Ein Jahr.

Heute hat Bocchan Geburtstag.

Ein sehr eigenartiges Gefühl, irgendwie. Elternschaft generell ist sehr eigenartig. Schön, anstrengend, aber vor allem ganz anders, als ich es mir hätte vorstellen können. Es gibt Dinge, die muss man erst selbst erleben.

Vor einem Jahr kam unser Sohn per Kaiserschnitt auf die Welt – und gleich auf die Intensivstation. Zum Glück konnte er sich schnell erholen und ist seitdem gesund und propper. Vor allem propper, bei seinem letzten Gesundheitscheck lag er über der Wachstumskurve. 🙂

Auch wenn der Blog in letzter Zeit ziemlich Baby-lastig war, soll es kein Mama-Blog werden. Dafür gehe ich im Mamasein nicht genug auf. 😀 Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Kleinen über alles, aber als meine Bestimmung würde ich das Muttersein jetzt nicht unbedingt bezeichnen.

Und ja, manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, als wir nur zu zweit (plus zwei Katzen) waren. Vor allem, wenn wir nachts mehrfach geweckt wurden oder Bocchan schlecht drauf ist und wir zu gar nichts kommen. Oder wenn wir einfach mal ungestört unseren Hobbys nachgehen wollen. Oder reisen! Ein Kind zu haben bedeutet auch plötzlich viel mehr planen zu müssen.

Wenn wir ihn dann tatsächlich für einen ganzen Tag bei den Schwiegereltern lassen sind meine Gedanken aber ganz schnell bei ihm und ich will ihn schnell wieder zurück haben. So kann’s gehen. 🙂

Derweil freue ich mich über jede neue Sache, die er kann. In letzter Zeit kann er an der Hand schon ziemlich weit (mehrere Meter!) laufen. Außerdem nimmt er Bücher und Zeitungen und tut so, als würde er sie vorlesen, was super niedlich ist. 🙂 Ich habe das Gefühl, dass das mit der Entwicklung immer schneller geht, seit er im Kindergarten ist.

Apropos Kindergarten: Was für ein absoluter Glücksgriff! Er hat die Erzieherinnen direkt ins Herz geschlossen und ich habe absolut kein schlechtes Gefühl dabei, ihn dort zu lassen. Sie unternehmen viel mehr mit den Kindern, als ich es je könnte und manchmal habe ich beim Abholen das Gefühl, dass er eigentlich noch gar nicht fertig gespielt hat.

Hier auf dem Blog wird es in nächster Zeit aber wahrscheinlich weiterhin eher ruhig zugehen. Vielleicht sogar ruhiger als bisher, denn ich arbeite wieder. Zwar kann ich das die meiste Zeit von zuhause aus tun, aber anstrengend ist es trotzdem. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Hirn eher einer Pampelmuse gleicht. Corona hilft dabei auch nicht wirklich.

Ein wenig Sorge macht es mir schon, dass Bocchan mit Menschen in Gesichtsmasken um ihn herum aufwächst. Auch deswegen hoffe ich, dass das Impfen in Japan schnell vorangeht und wir wieder in die Normalität zurückkehren können.

Auch wenn unser “Normal” vor einem Jahr mächtig auf den Kopf gestellt wurde. 😉

3 Gedanken zu „Ein Jahr.

  1. Mike sagt:

    Hallo,
    mal ne Frage am Rande, kommen die Zwerge schon mit einem Jahr in den Kindergarten, ich geb zu ich hab keinen Plan von sowas, aber is das nicht bissel früh?
    Und natürlich alle guten zum Geburtstag für den Kleinen 🙂

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