Super Kabuki: Zwischen Tradition und “Prinzessin Mononoke”

Der japanische Film mit dem höchsten Einspielergebnis im letzten Jahr war ein Anime-Film: “Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Infinity Castle” erzielte sagenhafte 210 Millionen Euro an der Kinokasse. Unter den Top 5 befand sich tatsächlich nur ein Realfilm. Auf Platz 2 landete “Kokuhō” mit noch immer stattlichen 105 Millionen Euro.

Dass Anime-Filme zu beliebten Serien viel Geld einspielen ist keine Überraschung. Dass ein 3-stündiger Film über die klassische japanische Theaterform Kabuki (歌舞伎) das gleiche tut, ist sensationell. Der Film lief mehr als ein Jahr lang in den japanischen Kinos und ist der erfolgreichste japanische Realfilm aller Zeiten.

Ein wenig trug ich dazu auch bei, ich war aus reiner Neugier nämlich auch im Kino. Danach nahm ich mir vor, 2026 Kabuki live zu sehen. Und weil ich zumindest meist eine Frau meiner Worte bin, und sich eine gute Gelegenheit bot, setzte ich dieses Vorhaben Anfang Juli um. Es ging ins “Prinzessin Mononoke”-Kabuki.

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Anime-Schauplätze in echt erleben

Wenn man in Japan unterwegs ist, befindet man sich manchmal plötzlich in einer Szene aus einem Anime.

Viele Manga und Anime nehmen sich echte Orte als Vorlage für ihre Schauplätze. Das bedeutet natürlich, dass man sie als Fan tatsächlich besuchen kann! Auf Japanisch nennt man das Seichi Junrei (聖地巡礼), oder Wallfahrt. Für Fans sind es eben heilige Orte. 😉

Die etwas andere Art, Japan zu entdecken! 🙂

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Vom Indie-Game auf die große Leinwand: The Exit 8

Streamer, die ihr Spielen von Videospielen online teilen, sind wie die meisten YouTuber Trends unterworfen. Anfang 2024 spielten alle japanischen Streamer plötzlich ein kleines Indie-Horror-Spiel names “The Exit 8” (8番出口 Hachi-ban Deguchi). Dieses wurde innerhalb von neun Monaten von einer Einzelperson erstellt und besticht durch sein Setting und sein simples Spielprinzip.

Der Spieler bewegt sich auf der Suche nach Ausgang 8 durch die Gänge einer U-Bahn-Station. Diese Gänge kennt jeder, der in einer Großstadt lebt. Ihr Aussehen unterscheidet sich kaum. Es gilt, diesen Gang achtmal entlangzulaufen, bis man den gewünschten Ausgang erreicht hat. Eine eigentlich einfache Aufgabe. In dieses allen bekannte Setting schleichen sich im Spiel aber Anomalien: Die Beschilderung ist falsch. Die Deckenlampen sind komisch angeordnet. Ein Türknopf ist an der falschen Stelle. Das Licht flackert.

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Ein B-Movie-Anime: Chainsaw Man – The Movie: Reze Arc

Ein alter Kumpel von mir ist der deutsche Redakteur des Manga Chainsaw Man. Als solcher hatte er mir den Manga lange empfohlen, bevor ich mich endlich dazu durchringen konnte, mir in einer Mittagspause die erste Folge des Anime anzusehen.

Schlechte Entscheidung, der Anime ist nicht dazu geeignet, nebenbei zu essen. Fernsehserien haben in meist keine Altersempfehlung, aber der Film ist in Japan ab 12 freigegeben. Zur Einordnung: Pulp Fiction hat in Japan die gleiche Altersfreigabe. Aber irgendwie packte mich der Anime und der Manga stellte sich als um noch Längen besser heraus.

Die erste Staffel des Anime umfasste nur die Handlung bis zum fünften Band des Manga. Der nächste Handlungsstrang, die Geschichte um Reze, kam nun als Film in die Kinos.

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