Filmzeit: Die Nacht ist kurz, lauf, Fräulein!

Ich habe einen japanischen Lieblingsillustrator. Sein Name ist Yūsuke Nakamura und ich habe ihn durch seine Illustrationen der Albumcover einer meiner japanischen Lieblingsbands, Asian Kung-Fu Generation, entdeckt. Er hat einen sehr wiedererkennbaren Zeichenstil, so dass mir, als ich den Trailer für Yoru ha mijikashi, aruke yo Otome gleich klar wer, wer da seine Finger im Spiel hatte.

©東宝

夜は短し歩けよ乙女 Yoru ha mijikashi, aruke yo Otome (2017) (Trailer)
Regisseur: Yuasa Masaaki
Animationsstudio: Science Saru
Stimmen: Hoshino Gen, Hanazawa Kana, Kamiya Hiroshi

Der namenlose Hauptcharakter ist in eine jüngere Studentin verliebt. Sein großer Plan, um sie für sich zu gewinnen? Sie möglichst oft „zufällig“ treffen, auf dass sie irgendwann erkennt, dass es Schicksal sein muss. Eines Abends verlassen die beiden dieselbe Hochzeitsfeier, doch das Fräulein beschließt, allein die Stadt unsicher zu machen, während unser Hauptcharakter versucht sie einzuholen. In dieser einen Nacht treffen sie auf die eigenartigsten Charaktere und geraten in skurile Situationen. Da geht es dann um einen Taifun, der die letzten Koifische eines glücklosen Mannes aufgesaugt hat, eine Guerilla-Theatergruppe, einen geheimnisvollen Buchmarkt und viel mehr.

Persönliche Meinung: Der Film stellt eindeutig Stil über Substanz. Der Film sieht zwar wirklich gut aus, aber ist ein dermaßener Wirbelwind von Geschichten und Charakteren, dass man kaum nachkommt. Vor allem zum Ende hin wird es auch immer fantastischer und damit unverständlicher. Außerdem ist der Film auch sehr textlastig, und zwar nicht in für alle verständlichem Japanisch. Klar, man bekommt mit, was passiert, aber viel geht verloren. Bei diesem Film hatte ich das Gefühl, die Untertitel wirklich zu brauchen. Fazit: Kann man sich angucken, wenn man auf den Zeichenstil steht, sollte aber nicht zu hohe Erwartungen haben.

In Japan gibt es den Film auf Netflix. :)10

Veröffentlicht in: Filme

3 Gedanken zu „Filmzeit: Die Nacht ist kurz, lauf, Fräulein!

  1. Naomi sagt:

    Uff ich bin da recht zwiegespalten…. sah den film bereits, und fand ihn eher mittelmäßig. Es bleibt leider recht wenig in den gedanken hängen…. Für mich ein negativer aspekt …im Vergleich zu den anderen (mit-)Arbeiten von Nakamura. Da gab es durchaus schöner anzusehende Werke…

    Kann man sich schon kopfschmerzfrei ansehen, aber man verpasst nichts wenn mans lässt. Trotzdem sehr toll dass du nen blick darauf geworfen hast und deine Meinung hier teilst 🙂

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