu der von der Ausgangsstation am weitesten entfernten Haltestelle am Onetangi Bay.

Mit Aussicht auf das azurblaue Meer, wir hatten natürlich wieder kein Handtuch dabei, aßen wir Mittag. Die Preise waren wie überall nicht ganz günstig, aber dafür war das Essen gut, die Atmosphäre locker und wir haben die Pause genossen.

Unser Plan war es, den Vineyard Walking Trail, der an einigen Weingütern vorbeiführt, entlangzulaufen. Obwohl ich keinen Wein trinke, finde ich Weinberge nämlich einfach nur schön.

Was auf unserer Karte sehr nah aussah, entpuppte sich als weiter Weg zwischen Restaurant und Anfangspunkt des Pfades, an dem angekommen wir feststellen mussten, dass es sich bei der erste Teilstrecke um eine Treppe nach oben handelte. Hervorragend. Nach ein wenig hin und her entschieden wir uns aber, die Herausforderung anzunehmen.

Oben angekommen wurden wir auch direkt mit einem wunderschönen Ausblick über das Meer belohnt. Außerdem sahen wir neuseeländische Vögel wie Tuis.

Zuerst waren wir etwas enttäuscht, weil wir an einer Straße entlangliefen, was zusammen mit der knallenden Sonne nicht ideal war, doch dann bogen wir einmal ab und befanden uns plötzlich mitten auf einem Weinberg.

Der Wanderweg führt an vielen verschiedenen Weingütern vorbei. Auf allen kann man die hiesigen Weinsorten für wenig Geld probieren. Wir verzichteten darauf, aber ich hörte, dass der Wein sehr gut sei.

Am anderen Ende des Weges angekommen fuhren wir mit dem Bus zurück durch städtisches Gebiet zum Mudbrick Vineyard, der für seinen sehr schönen Ausblick bekannt ist. Ganz ehrlich: Wenn man den Wanderweg entlanggelaufen ist, hat man bessere Aussichten genossen. Wer aber keine Lust aufs lange Laufen hat, kommt hier sicher auf seine Kosten.

Für uns ging es wieder zurück zur Fähre, dann zurück zum Hotel und am nächsten Morgen zurück zum Flughafen.

Air New Zealand ließ mich übrigens nicht online einchecken, weil sie nicht sicher seien, ob ich in Japan einreisen könnte. Sie hatten keine Informationen über mein Visum und gaben online keine Möglichkeit an, ein Foto meiner Residence Card hochzuladen und ich hatte natürlich kein Flugticket aus Japan raus, das bewiesen hätte, dass ich kein böser illegaler Einwanderer werden will. Das war tatsächlich das erste Mal, dass ich aus solchen Gründen nicht online einchecken konnte und da der Checkin am Flughafen Auckland weitestgehend automatisiert ist, durfte ich mich am Morgen mit den anderen Problemfällen anstellen und der Dame am Schalter mein Visum vorzeigen.

Ich verstehe, warum solche Überprüfungen gemacht werden, aber dass bei Air New Zealand scheinbar nur über die Staatsangehörigkeit darüber entschieden wird, fand ich doch ziemlich nervig. Generell bin ich kein großer Fan der Airline, aber sie ist die einzige, die Direktflüge von Japan aus anbietet.

Insgesamt war der Urlaub in Neuseeland wunderschön. Die größten Schätze dieser zwei Inseln sind eindeutig ihre Natur und ihre Menschen. Wir haben während der gesamten Zeit in Neuseeland wirklich nur freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen. Hoffentlich schaffen wir es in den nächsten Jahren noch auf die Südinsel, die hört sich nämlich auch fantastisch an. 🙂

Mā te wa! (Bis bald!)