Diesmal sind’s die Augen.

Seit letztem Dienstag hatte ich rote Augen. Das ist in sofern beachtlich, dass meine Augen widerstandsfähig sind und eigentlich nie rot werden.

Am Sonntag hatte ich dann genug, und auch ein wenig Sorge, und begab mich zum Augenarzt, der glücklicherweise am Sonntag Vormittag geöffnet hat. Dort wurden meine Augen mit Luft bepustet, meine Augenlider hochgeklappt (bäh) und festgestellt, dass es wahrscheinlich eine allergische Reaktion auf irgendetwas ist. Große Klasse.

Augentropfen habe ich natürlich auch bekommen, gleich drei verschiedene. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in Japan mehr verschiedene Medizin ausgegeben wird als in Deutschland…

Auf jeden Fall jetzt jeden Tag vier Mal drei verschiedene Augentropfen, mit jeweils fünf-minütigem Abstand. So macht das doch Spaß!

(Und jetzt gehe ich zum Handy-Laden, in der Hoffnung, dass die mir mein Bluetooth reparieren können – das will seit gestern nämlich plötzlich gar nichts mehr.)

Ach, Japan.

Das wollte ich schon seit Ewigkeiten mal hochladen, habe aber immer vergessen ein Foto zu machen.

Das ist ein Foto von einem Getränkeautomaten auf einem Bahnsteig. In den größeren gibt es auch immer Mülleimer, damit man Flaschen, Dosen und PET-Flaschen entsorgen kann.

Soweit so gut.

Was man nicht so gut sieht ist, dass alle drei Einwurflöcher in denselben Müllsack führen. Warum? Keine Ahnung. PET-Flaschen, Glas und Dosen werden eigentlich getrennt entsorgt. Ein unlösbares Rätsel. Vielleicht.

Ach, Japan, warum einfach wenn’s auch schwer geht.

Nichts passiert. Nichts.

Die Reise ist bezahlt. Wir fliegen also nach Hokkaidô! Das ist das erste Mal seit letzten Sommer, dass wir ganz alleine irgendwo hinfahren. Na ob wir uns da nicht an die Gurgel gehen…

Ansonsten passiert hier nicht so viel.

Am Sonntag waren wir mit den Schwiegereltern am Fluss grillen. Ich muss zugeben, dass ich dem Fleisch nach japanischem* Geschmack, nämlich mit viel Fett, nicht viel abgewinnen kann. Wie man davon viel verspeisen kann ist mir ein absolutes Rätsel. Zum Glück hatten wir auch Salat dabei.

* das bezieht sich ausschließlich auf meine Bekannten und meine Familie.

Am Fußweg am Fluss entlang stehen auch viele Kirschbäume, die am Sonntag teils noch blühten. Die meisten Blütenblätter waren aber schon heruntergeweht worden. Teils sind große Flächen ganz weiß davon. Inzwischen blüht es sicher nicht mehr so schön, aber nächstes Jahr gibt’s ja wieder die Kirschblüte!

Aber vorher muss ich zu den Feuerwerken im Sommer! Bisher war ich noch nie bei einem. 2008 war ich grad erst in Japan angekommen, 2009 war ich vorher schon wieder in Deutschland. 2010 war ich zur Regenzeit zu Besuch und 2011 waren die meisten Feuerwerke wegen des Erdbebens im März gestrichen worden. Dieses Jahr dann, endlich!

 

Japanisch Kochen: Sukiyaki.

Wir erinnern uns, es gibt vier Grundzutaten, mit denen man viele leckere japanische Gerichte kochen kann. Weil es diese Woche bei mir auf Arbeit Sukiyaki gab, und ich es noch nie selbst zuhause gemacht habe, ein Rezept!

すき焼き (Sukiyaki)

Mengen je nachdem, wie viel man verdrücken kann 😉 Man muss auch nicht alles reinwerfen.

Dünn geschnittenes Rindfleisch (ca. 100g pro Person)
Zwiebeln
Chinakohl
Pilze
Udon
Shirataki
Gebratener Tofu

☆ 4 Esslöffel Zucker
☆ je 75ml Mirin, Sake und Sojasauce
☆ 200ml Wasser

♬ Ei

① Alle Zutaten schneiden.

② Alle mit ☆ gekennzeichneten Zutaten mischen.

③ Fett in eine Pfanne geben, die Zwiebeln darin ausbreiten und darüber ca. ein Viertel des dünn geschnittenen Fleischs geben.

④ Kurz kochen lassen, und dann das Wasser nach und nach hinzugeben.

⑤ Alle anderen Zutaten hinein in die Pfanne.

⑥ Wenn alles gar gekocht ist, die Pfanne (oder eine Schale mit dem Inhalt) auf den Tisch stellen, so dass sich jeder etwas hinausnehmen kann.

(⑦ Rohes Ei in eine kleine Schale schlagen, kurz durchmischen und dann das heiße Essen eintunken.)

Leckerlecker, Sukiyaki!

(photo credit: Norio.NAKAYAMA すき焼き牛蔵 via photopin (license))