Mit Kameras auf Menschen.

Früher bekam ich immer eine halbe Krise, wenn in meinen Fotos zu viele Leute waren. Letztes Wochenende war ich bei einem Porträt-Fotokurs. Wie ihr vielleicht wisst, fotografiere ich wirklich gern und wenn sich die Gelegenheit bietet auch viel. Ich habe eine Pentax K-70, die mich auf sämtlichen Reisen begleitet.

Normalerweise fotografiere ich Gebäude, Straßen und Landschaften, doch ich wollte mal sehen, wie es ist, mit einem Modell Fotos zu schießen. Meinen Mann kriege ich nicht dazu, sich drei Stunden lang fotografieren zu lassen. 😀 Den Kurs hatte ich über MeetUp.com gefunden, er wird von einem recht erfahrenen Fotografen geleitet.

Wir trafen uns am Samstag Nachmittag am Bahnhof Tokyo und liefen dann mit unserem brasilianischen Modell Sarah stets fotografierend bis zum Palastgarten und wieder zurück. Insgesamt waren wir so etwa drei Stunden unterwegs, was uns die Möglichkeit gab mit verschiedenstem Licht zu fotografieren.

Ich würde zugegebenermaßen nicht sagen, dass ich unglaublich viel gelernt hätte, das ist aber okay. Der Nachmittag hat mir viel Spaß gemacht und ich habe mal wieder ein paar neue Leute getroffen. 🙂 Es hat mich auch motiviert, mal wieder an anderen Meetups teilzunehmen. Von Natur aus bin ich kein sehr extrovertierter Mensch (mir wird immer gesagt, dass man mir das nicht anmerken würde, aber menschlichen Kontakt ertrage ich nur in Maßen), weswegen es mir schwerfällt mich dazu durchzuringen, überhaupt zu solchen Events zu gehen. Eine gute Erfahrung mit netten Menschen hilft da auf jeden Fall.

Außerdem konnte ich bei diesen Fotos die Photoshop-Skills anwenden, die ich seit kurzem auf Udemy in einem Landschaftsfotografiekurs* lerne. Tatsächlich benutze ich seit inzwischen sicher meinem halben Leben Photoshop, seit einigen Jahren bezahle ich sogar für die Software, aber weil ich mir sehr viel selbst beigebracht habe, kenne ich oft nicht den besten Weg um etwas zu tun. Z.B. habe ich erst jetzt herausgefunden, dass man Bildanpassungen (Helligkeit, Kontrast, Kurven, etc.) auch über eine eigene Ebene ausführen kann. Diese Ebene kann man im Nachhinein bearbeiten. Als ich das gelernt habe, war ich erst einmal geschockt. 😀 Das und viel mehr wird im oben verlinkten Udemy-Kurs (auf Englisch) erklärt.

* Falls ihr euch über diesen Link anmeldet, bekomme ich Guthaben bei Udemy gutgeschrieben.

Natürlich habe ich nicht vor, euch hier komplett mit Photoshop herbeifantasierte Fotos zu zeigen, es geht wirklich mehr um Farbanpassung, Schärfe und den ein oder anderen Schönheitsfehler im Foto. Manchmal gibt es einfach Bildelemente, die vom Gesamteindruck ablenken und natürlich habe ich auch beim Modell vorsichtig ein wenig retouchiert.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich also versucht ein wenig mehr zu fotografieren und neue Techniken zu erlernen. Natürlich kann man sich an Fotokrams dumm und dämlich kaufen, aber das ist letztendlich wie bei jedem anderen Hobby. Ich versuche, die Ausgaben im Rahmen zu halten, indem ich nicht jedes Objektiv, dass ich gern hätte, auch kaufe. Derzeit warte ich darauf, dass mein bereits bestelltes  Weitwinkelobjektiv (Sigma 10-20mm F3.5) wieder produziert wird. Das ist dann aber nicht für Porträt-Fotos. 😉

Fotografiert ihr? Was für Kameras habt ihr?

 

5 Gedanken zu „Mit Kameras auf Menschen.

  1. Hanke Michael sagt:

    Habe eine Canon EOS 77D da man auch Bilder mittels Smartphone App machen, bearbeiten und übertragen kann (so kann man Urlaubsfotos schneller weiterleiten ;-)). Ausserdem hat sie einen schwenkbaren Monitor und ein beleuchtetes Schulterdisplay. Objektive habe ich nur ein 18-50mm was dabei war. Mal schaun ob ich mir noch ein Macro kaufe.

    • Claudia sagt:

      Meine Kamera hat zwar auch eine App, aber mir ist das irgendwie immer etwas zu umständlich. Für den kurzen Statusbericht reicht ja meist auch ein Handy-Foto. 🙂 Für Canon gibt es zumindest hier immer sehr viel Second Hand, da hat man eine recht große Auswahl für ein neues Objektiv, das einen nicht gleich in den finanziellen Ruin reitet. 😉

  2. Maxie Pickert sagt:

    Mit der Motivation meinem Freund Deutsch beibringen, hab ich angefangen YouTube videos zu machen. Dann auf die Canon Kiss M aufrerüstet. Naja, Japaner die Deutsch lernen wollen hab ich gefunden, aber mein Freund ist trotzdem zu faul zum lernen.

    • Claudia sagt:

      Wenn dein Freund keine Lust hat, wird das eher nichts. Mein Mann hatte auch ganz lange überhaupt keinen Nerv für Deutsch, aber letztes Jahr hat es bei ihm einfach klick gemacht. 🙂

  3. Nana sagt:

    Oh wie toll! Ich finde das ja wirklich klasse dass du dir einen Workshop gegönnt hast, weil ich deine veröffentlichen Bilder hier schon immer ganz arg toll fand und schon denke dass da ein gewisses Talent ist. Man kann die Gedanken zu jedem Foto zwar nicht sehen, aber fühlen! Und ich mag das noch immer sehr sehr gerne anschauen was du mit deiner Kamera einfängst…
    (schande über mich, aber ich lese oft nicht so aufmerksam was du schreibst wie ich die Bilder betrachte und auf mich wirken lasse)

    Tut mir sehr leid dass du diesen workshop als etwas anstrengend empfunden hast, ich hoffe und glaube dass sich noch ganz viele Gelegenheiten bieten, wo du lernen und dich wohlfühlen kannst!

    Alles Gute und ich freu mich auf noch ganz viele Fotos 🙂

    Nana

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