Ein Jahr mit Yuzu: Von der Angstkatze zur Königin.

Heute ist es genau ein Jahr her, dass wir unsere Katze Yuzu aus dem Tierheim abgeholt haben. Damals war sie noch eine absolute Angstkatze, die sich nicht einmal zum Essen aus ihrem Versteck traute, wenn Leute im Zimmer waren.

Inzwischen ist sie so fordernd, dass wir sie Yuzu-Shachō bzw. Firmenchef Yuzu oder einfach Joō (Königin) nennen. Yuzu will gestreichelt werden: Miau-Miau-Miau! Yuzu will aus dem Fenster gucken: Miau-Miau-MIAU! Yuzu hat Hunger: MIAU! MIAU! MIAU! Dabei erwartet sie auch immer von uns, dass wir uns gefälligst zu ihr begeben. Von allein kommt sie auf jeden Fall nicht zu uns.

Wir haben sie anfangs per Haustierkamera gestalkt

Vor allem am frühen Morgen macht Yuzu sich bemerkbar. Vor unserer Schlafzimmertür beginnt dann das morgendliche „Ich bin wach, warum seid ihr nicht wach?“-Konzert. Obwohl die landläufige Weisheit bezüglich Katzen besagt, dass sie lediglich Hunger hat, kann ich das nicht unterschreiben. Beide unserer Katzen sind einfach sehr anhänglich und vor allem Yuzu sind Streichel- und Spieleinheiten wichtiger als Futter.

Außerdem sehr wichtig: Aus dem Fenster gucken. Das aber auch nur, wenn das Fenster auch wirklich offen ist, denn ohne Geräusche, Gerüche und Wind ist die Außenwelt für sie absolut uninteressant. Während der kälteren Monate führte das durchaus dazu, dass ich mich unter unserem Kotatsu (einem beheizten Tisch mit Decke) einmummelte, nur damit Yuzu ihre halbe Stunde oder Stunde Fensterzeit bekam.

Yuzu ist generell vorsichtiger als ihr Sidekick Ponzu. Wenn Leute zu Besuch kommen, bleibt sie lieber auf Abstand. Sie frisst auch erst nach Ponzu, nie gleichzeitig. Meine Theorie ist ja, dass sie Ponzu als unfreiwilligen Vorkoster missbraucht. 😉 Dafür wird Ponzu aber auch immer dicker, während Yuzu mit ihren 3,8 kg eine recht kleine und schmale Katze ist.

Dafür ist sie kämpferisch! Als sich letztes Jahr eine streunende Katze zu nah an unser Fenster traute, flippte Yuzu komplett aus und versuchte den Fremden zu verscheuchen. Ponzu hingegen versteckte sich hinter der Waschmaschine.

Wir können uns den Alltag ohne unsere kleine Königin auf jeden Fall nicht mehr vorstellen. 🙂 Sie zu uns zu holen war trotz der nächtlichen Maunz-Konzerte und diesen Katzenhaaren, die sich wirklich überall ansammeln, die beste Entscheidung. Ein Leben mit Katze ist auf jeden Fall besser als eines ohne Katze!

3 Gedanken zu „Ein Jahr mit Yuzu: Von der Angstkatze zur Königin.

  1. Nina sagt:

    Mein reden! Wir haben auch 2 Kater und wir können uns das gar nicht mehr ohne sie vorstellen. Faszinierend ist, dass beide (sie sind Brüder) eine extrem unterschiedliche Persönlichkeit haben. Ace frisst, frisst und frisst und ist mutig, Dexter hingegen traut sich nicht hervor, wenn Besuch da ist und geht eher Bescheiden durch das Leben. Faszinierende Tiere, die trotz der Katzenhaare einfach nur „königlich“ sind 😉

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