Nana forever: Die “All Time Best Yazawa Ai”-Ausstellung.

Es gibt Filme, Bücher und Manga, die einfach so unglaublich stylisch sind, dass sie unser Ästhetik-Empfinden nachhaltig prägen. Ich glaube in meinem Freundeskreis als Oberstufenschülerin traf das auf keinen Manga so sehr zu, wie auf “Nana” von Yazawa Ai.

In dem Manga geht es um zwei junge Frauen namens Nana, die aus verschiedenen Gründen nach Tokyo ziehen – die eine, um mit ihrer Band berühmt zu werden, die andere, um mit ihrem Freund zusammenzuziehen – und durch einen Zufall beginnen, zusammen zu wohnen.

Ihre Wirrungen und Verstrickungen behandelt der Manga in 21 Bänden. Leider ist die Geschichte damit nicht abgeschlossen. Stattdessen pausiert der Manga – seit 2009.

Dass die Ai Yazawa-Ausstellung komplett ausverkauft war, zeugt wahrscheinlich auch davon, wie sehr die Fans seitdem nach Material von ihr hungern.

In der Ausstellung geht es nicht nur um “Nana”, sondern auch um ihre anderen Werke. In Deutschland erschienen von ihr außerdem noch “Gokinjo Monogatari”, “Im letzten Viertel des Mondes” und “Paradise Kiss”. All diese Manga und noch andere, die es nie nach Deutschland geschafft haben, waren vertreten.

Die meisten Ausstellungsstücke waren Originalzeichnungen. Während das anfangs sehr spannend war – die Manga sind schließlich großteils schon älter und wurden noch komplett mit Hand gezeichnet und bearbeitet – war für mich nach etwa Seite 20 ein wenig die Luft raus.

Auch wenn ich bei einigen Schlüsselszenen von “Nana” ein wenig feuchte Augen bekommen habe, irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Zwar gab es auch Merchandise und die internationalen Versionen der Manga zu bestaunen, aber für mich fehlte der Tiefgang.

Was ich schön gefunden hätte, wären Skizzen und Ausführungen zum Charakter-Design oder Hintergründe zu den Geschichten gewesen. So war es mir einfach, bis auf einige, für die Ausstellung gezeichnete Bilder, zu flach. Vielleicht bin ich auch von anderen Ausstellungen verwöhnt?

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Natürlich werde ich trotzdem weiterhin auf eine Fortsetzung von “Nana” hoffen und im Ausstellungs-Shop habe ich auch etwas gekauft. Ist schließlich ein prägender Teil meiner Jugend. 😉

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