Jujutsu Kaisen-Ausstellung in Shibuya.

Manchmal ist es nicht einfach, in Japan zu leben.

Im Großraum Tokyo ist natürlich immer viel los und man kann viel erleben, aber leider leben hier auch über ein Viertel aller Japaner. Was das bedeutet ist klar: Es ist voll. Bei Ausstellungen und Events steht man meist dicht gedrängt an den anderen Besuchern.

Um da zumindest ein wenig Abhilfe zu schaffen, werden vor allem seit Corona viele Tickets ausschließlich im Voraus und nur zeitgebunden verkauft. Das bedeutet wiederum, dass beim Vorverkaufsstart oft die Server der Ticketanbieter in die Knie gehen und nur Leute, die in der richtigen Millisekunde auf den Knopf gedrückt haben auch ein Ticket ergattern können. Um da ein wenig Fairness reinzubringen, werden Tickets oft verlost.

So begab es sich, dass sich mich für Tickets für über 30 verschiedene Einlasszeiten für die Ausstellung zu Jujutsu Kaisen (wir erinnern uns: Das ist der Anime und Manga, in den ich seit einigen Monaten vernarrt bin) beworb – und dann tatsächlich auch für einen Tag Tickets bekam.

Das Tokyo Anime Center in Shibuya ist eine ziemlich neue Räumlichkeit für Ausstellungen, die etwas mit Anime zu tun haben.

Die Ausstellung diesmal war in zwei geteilt: Bis Anfang August gab es Skizzen und Zeichnungen zur ersten Hälfte des Animes zu sehen, im zweiten Zeitraum bis Mitte September geht es um die zweite Hälfte. Für die erste Hälfte hatte ich keine Tickets bekommen.

Trotz der verringerten Besucherzahl waren die Ausstellungsräume ziemlich eng, zumal es viele Informationen aufzunehmen galt. Neben den Skizzen und Bildern hingen Kommentare der Produzenten oder des Regisseurs und an vielen Punkten konnte man sich per App auf dem Handy Kommentare von zweien der Synchronsprecher (Enoki Junya, der Itadori Yūji spricht, und Kimura Subaru, der Tōdo Aoi spricht) anhören.

Vor allem bei den Story Boards sammelten sich die Leute dann doch ziemlich, aber letztendlich sind die ausgestellten Zeichnungen auch einfach nicht sehr groß. Wahrscheinlich wäre es auch bei einem größeren Ausstellungsraum um die Bilder herum eng geworden.

Fotografieren war in dieser Ausstellung, wie in den meisten Ausstellungen, verboten – Bis auf einen Punkt. Dort saß eine lebensgroße Figur des beliebtesten Jujutsu Kaisen-Charakters Gojō Satoru und durfte von den Besucherinnen angeschmachtet werden. Im Manga ist Gojō bereits seit Monaten außer Gefecht gesetzt, ihn endlich mal wieder “live” zu sehen war schön, zumal ich mit meiner Begleitung über ihn schnacken konnte. 😀

Apropos Begleitung: Die hatte ich auf einem Dōjinshi-Event in der Warteschlange kennengelernt, es war also jemand, der den Manga mit ähnlichen Augen und ähnlicher Begeisterung wie ich liest. Nach der Ausstellung quatschten wir uns noch stundenlang in einem Café fest und gingen Dōjinshi kaufen. Es macht schon riesigen Spaß, wenn man sich mal offline mit jemandem austauschen kann, der mit genau so viel Elan dabei ist wie man selbst.

Mehr: Dōjinshi: Manga von Fans für Fans.

Am Ende der Ausstellung gab es natürlich einen Laden.

Es gab viele Dinge, die es nur bei dieser Ausstellung zu kaufen gab: Von Aufstellern über T-Shirts bis zu Essstäbchen. Ich bin generell eher praktisch veranlagt und nahm ein T-Shirt, einen Beutel und ein Buch mit. Trotzdem natürlich teuer, aber immerhin keine Stehrumchen.

Insgesamt war die Ausstellung natürlich für Fans konzipiert, die noch mehr zu ihrem Anime wissen wollten. Aber es geht ja auch niemand in eine Harry Potter-Ausstellung, der die Filme nicht gesehen hat, oder? Mir haben die Anekdoten riesigen Spaß bereitet und generell finde ich einen Blick auf den Entstehungsprozess eines Anime immer unglaublich spannend. Ich bin ja auch so jemand, der sich sämtliche Making Ofs ansieht.


Mit dieser Ausstellung sollte erst einmal Ruhe in Sachen Jujutsu Kaisen sein. Bis Dezember, dann kommt endlich der Film! 😀

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