Sommerpause.

Der japanische Sommer ist da, viel zu früh, und lässt uns jeden Tag Temperaturen von über 30°C erleiden. 32°C, 33°C, 34°C, jeden Tag. Wir bewegen uns eigentlich nur von einem klimagekühlten Raum in den nächsten, versuchen der Sonne, soweit es geht, aus dem Weg zu gehen und hoffen, dass es bald vorbei ist.

Derweil gab es in großen Teilen des Landes die schlimmsten Regenfälle seit Jahren, die bereits über 200 Menschen das Leben gekostet haben.

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Das Klimaanlagen-Desaster.

Da japanische Wohnungen schlecht isoliert sind und es im Sommer auch nachts nicht kälter wird, braucht man hier Klimaanlagen. Wir haben zwei, eine im Wohnzimmer und eine im Schlafzimmer. Die Klimaanlage im Schlafzimmer hatten wir vor fünf Jahren schnell gekauft, als wir in die alte neue Wohnung umgezogen waren und feststellen mussten, dass ein Schlafzimmer ohne Klimaanlage entweder einer Eisbox oder einer Sauna gleicht.

Da wir durch die diversen Kosten, die in Japan bei einem Umzug anfallen – in diesem Fall fünf Monatsmieten – finanziell ziemlich geschlaucht waren, bestellten wir die günstigste Klimaanlage, die wir auf die Schnelle online finden konnten und bezahlten etwa 350€. Diese 350€-Klimaanlage zog letztes Jahr mit uns ins Haus, und langsam machte sich bei meinem Mann der Wunsch breit, etwas Besseres zu kaufen.

Gesagt, getan: Wir gingen zu Yodobashi Camera, dem Elektronikhändler unseres Vertrauens und sahen uns die Klimaanlage, auf die mein Mann ein Auge geworfen hatte, an. Auf den Ursprungspreis von 220.000¥ (ca. 1700€) gab es generellen Rabatt von 10.000¥, noch einmal 10.000¥, wenn man die Installation an einem Wochentag vornehmen lassen würde und gleich 20.000¥, wenn man eine alte Klimaanlage abbauen lässt. Indem wir dann noch einmal zwischen zwei Elektronikläden hin- und herliefen, konnten wir den Preis letztendlich auf 160.000¥ (ca. 1250€) drücken.

Nachdem die Kliamaanlage eingebaut worden war, waren wir erst einmal selig. Noch war es kühl genug, um ohne klimatische Unterstützung zu schlafen. Als es plötzlich heiß wurde, mussten wir aber feststellen: Das Gerät ist laut. Noch schlimmer als die Lautstärke sind bestimmte Geräusche, die es vom Stapel lässt. Wenn man versucht einzuschlafen und dann jedes Mal auf dem Weg ins Traumland von der Klimaanlage aufgeweckt wird, ist das einfach nur unangenehm.

Wir riefen also bei Panasonic, dem Hersteller der Klimaanlage an. Dort bat man uns, bei Yodobashi anzurufen. Dort schickte man uns einen Installateur, der sich das mal ansehen sollte. Der Installateur kam am Samstag Morgen und sagte zwar, dass es komisch klinge, aber er könne nicht zweifelsfrei sagen, ob ein Problem vorliegt. Letztendlich wurde also doch Panasonic einbestellt. Dummerweise ist das Gerät so neu, dass auch der Panasonic-Mensch sich nicht ganz sicher war, was das Problem ist. Wir warten dann mal weiter…

Einen Vorteil hat die ganze Sache: Wir kennen jetzt die Einstellungsmöglichkeiten der Klimaanlage bis ins kleinste Detail, weil wir wirklich alles versuchen, um sie so ruhig wie möglich zu halten.

Habt ihr schon einmal etwas gekauft, und musstet euch dann mit solchen Problemen herumschlagen?

Ein Vorfreude-Eintrag.

Auf Arbeit habe ich drei Telefonnummern: Meine zwei persönlichen (Festnetz und Handy) und eine für die gesamte Abteilung. Heute bekam ich eine Email mit der Frage, von wann bis wann jeder Anrufer der Abteilungsnummer die Ansage hören soll, dass wir uns im Sommerurlaub befinden. Ich las die Email mit einem riesigen Lächeln im Gesicht.

Dieses Jahr bin ich von Anfang August für 18 Tage weg, in Berlin, und ich freue mich riesig darauf. Mein Mann bleibt für immerhin zehn Tage.

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Schmerzlich vermisst: Motivation.

Alle guten Dinge gehen zuende, so auch die Golden Week. Nachdem ich eine Woche zuhause war (davon habe ich aber 1.5 Tage gearbeitet – nur halt vom Sofa aus), musste ich am Montag Morgen wieder in die Bahn steigen und zur Arbeit fahren.

Scheinbar hatte nicht nur ich die Müdigkeit in den Knochen, denn die Bahn tuckerte langsam vor sich hin und verspätete sich weit mehr, als allgemein als „Morgenverkehrstandardverspätung“ gewertet werden kann. Zum Glück gibt es Podcasts, sonst würden mich solche Verspätungen noch mehr nach unten ziehen (derzeit höre ich „The Habitat“ und „Caliphate„).

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