Wer den japanischen Alltag designt hat: Kashiwa Sato.

Als mein Mann und ich letztens die Gelegenheit hatten, einen Tag ohne Bocchan zu verbringen, wussten wir sofort, was wir machen wollten: Nett essen gehen und ein Museum besuchen.

Diesmal fiel die Wahl auf das National Art Center, Tokyo, auf Japanisch Kokuritsu Shin-Bijutsukan (国立新美術館) und eine Ausstellung über den Herrn, der nicht nur das Logo des Museums selbst designt hat, sondern dessen Werke den japanischen Alltag quasi durchdringen. Ich garantiere euch: Ihr habt schon einmal etwas von ihm gesehen. Vielleicht ja sogar schon im Titelbild?

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Drei Manga mit Katzen drin.

Falls sich jemand fragen sollte, wie sehr ich Katzen liebe: Letztens schlug ich einer Freundin vor, ihre wunderschöne schwarze Katze gegen meinen Sohn zu tauschen. 😉

Wegen ebendiesem Sohn fällt es mir in letzter Zeit schwer, Bücher zu lesen. Ich werde einfach zu oft unterbrochen. Zum Glück hat Japan eine riesige Comic-Industrie und zum Glück kommen die meisten Manga ohne all zu viel Text aus und lassen sich schnell wegschmökern. Außerdem kann man in vielen Videotheken Manga für unter 1€ pro Woche ausleihen.

In letzter Zeit lese ich also recht viele Manga und diesmal geht es um die mit Katzen drin.


Diese Manga sind nicht alle sonderlich neu. Tatsächlich sind sie mir alle einfach im Regal in der Buchhandlung oder dem Verleih aufgefallen. Sehe ich einen Manga mit Katze drauf, muss ich einfach zugreifen. 🙂

Vor einigen Monaten habe ich schon einmal über einen Katzen-Manga geschrieben, „Ojisama to Neko“.

Mehr: Direkt ins Herz: Ojisama to Neko

同居人はひざ、時々頭のうえ。

Dōkyonin ha hiza, tokidoki atama no ue. (My Roommate is a cat)

von Minatsuki (Story) und Futatsuya As (Zeichnungen)

In Japan bei Flex Comics, in Deutschland bei Carlsen Manga erschienen

Bisher 7 Bände

Der Mystery- und Krimi-Autor Mikazuki Subaru war schon immer lieber unter Büchern als unter Menschen, aber seit dem Tod seiner Eltern geht er kaum noch vor die Tür. Als er eines Tages am Grab seiner Eltern auf eine streunende Katze trifft, nimmt er sie kurzerhand bei sich auf – und sie bleibt, weil Subaru so wenig auf seine Gesundheit achtet, dass sie es sich zur Aufgabe macht, ihn zu beschützen.

Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Subarus Sicht und aus Sicht der Katze Haru geschildert und während die Anzahl der Charaktere anfangs noch sehr überschaubar ist, öffnet sich Subarus Welt dank Haru immer weiter.

Die Dynamik der Charaktere untereinander ist wirklich witzig und ich habe direkt alle ins Herz geschlossen – und natürlich musste ich, als es um Harus Streunerleben ging, ein paar Tränchen wegdrücken und meine etwas verwirrt dreinblickenende Katzen streicheln.

Die ersten vier Bände gibt es in Deutschland unter dem Titel „My Roommate is a Cat“ bereits, der fünfte und sechste Band werden auch dieses Jahr erscheinen.

Auf Japanisch hat der Manga zwar einige angezeigte Lesungen, aber das ist hauptsächlich auf Namen und schwierige oder ungewöhnliche Lesungen beschränkt.

Es gibt auch einen gleichnamigen Anime.

デキる猫は今日も憂鬱

Dekiru Neko ha kyō mo Yūutsu

von Yamada Hitsuji

Bei Kodansha Comics erschienen

Bisher 4 Bände

Die Büroangestellte Saku bringt jeden Tag eine wunderschöne Lunch Box mit ins Büro und wirkt auch nach Trinkgelagen am nächsten Tag ausgeruht – Kein Wunder, schließlich kümmert sich bei ihr zuhause ihr riesiger Kater Yukichi sowohl um den Haushalt als auch um Sakus Gesundheit.

Dieser Katzen-Manga bringt mich anders als „My Roommate is a Cat“ oder „Ojisama to Neko“ eher laut zum Lachen als zum Weinen. Yukichi ist einfach die perfekte Hausfrau in Katzenform (und er weiß es!), während Saku eher chaotisch unaufgeräumt ist und lieber mit Bier unter dem Kotatsu sitzt, als etwas für ihre Gesundheit zu tun. Die Chemie zwischen den beiden ist einfach köstlich.

Obwohl Yukichi nicht reden kann, ist die Beziehung offensichtlich voller Wertschätzung für den anderen. Auch, wenn Yukichi sich seine Leckerchen selbst kaufen kann. 😉

Die ersten drei Kapitel plus das jeweils neuste kann man auf Pixiv lesen. An allen Kanji (im nicht-handgeschriebenen Text) stehen die Lesungen.

猫とキス

Neko to Kiss

von Senri Miko

Bei Kodansha erschienen

Bisher 1 Band

Klassenschönheit Erina hat für die Jungs an der Schule keinerlei Interesse. Dafür liebt sie Katzen über alles. Eines Nachmittags verscheucht sie in ihrem Garten Krähen, die auf einen Kater einhacken, spielt mit ihm und gibt ihm einen Kuss – woraufhin er sich in ihren Klassenkameraden Nekoyama verwandelt. Weil Nekoyama sichergehen will, dass Erina nicht ausplaudert, dass er ein Gestaltwandler ist, beschließt er kurzerhand als neues Haustier bei ihr einzuziehen.

Ich mag Manga für Mädchen ja wirklich sehr gern, so ein bisschen unrealistische Romantik aus Sicht eines Teenagers kann einem echt den Nachmittag versüßen. Und welcher Katzenbesitzer hat noch nie darüber nachgedacht, was für ein Mensch seine Katzen wohl wären?

Natürlich ist bei diesem Setup – Junge zieht unter Vorwand bei Mädchen ein, das selbstverständlich hoch und heilig schwört, ihn gar nicht zu mögen – sofort klar, wohin die Reise geht, aber der Weg ist das Ziel und wenn es so weitergeht, wie im ersten Band angedeutet, bin ich auf jeden Fall dabei. 🙂

Auf der Seite von Kodansha kann man in das erste Kapitel hineinschmökern. Auch hier stehen an sämtlichen Kanji die Lesungen. 🙂


Und, welchen historisch wertvollen Katzen-Manga habe ich aus eurer Sicht vergessen? 😉

Warum japanische Buchläden mich zum Verzweifeln bringen.

Buchläden sind mein Lieblingsort. Was kann es schöneres geben als endlose Reihen von Regalen mit Büchern? Oder diesen tollen Geruch neuer Bücher? Nichts. Absolut nichts.

Ich habe schon immer gern gelesen – also seitdem ich lesen konnte. Weil ich auch viel gelesen habe, konnte ich schon relativ früh ziemlich fix lesen. Auf Englisch ist das ein wenig langsamer und auf Japanisch… nun ja. Es geht.

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