Ein Jahr mit Ponzu: Der Kater mit den vielen Namen.

Heute vor einem Jahr haben wir uns einen kleinen Flauscheball aus dem Tierheim mitgenommen. Anders als unsere erste Katze Yuzu hat sich der Charakter von Ponzu innerhalb von diesem Jahr aber nicht geändert, sondern einfach nur verstärkt.

Ponzu war und ist ein liebesbedürftiger Schmusekater.

Als Ponzu zu uns kam, war er gerade einmal zwei Monate alt. Im Tierheim wirkte er auf uns wie der entspannteste und gesündeste Kater, auch wenn er gerade wegen eines Darmproblems behandelt worden war.

Leider mussten wir recht schnell feststellen, dass Ponzu noch immer ständig Durchfall oder zumindest sehr weichen Stuhl hatte. Mit Medikamenten war das zwar bezwingbar, aber sobald wir die abgesetzt hatten, fing es wieder von vorne an. Letztlich meinte unser Tierarzt, dass es wahrscheinlich am Futter liegt und siehe da – Seit wir nur noch das Futter einer bestimmten Marke kaufen, hat Ponzu keine Probleme mehr. Sobald wir aber irgendetwas Neues probieren, geht der Spaß wieder von vorne los.

Immerhin hatten wir nie Probleme damit, ihn zum Essen zu animieren. Ponzu frisst und frisst und frisst, egal was man ihm vorsetzt. Inzwischen sind wir deswegen bei Katzennahrung „für Katzen, die ein Problem damit haben, ihr Zielgewicht zu halten“ angekommen. Als er zu uns kam, wog er nicht einmal ein Kilo, jetzt mit einem Jahr ist er größer und vor allem viel schwerer als Yuzu.

Ponzu – oder auch Pon, Pon-chan, Ponsuke, Ponsuke-Schmonske, Ponnosuke, Ponchichi, Pontarō – liebt sowohl Menschen als auch Yuzu. Manchmal wird Yuzu die Liebe von Ponzu etwas zu viel und er wird angefaucht. Dann kann man ihm den Schock am Gesicht ablesen, denn Ponzu will einfach nur mit allen harmonisch zusammenleben und gestreichelt werden.

Das erklärt auch, warum laute Geräusche und fremde Katzen ihm riesige Angst bereiten. Eigentlich ist er ein sehr neugieriger Kater, hat keine Scheu vor neuen Menschen und Situationen, aber wenn er sich erschrickt bleibt er lieber vorsichtshalber für zehn Minuten unter dem Sofa versteckt.

Wenn er sich dann wieder blicken lässt, dauert es aber nicht lange, bis sein Schwanz erwartungsvoll in die Höhe gereckt wird und er sich zum Gestreicheltwerden neben uns auf den Boden fallen lässt. 🙂

5 Gedanken zu „Ein Jahr mit Ponzu: Der Kater mit den vielen Namen.

  1. Nina sagt:

    Ah, ihr habt einen Katzenbaum! War er in Japan einfach zu bekommen? Sls mein Japanischer Freund zu Besuch war und das bei mir gesehen hat, wusste er nicht was es ist. Auch als ich es ihm erklährt hatte, war es neu für ihn und er fragte mich ob voele Leute so was haben. Jetzt frag ich mich natürlich ob es nicht üblich ist in Japan?

    • Claudia sagt:

      Kratzbäume sind ziemlich normal! Unserer ist ein wenig speziell (und war sehr teuer), weil wir einen aus Holz haben wollten, aber kleinere Kratzbäume findet man in jeder Tierhandlung. Sie werden vielleicht nicht als so unabdingbar angesehen wie in Deutschland, aber exotisch sind sie auch nicht. Unserer Kratzbaum ist sogar Made in Japan. 😀

  2. Holger Drechsler sagt:

    Erstklassiger Blog für erstklassige Katzenbilder! Ich hätte noch als Weiterentwicklung aus Pontaró die Namensvariante Pontario, nicht wegen der kanadischen Provinz sondern wegen Super-Mario!

  3. Irene sagt:

    Auf dem einen Bild sehen sie aus wie ein Bespiel fürs Yin-Yang-Symbol 😉
    So ein Schmusekater ist gut fürs Herz, in jeder Hinsicht *katzenknuddelnmöchte*

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