Lebensbedrohlich: Die Mai-Krankheit.

In Japan macht jedes Frühjahr ein gemeingefährlicher Virus die Runde, der viele Angestellte paralysiert: Die Mai-Krankheit oder Gogatsubyō (五月病). Symptome sind Lethargie, Depression, Angstzustände und Reizbarkeit und die Überlebenschancen sind in etwa so schlecht wie bei der typischen Männergrippe.

Der Auslöser ist klar:

Nach der Golden Week, unserer Ansammlung von Feiertagen Ende April und Anfang Mai, hat einfach keiner Lust wieder zur Arbeit, Uni oder Schule zu gehen.

Das hat sicher etwas damit zu tun, dass man während der Golden Week einfach mal gar keine Verpflichtungen hatte. Der andere längere Urlaub, der für (fast) alle gilt, ist Neujahr. Dort gibt es aber Rituale, die begangen werden möchten und viele fahren ihre Eltern und Großeltern besuchen.

Während der Golden Week muss man gar nichts. Einfach abhängen, Katze kraulen, mal wieder ins Kino gehen.

Da kann es vorkommen, dass man nach dieser Woche Freiheit erst einmal in ein tiefes Loch fällt. Sollte sich das nicht von allein bessern, handelt es sich hierbei übrigens um ein echtes psychologisches Problem, das behandelt werden sollte.

Ich muss wahrscheinlich noch einige Stunden auf meinem Therapie-Sofa die Katze streicheln, bis ich wieder genug Energie habe um Fotos zu bearbeiten und Reiseberichte zu schreiben. Aber manchmal tut es ja schon gut, das Problem einfach anzuerkennen. 🙂

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