Alt aber gut: 時効警察.

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©テレビ朝日

Über die Neujahrsfeiertage hatten wir viel Zeit und nichts vor. Ein Kuchen hier, ein langer Mittagschlaf dort, und viel Faullenzen.

Als wir keine Serien mehr zum Gucken hatten, fiel meinem Mann ein, dass es noch ein gutes japanisches Drama gibt, welches ich noch nicht gesehen hatte: 時効警察 (Jikô Keisatsu, Verjährungs-Polizei).

Die Prämisse ist recht simpel: Kiriyama Shûichirô (霧山 修一郎, gespielt von Odagiri Joe オダギリ ジョー) ist Polizist und arbeitet in der Abteilung, die verjährte Fälle abheftet. Als er nach einem Hobby sucht, wird ihm vorgeschlagen spektakuläre verjährte Fälle zu untersuchen. An seiner Seite steht Mikazuki Shizuka (三日月 しずか, gespielt von Asô Kumiko 麻生 久美子) aus der Verkehrsabteilung, die heimlich in ihn verliebt ist.

Die Serie selbst ist, was in Japan als ゆるい (yurui) bezeichnet wird – locker und ohne unglaubliche Spannungsmomente. Die vorkommenden Personen sind alle etwas eigenartig, genau wie auch das Tempo und die Gespräche zwischen den Charakteren. Ich persönlich mag den Hang der Japaner zu abstrusem Humor ja sehr gern, und diese Serie setzt das unglaublich gut um. Klar, jeder Zuschauer will wahrscheinlich an irgendeinem Punkt Mikazuki erwürgen, aber die Serie ist einfach wirklich gut. 🙂

Die Serie kann man übrigens scheinbar auch auf YouTube mit englischen Untertiteln sehen. Ich weiß leider nicht, wie gut der Humor dort rüberkommt, aber schaut es euch mal an. 😀 Wenn ihr nach der ersten Staffel noch nicht genug habt, gibt es auch eine zweite namens 帰ってきた時効警察 (Kaette-kita Jikô Keisatsu).

Japanisches Star Wars Merchandise.

Wir haben am Samstag endlich den neuen Star Wars-Film gesehen. Wirklich gut, und nachdem wir Episode I, II und III noch einmal sahen, wurde er im Vergleich noch viel besser. 😉

Nun ist natürlich mit dem neuen Film auch gleich wieder eine riesige Werbekampagne angelaufen. Alles mögliche gibt es mit Star Wars, sogar Make-Up, nur mysteriöserweise kaum etwas mit Rey, einem der Hauptcharaktere, drauf. Womit das wohl etwas zu tun hat? (Damit, dass sie eine Frau ist. Ich garantiere es. Luke Skywalker gibt es in der jungen Version als Figur, aber nicht Rey?! Ich habe im Spielzeugladen nur eine einzige Rey-Figur finden können.)

Es gibt aber auch so einiges, was ihr in Europa wahrscheinlich nicht habt. 😀 Manche Dinge gibt es schon länger, manche erst seit dem neuen Film. Lasst es uns mal anschauen:

Star Wars Handtücher

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手ぬぐい (Tenugui) sind traditionelle Handtücher, sie bestehen aus einem länglichen Stück dünner Baumwolle und sind wirklich nur für die Hände gedacht. Weil sie so dünn sind trocknen sie sehr schnell und außerdem kann man Baumwolle sehr einfach bedrucken. Zwar gibt es derzeit auch bei かまわぬ (Kamawanu) Disney- und somit auch Star Wars-Tenugui, aber ich finde die von Heart Art Collection (Amazon-Suchergebnis) viel schöner, weil sie japanische Motive mit Star Wars verschmelzen. 🙂

Star Wars Essstäbchen

Star Wars Staebchen

Esstäbchen sind lang und dünn, Lichtschwerter sind lang und dünn, damit lässt sich doch sicher etwas machen. Es gibt von so gut wie jedem in den Filmen vorkommenden Lichtschwertern auch eine Esstäbchenversion, letztens sah ich sogar welche, die leuchten! Ob es sich damit gut essen lässt weiß ich allerdings nicht.

Star Wars Tellerchen

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In der japanischen Küche werden oft viele kleine Speisen gekocht und auf verschiedenen Tellern aufgetischt. Deswegen braucht man kleine Tellerchen, und was könnte besser sein als Star Wars-Teller? 🙂 Ich bin übrigens zu faul um viele kleine Sachen zu kochen, deswegen brauchen wir solche Teller leider nicht.

Star Wars Kokeshi

kokeshiKokeshi sind kleine Holzfigürchen, ursprünglich waren sie Mitbringsel aus Nord-Japan. Warum nicht traditionelles Kunsthandwerk mit Star Wars verbinden? 🙂 Diese Figuren sind zwar ganz niedlich, aber mit 5,000Yen (ca. 38€) pro Stück doch ziemlich teuer.

Star Wars Samurai?!

samuraiDass Star Wars von alten Samurai-Filmen inspiriert wurde ist vielen bekannt, jetzt hat die Firma Tamashii Nations sich zurückinspirieren lassen!

Da gibt es den Samurai-General Darth Vader in seiner Todesstern-Rüstung, die königliche Garde in traditioneller roter Rüstung (赤備え Akazonae), der Storm Trooper schlägt die Trommel, der Sand Trooper trägt eine alte Schusswaffe, die wahrscheinlich die allgemeine Schussgenauigkeit der Trooper erklärt, und Boba Fett ist ein 浪人 (Rônin), ein Samurai ohne Meister.

Ich finde die Idee hervorragend, wenn ihr euch das mal genauer anschauen wollt: Hier ist der Link. 🙂

Wer hat den Film schon gesehen? Wie fandet ihr ihn? 🙂

Filmzeit: Lupin der Dritte.

Beim DVD-Verleih kosten fünf DVDs 1,000Yen. Da ist es oft günstiger noch eine mehr mitzunehmen als nur mit vieren nach Hause zu gehen. Dieses Mal hätten wir es aber lieber sein gelassen…

(c) 「ルパン三世」製作委員会

(c) 「ルパン三世」製作委員会

ルパン三世 Lupin San-sei (2014) (Trailer)

Regisseur: Kitamura Ryûhei

Darsteller: Oguri Shun, Tamayama Tetsujin, Kuroki Meisa

Lupin, Nachkomme von Meisterdieben, ist Mitglied des Verbrechersyndikats The Works. Nach einem Raubzug wird seine Fast-Freundin Fujiko zur Nachfolgerin an der Spitze des Syndikats ernannt, und kurz darauf wird der bisherige Leiter erschossen und ein wertvoller Schatz entwendet. Lupin sucht mit seinen Mitstreitern nach einem Weg Rache zu üben.

Persönliche Meinung: Der Film hat weder dasselbe Feeling wie der bekannte gleichnamige Anime, noch ist er als alleinstehendes Werk brauchbar. Dämlich aneinandergezimmerte Actionszenen ohne Herzblut, komplett humorlos und sich selbst viel zu wichtig nehmend. In den Film ist sicher sehr viel Geld geflossen, aber das Ergebnis ist peinlich, wie gewollt aber nicht gekonnt. Selbst die japanischen Kritiken waren unglaublich schlecht, der Film hat aber natürlich trotzdem Geld reingebracht. Japan bringt immer wieder wirklich gute Filme hervor, aber um ehrlich zu sein sind das eher selten die Spektakel und Actionfilme. 🙁

Lernen im Fernsehen: Die Geheimnisse der Präfekturen.

via

©ytv

Wir haben, sehr zum Leidwesen der NHK, keinen Fernseher zuhause.

Aber die Schwiegereltern nehmen für uns einige Sendungen auf, unter anderem カミングアウトバラエティ!! 秘密のケンミンSHOW (Coming-Out Variety!! Himitsu no Kenmin SHOW)! 😀

Das Konzept ist ganz einfach erklärt, es geht um die “Geheimnisse” der verschiedenen Präfekturen. Dazu muss man wissen, dass sich die 47 Präfekturen wirklich alle voneinander unterscheiden. In der Sendung geht es dann darum, wie unterschiedlich die Dialekte sind, oder welches Essen in einem bestimmten Teil des Landes anders zubereitet wird. Also hauptsächlich geht es um Essen, wir sind hier schließlich in Japan…

via "In Fukuoka sagen wir statt Issê-no-Se (auf die Plätze, fertig, los) Sannô-ga-hai!"

©ytv
“In Fukuoka sagen wir statt Issê-no-Se (auf die Plätze, fertig, los) Sannô-ga-hai!”

Es ist natürlich eine typisch japanische Variety-Show, mit vielen mehr oder minder prominenten Gästen, die bei Einspielern im Hintergrund “Eeeeeh?!” “Oooh!” “Aaaah!” brüllen dürfen. Mit den dann doch recht nüchternen deutschen Heimatsendungen hat das wenig zu tun. 😉 Wie auch bei 水曜どうでしょう (Suiyô dô deshô) werden hier manche Sätze effektheischend untertitelt, was das Verstehen durchaus erleichtert.

Wenn ihr das Land mal ein wenig anders kennen lernen wollt, sucht einfach bei YouTube nach der Sendung. 🙂 Nur ist zu bedenken, dass viele Eigenheiten sich auf ein recht kleines Areal beschränken, und die Leute ihre Neujahrssuppe im Dorf nebenan vielleicht anders essen. 😉 Spannend ist es auf jeden Fall!

Hat euer Ort irgendeine lokale Besonderheit? 🙂 In Berlin, zumindest bei mir zuhause, nennen wir Berliner Pfannkuchen und Pfannkuchen Plinse. 😉