Das neue Japan-Visum für Digital Nomads.

Es gibt die verschiedensten Wege nach Japan zu kommen, aber für alle Aufenthalte jenseits der drei Monate, die ein Tourist im Land bleiben darf, benötigt man ein Visum.

Mein erstes Visum war das Working Holiday Visum, dass es jungen Deutschen erlaubt 12 Monate in Japan zu leben und zu arbeiten. Dafür müssen nur einige wenige Bedingungen erfüllt werden.

2011 kam ich dann mit einem Ehepartner-Visum erneut ins Land, bevor ich nach drei Jahren Permanent Resident wurde. Mein jetziger Aufenthaltsstatus ist zeitlich unbegrenzt und nicht an meinen Mann gebunden.

Anders als viele andere Länder hatte Japan aber bisher kein Visum für Menschen, die weder mit einem Japaner verwandt sind, noch in einer japanischen Firma arbeiten, noch in Japan studieren. Digitale Nomaden, die von überall arbeiten können, konnten dies bisher nicht legal in Japan. Das ändert sich ab März.

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Heimat.

Manchmal werde ich gefragt, ob ich das Leben in Deutschland oder in Japan besser finde. Darauf habe ich nur eine ehrliche Antwort: Ich weiß es nicht, ich war in Deutschland noch nie wirklich erwachsen. Ich habe in Deutschland zwar gejobbt, aber nie alleine gelebt, nie Verträge abgesehen von einem Handyvertrag abgeschlossen. Würde ich morgen plötzlich in Berlin aufwachen, ich würde die Sprache und Popkulturreferenzen von vor 15 Jahren perfekt beherrschen, wäre aber ansonsten absolut ahnungslos.

Wenn mir mein Besuch diesen August etwas gezeigt hat, dann, dass ich nicht mehr hineinpasse. Die Stadt und die Leute sind mir fremd geworden.

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Für immer nur zu Gast?

Seit neun Jahren lebe ich in Japan. Ich zahle Steuern und Rentenbeiträge, habe einen Hauskredit aufgenommen, zwei Katzen aus dem Tierheim gerettet und dieses Jahr sogar dazu beigetragen, dass die japanische Bevölkerung ein ganz klein wenig langsamer schrumpft.

Obwohl sich inzwischen mein ganzes Leben in Japan befindet – ich habe nicht einmal mehr einen Karton mit alten Sachen in Berlin – möchte ich meine deutsche Staatsbürgerschaft behalten.

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Mit Kimono zu den Kirschblüten.

Am Sonntag Morgen schob ich in unserem Wohnzimmer alles zur Seite, holte eine große Kiste aus unserem kleinen Lagerraum, legte alles zurecht und begann, mir einen Kimono anzuziehen.

Einige erinnern sich vielleicht noch daran, dass ich Anfang diesen Jahres einige Kimonos vermacht bekommen hatte. In den Wochenenden hatte ich immer wieder geübt, einen zumindest einigermaßen akzeptabel anzubekommen. Yukata, die dünnen Baumwollkimonos, die im Sommer getragen werden, finde ich da viel einfacher: Es gibt nicht so viele Lagen, und der Stoff ist rauher und damit (finde ich) einfacher zu handhaben. Den Standard-Obi-Knoten für Yukatas bekomme ich auch im Schlaf hin.

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