Letztens wunderte sich in den Kommentaren jemand, dass ich noch Urlaubstage hatte, die ich verpulvern wollte. Wenn man an die japanische Arbeitskultur denkt, denkt man schnell an lange Tage und kurzen Urlaub: Wenn der Japaner frei hat, dann nur wenige Tage im Jahr, und wenn er sich mal länger am Stück freinehmen kann, besucht er in acht Tagen sechs europäische Länder. Das Klischee ist natürlich übertrieben, aber ein Fünkchen Wahrheit steckt schon drin.
Worauf ich mich in Deutschland freue.
Diese Woche werden wir endlich die Flugtickets für Deutschland kaufen. Es wird höchstwahrscheinlich der August, und für mich das erste Mal seit etwa vier Jahren, dass ich in Deutschland sein werde. Für meinen Mann ist das letzte Mal Deutschland sogar noch länger her.
Natürlich freue ich mich am meisten darauf, meine Freunde und Familie wiederzusehen. Das ist ganz klar. Es gibt aber auch andere Dinge, auf die ich mich schon riesig freue – und die in Deutschland lebenden unter euch gar nicht richtig wertschätzen! 😛
Guilty Pleasure: Ainori.
Letzten Mittwoch hatte ich frei. Einfach, weil ich noch Urlaubstage übrig hatte, und ab Donnerstag das Leben als Festangestellte losging. Da kann man sich noch einmal etwas gönnen. 🙂
Tatsächlich fiel ich Netflix zum Opfer, denn die produzieren seit letztem Jahr eine neue Staffel Ainori (あいのり), dabei kann ich bei Reality TV doch nicht nein sagen. Also saß ich an meinem freien Tag stundenlang vorm PC und guckte eine Sendung über junge Japaner, die die Liebe suchen.
Die die Kunst mit sich herumtragen.
Mein Mann lernt derzeit Lokalpräpositionen. Das ist gar nicht so einfach, denn vieles gibt es zwar auch sowohl im Englischen als auch im Japanischen, wird aber anders verwendet. “Aus” ist so ein Wort, das wir im Deutschen viel verwenden. In solchen Fällen haue ich meinem Mann so lange Beispielsätze an den Kopf, bis einer hoffentlich hängen bleibt. Manchmal entstehen daraus absurde Gespräche. 🙂