August in Deutschland

Der japanische August: Heißester Monat des Jahres, Feuerwerke, Sommerfeste, Musikfestivals. Viele meiner europäischen Freundinnen versuchen im Sommer der japanischen Hitze zu entfliehen, ich finde den Sommer inzwischen gar nicht mehr so schrecklich – zumal er dieses Jahr für japanischen Verhältnisse eher kühl war.

Trotzdem waren mein Sohn und ich diesen August für fast drei Wochen in Deutschland. Der Grund war schlicht ein Familienfest, an dem ich teilnehmen wollte. Ganz ehrlich: Zweieinhalb Wochen haben uns auch gereicht. Natürlich freue ich mich riesig, Familie und Freunde zu treffen. Nur das ganze Ringsherum – um nicht zu sagen “Deutschland” – brauche ich nicht wirklich.

Selbstverständlich möchte ich euch nicht euer Land erklären (meins ist es nach 15 Jahren in Japan nicht mehr so wirklich), aber anbei ein paar unsortierte Gedanken zu dieser “Heimreise”.

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Burgstadt und Baumkuchen: Ein Nachmittag in Ōmi-Hachiman

Bevor die Präfektur Shiga diesen Namen trug, hieß sie Ōmi (近江).

Als Verbindungspunkt zwischen Nara bzw. Kyoto – jeweils Hauptstädte Japans – und dem Osten und Norden des Landes galt lange: Wer über Ōmi herrscht, herrscht über das ganze Land.

In der Stadt Ōmi-Hachiman (近江八幡) standen ganze vier Burgen, von denen heute aber nicht mehr viel zu sehen ist. Die Burgstadt um die Burg Hachimanyama (八幡山城) ist aber in Teilen noch erhalten und bietet eine wunderschöne Atmosphäre.

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