Kagawa, Teil 4: Shōdoshima.

Für unseren letzten Tag entschieden wir uns dafür, wie auch schon auf unserer Hinreise, mit der Fähre zurück auf die große Hauptinsel (Honshū 本州) zu fahren. Zwar wäre es kein Problem gewesen, mit der Bahn über die Brücke, die Shikoku mit Honshū verbindet, zu fahren, aber wenn man schon einmal in der Nähe schöner Inseln ist, muss man das auch nutzen.

Wir fuhren also mit einer der ersten Fähren am Morgen nach Shōdoshima (小豆島).

Weil die Insel größer als Naoshima ist, ist es hier eher schwierig mit dem Fahrrad durch die Gegend zu kommen. Glücklicherweise gibt es direkt am Hafen Autoverleihe, wir flitzten also mit einem Miniauto (Kei-Car bzw. 軽自動車) über die Insel. Am Montag Morgen herrschte nicht viel Verkehr.

Mehr:   Kagawa, Teil 1: Naoshima.

Der bekannteste Ort auf der Insel ist wahrscheinlich, was ihr oben seht: Die Angel Road (エンジェルロード). Bei Ebbe erscheint ein Sandweg zwischen dem Strand im Vordergrund und dem Felsen im Hintergrund. Wir waren leider etwas spät dran. Direkt in der Nähe gibt es auch einen Schrein für Verliebte, wo auch Ema, Holztafeln auf welche man Wünsche an die Götter schreiben kann, verkauft werden.

Das Wetter an der Seto-Inlandsee erinnert sehr an Südfrankreich, Italien und Spanien. Unter anderem ist es warm genug, um Oliven anzubauen. Wenn man in Kagawa oder auf Shōdoshima Olivenöl kauft, sollte man aber immer darauf achten, dass dort „100% 小豆島産“ (100% auf Shōdoshima hergestellt) oder „100% 香川県産“ (100% in der Präfektur Kagawa hergestellt) steht, denn es werden auch günstigere Olivenöle aus Spanien oder Italien verkauft.

Shōdoshima ist nicht nur für seine Olivenbäume bekannt, sondern auch dafür, Drehort der Realfilmadaption von „Kikis kleiner Lieferservice“ zu sein. Der Film wurde zwar nicht unbedingt mit positiven Rezensionen bedacht, aber im Touristenzentrum an den Olivenbäumen werden Besen ausgeliehen, damit man ein wenig Hexe spielen kann. 🙂

Außerdem befindet sich in der Nähe das Haus, in dem sich im Film die Bäckerei befand. Jetzt werden dort allerlei Accessoires verkauft. Diese Windmühle steht dort übrigens, weil Shōdoshima eine Schwesterinsel von Milos in Griechenland ist.

Im Besucherzentrum kann man auch etwas essen oder Mitbringsel kaufen, wir aßen einfach nur Oliveneis und setzten uns in die Sonne. Generell saßen wir in diesem Urlaub ziemlich viel herum, ob nun auf einer Fähre, in einer Bahn oder einfach am Hafen. Da es nirgends so voll war, wie es in Tokyo oft ist, war aber auch das entspannend, vor allem mit der Sonne im Gesicht und dem schönen Meer im Hintergrund.

Für mich sind die Präfekturen an der Seto-Inlandsee die schönsten in Japan. So viele Leute fahren von Kyoto nach Hiroshima, wenn sie Japan besuchen. Macht einfach mal einen Abstecher, es lohnt sich! 🙂

Die Reise ist hier zwar zuende, es folgt aber noch ein ganzer Eintrag über das Essen in Kagawa.

Ich würde mich sehr über Kommentare oder Fragen zu Kagawa und unserer Reise freuen. 🙂

2 Gedanken zu „Kagawa, Teil 4: Shōdoshima.

  1. Eva sagt:

    Hallo
    Mensch, bin ganz begeistert von diesem Blogeintrag. Das es in Japan auch Olivenöl produziert wird da hab ich fast Bauklötze gestaunt. Finde deinen Block toll, weil man hier Dinge über Japan erfährt die man gar nicht so in seinem „Schubladendenken“ für möglich gehalten hat. Danke nochmals das du dir die Mühe machst.
    LG Eva

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