Buchvorstellung: Liebe auf Japanisch.

Vorletzten Monat habe ich den Fettnäpfchenführer Japan von Kerstin und Andreas Fels gelesen und für gut befunden, weswegen mir der Conbook Verlag anbot, auch ihr neues Buch zu lesen. Diesmal geht es um die Liebe in Japan, und damit um ein Thema, in dass ich durchaus einigen Einblick habe. 😉

Für diesen Artikel hat mir der Conbook Verlag ein Exemplar des Buchs „Liebe auf Japanisch“ zur Verfügung gestellt.

Liebe auf Japanisch: Von ewigen Singles, Love Hotels und dünnen Wänden

Kerstin und Andreas Fels

April 2019 (Erstauflage)
256 Seiten

9,95€
ISBN: 978-3-95889-200-2

Im Land der aufgehenden Sonne läuft einiges anders in Sachen Liebe, als man es aus Deutschland vielleicht gewohnt ist. Das ist eigentlich kein Wunder, denn Liebe hat letztendlich viel mit der Kultur zu tun. In diesem Buch versuchen die Authoren ein wenig über mehr und minder spezielle Eigenheiten der Japaner aufzuklären.

In den jeweils recht kurzen Kapiteln dieses Buchs werden fiktionelle Japaner in Episoden bei ihren Liebesabenteuern portraitiert. Jedes Kapitel hat eine klare Problematik und wird oft von kleinen Informationskästen kurz unterbrochen um noch ein weiteres Thema anzuschneiden.

Für Menschen, die sich nicht groß mit dem ganz normalen Leben in Japan auskennen bietet das Buch sicher auch einiges Neues und ist für kurzweilige Unterhaltung gut. Die Geschichten sind flott geschrieben und lassen sich wirklich einfach weglesen.

Leider sind die Autoren als nicht in Japan lebende nichtjapanische Partner eines Nichtjapaners in einer Außenseiterperspektive gefangen, die im Fettnäpfchenführer hervorragend funktionierte, hier aber leider hinderlich ist. Vielleicht hatte ich des Titels wegens einfach andere Erwartungen, aber für mich wirkten die Anekdoten oft einfach auf Teufel komm raus konstruiert und dadurch ungelenk und letztendlich unglaubwürdig. Natürlich will man so viel merkwürdiges Japan wie möglich in die Geschichten quetschen, aber hier wirkte es oftmals leider eher wie eine Karikatur der Japaner.

Was mir in diesem Rahmen auch leider wirklich negativ auffiel, waren die ständigen Fehler im Japanischen. Wenn man Love Hotel umbedingt umschreiben möchte, dann doch bitte korrekt als Rabu Hoteru statt als Raberu Hoteru (Label Hotel?). Da in der Hinsicht wirklich einiges falsch war, hoffe ich, dass da vor der zweiten Auflage noch einmal etwas getan wird.

Im Fazit muss ich leider sagen, dass mich dieses Buch nicht vom Hocker gehauen hat. Mir erschienen die Geschichten einfach etwas zu eindimensional und gekünstelt. Schade, denn den Fettnäpfchenführer fand ich um Längen besser.

Wer mal hineinlesen will, für den gibt es auf der Seite des Conbook Verlags eine Leseprobe.

Wer sich speziell für die persönlichen Geschichten interkultureller Paare in Japan interessiert, für den ist „There’s Something I Want to Tell You: True Stories of Mixed Dating in Japan“ von Yuta Aoki* vielleicht etwas.

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