Am Bahnhof von Hirosaki (弘前) angekommen, fing es plötzlich an zu schneien. Zum Glück ist so ein kleiner Schneesturm sehr viel weniger anstrengend als Platzregen, vor allem, wenn man mit einer Kapuze ausgestattet ist. Mein Mann versuchte sich mit einem Schirm zu wehren, was natürlich nicht ganz so gut funktioniert. Wo Regen einfach nur gen Boden rast, tanzt Schnee.
Kategorie: Reisen
Aomori, Teil 1: Hirosaki.
Als wir am Freitag unserer Abreise geweckt wurden, erwachte ich aus einem Traum übers Schlittschuhlaufen. Wahrscheinlich hatte sich mein Unterbewusstsein einfach sehr auf den Schnee, den wir in Aomori (青森県) sehen würden, gefreut.
Mit unserem kleinen Koffer fuhren wir zum Bahnhof Tokyo, kauften etwas zu essen, frühstückten und stiegen schließlich in unsere zahnpastafarbene Bahn in Richtung Norden. Nach beinahe einer Stunde hatten wir die Städte hinter uns gelassen und sahen in Fukushima den ersten Schnee. 🙂 Nach dreieinhalb Stunden in der Bahn stiegen wir in Shin-Aomori aus und bestaunten erst einmal die weiße Landschaft. Das klingt vielleicht ein wenig komisch, aber in Tokyo bekommen wir meist keinen anständigen Schnee.
Zu den Schneemonstern.
Kurz nachdem wir aus dem schönen warmen Okinawa zurückgekehrt waren, buchten wir schon unseren nächsten Urlaub. Keine Sorge, wir sparen auch so für Deutschland nächstes Jahr. 🙂
Apropos Deutschland, glaubt ihr, dass es in Japan eine Stadt gibt, in der es mehr schneit als in irgendeiner Stadt in Deutschland? Wie wäre es mit einem Ort, an dem es mehr schneit als in Kanada? Tatsächlich gibt es gleich japanische drei Städte, in denen mehr Schnee liegen bleibt als irgendwo anders auf der Welt, und die schneereichste Stadt ist Aomori (青森市). Dort stapelt sich Schnee von teils fast 8 Meter Höhe.

Das hier ist also noch gar nichts!
Miyakojima, Tag 4.
Am Montag saßen wir ganz wehmütig am Frühstückstisch. Es würde unser letzter Tag auf der schönen Insel Miyako sein, dabei wollten wir noch gar nicht zurück nach Tokyo. Tokyo ist kalt, voller Menschen und das Meer sieht auch nicht schön aus. 🙁
An unserem letzten Tag hatten wir aber noch einen Plan: Dort tauchen, wo die Meeresschildkröten morgens zum Frühstücken hinkommen. Mit meinem Bikini, einer Taucherbrille und Wasserschuhen (mein Mann hatte Sorge, dass ich mir die Fußsohlen aufreiße) ausgerüstet, ging ich also schwimmen.