Der japanische Kalender: 霜月.

Wer heutzutage Japanisch lernt, weiß, dass das Monatssystem in Japan furchtbar einfach ist: Statt Namen zu haben, sind die Monate einfach durchnummeriert. Doch das war nicht immer so, weswegen ich euch dieses Jahr an jedem ersten eines Monats den alten Monatsnamen und die traditionellen Feste, die in diesem Monat anstehen, vorstellen möchte.

November: 霜月 (Shimotsuki).

Das Jahr ist fast vorbei und die Nächte werden langsam ungemütlich kalt. Im November gibt es in einigen Gegenden Japans bereits den ersten Frost. Frost heißt auf Japanisch Shimo (霜) und hierher kommt auch der japanische Monatsname für den Monat November.

Im November findet ein ganz besonders schön anzusehendes Fest statt: Shichi-Go-San (七五三). Der Name bedeutet einfach nur „Sieben-Fünf-Drei“, und in dem Fest geht es um Kinder ebendieser Alter. Drei, fünf und sieben gelten als ungerade Zahlen für glückbringend.

Zeremonien, die das Alter von Kindern feiern, haben natürlich auch immer den Hintergrund, dass es noch nicht immer selbstverständlich war, dass Kinder das Alter von sieben Jahren auch wirklich erreichen.

Wenn man im November durch Japan läuft, trifft man vor allem am Wochenende auf Familien mit fein hergemachten Kindern auf dem Weg zum Schrein. Während Shichi-Go-San im dritten Lebensjahr sowohl von Jungen als auch Mädchen begangen werden kann, sind im fünften Jahr nur die Jungen und im siebten Jahr nur die Mädchen dran. Es geht hier nach dem Lebensjahr (ein Neugeborenes befindet sich bereits im ersten Lebensjahr), weil damals in Japan, wie vielen asiatischen Ländern, das Alter so gezählt wurde.

Viele Familien an diesem Tag übrigens ihre Familienportraits anfertigen. 🙂 Wenn man schon mal hübsch angezogen ist, muss man das schließlich nutzen.

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