Ich habe mich mit dem ZOZOSUIT selbst vermessen.

ZOZO ist der größte Online-Marktplatz für Bekleidung in Japan. Der Besitzer der Plattform  ist die Nummer 18 auf Forbes‘ Liste der reichsten Japaner und wird der erste Mensch auf einem kommerziellen Weltraumflug um den Mond sein.

In Japan und inzwischen auch Deutschland verschickt ZOZO für sehr wenig Geld den Zozo Suit, eine zweiteilige Bekleidung, die es ermöglichen soll, den eigenen Körper akkurat zu vermessen. An sich ist es Werbung für ZOZOs eigene Bekleidung, die es in den verschiedensten Größen gibt. Nachdem mir eine Freundin davon erzählt hatte, war klar, dass ich das unbedingt einmal ausprobieren wollte.

 

©️ZOZO

Der Anzug erinnert ein wenig an die Motion Capture-Anzüge, die für Filme verwendet werden. Eine schwarze Leggins, ein schwarzer Rollkragenpullover, und beide mit Punkten bedruckt. Nachdem man den Anzug angezogen hat, lässt man sich von der ZOZO-App zwölfmal fotografieren und erhält dann ein 3D-Modell des eigenen Körpers, mit Maßen. Die Maße habe ich für diesen Blog mal ausgeblendet, aber so sieht das bei mir aus:

100% akkurat ist das nicht, laut der Messung ist mein linker Oberarm ganze drei Zentimeter schlanker als mein rechter, aber für einen von den Versandkosten abgesehen kostenlosen Bodysuit und eine kostenlose App finde ich das Ergebnis wirklich gut.

Eine Funktionalität der App habe ich aber nicht so ganz verstanden: Man kann sich mit Menschen mit derselben Körpergröße und demselben Gewicht vergleichen. Falls ihr euer Ego mal ein wenig stutzen wollt. Tatsächlich schaffen es Japanerinnen durchschnittlich bei gleichem Gewicht fast überall weniger Umfang zu haben…

Habt ihr eigentlich Probleme, die richtige Größe zu finden?

So richtig einheitlich ist das ja schließlich nicht.

5 Gedanken zu „Ich habe mich mit dem ZOZOSUIT selbst vermessen.

  1. Ilka sagt:

    Komplett lustig. Stelle ich mir auch fürs Nähen gut vor, kein Gezauber mit dem Bandmaß.
    Mein Problem sind eher die meist zu kurzen Ärmel und Hosenbeine.
    Das mit dem Vergleichen ist eher schräg. Kannst ja deinen dünnen linken Oberarm in die Waagschale werfen.
    Viele Grüße
    Ilka

  2. K. Kaiser sagt:

    Interessant wäre es ja, wenn Du die mutmaßlichen falschen Messungen durch eine 2. Vermessung bzw. durch eine manuelle Vermessung überprüft hättest.

    Warum sollte z.B. ein rechter Oberarm nicht dicker sein als der linke? Rechtshänder, Muskulatur…
    Das sind Punkte die ein erfahrener Schneider(in) natürlich berücksichtigt / ausgleicht.
    Die App, (also ein ‚Programm) ermittelt lediglich die Messwerte, diese im Anschluss zu interpretieren wäre Aufgabe des Nähers / Näherin.

    Daher wäre es wirklich interessant gewesen ob „falsch“ gemessen wurde.
    Leider endet der Blog nach dem Kommentar zur Vermessung ohne weitere Rückmeldung.

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