Japanisch kochen: Zōsui. Japanische Hühnersuppe.

In Deutschland gibt es wenn man krank ist die beinahe schon zum Klischee verkommene, aber scheinbar tatsächlich wirksame, Hühnersuppe. Bei mir zuhause gab es etwas, was mein Mann unglaublich eigenartig findet, ich aber noch immer mag: Kamillentee mit Zwieback und Traubenzucker. 😀 Gesund und leicht zu verdauen.

Als ich letztens plötzlich kränkelte machte mein Mann mir Zōsui (雑炊).

Hühnchen-Zōsui (鶏雑炊) für eine Person

1/2 Hähnchenschenkel
1 Ei
1 Portion Reis
ein wenig Lauch

★1 EL Koch-Sake
★ 1/2 TL Hühnerbrühe
★ 1/2 TL Soja-Sauce
★ ein wenig Salz

  1. Den Hähnchenschenkel in ca. 1,5cm große Stücke schneiden, Lauch kleinschneiden.
  2. Wasser in einer Pfanne zum Kochen bringen und das Hähnchen kochen.
  3. Den Schaum abschöpfen und alle mit ★ gekennzeichneten Zutaten hinzugeben. Den Reis hinzugeben. Falls das Wasser nicht reichen sollte, mehr hinzugeben.
  4. Das Ei aufschlagen und verrühren, dann in die Pfanne geben.
  5. In die Schale damit, Lauch oben drauf – Fertig!

Schmeckt gut, ist gesund, super. Mir ging’s dann letztens am nächsten Tag auch gleich viel besser. Mein Mann ist schon ein lieber. ♥

(photo credit: [puamelia] Day 060 / 葱とタマゴと大葉の雑炊 via photopin (license))

Japanisch kochen: Oyakodon.

Nach langer Zeit mal wieder ein Rezept! Oyakodon (親子丼) heißt „Eltern-Kind-Reisschale“, was ich ein bisschen gemein finde – die Eltern sind das Hühnchenfleisch, das Kind ist das Ei. Arme kleine Hühnchen!

親子丼 Oyakodon für zwei Personen

1 Hähnchenschenkel
1 Esslöffel Sake (Kochalkohol)
1/4 Zwiebel
4 Eier

☆ 160ml Wasser
☆ 3 Esslöffel Sojasauce
☆ 3 Esslöffel Mirin
☆ 3 Esslöffel Sake
☆ 3 Teelöffel Zucker
☆ 2 Teelöffel Dashi-Pulver

(zwei Portionen Reis)

① Mama- oder Papa-Hähnchen in mundgerechte Stücke mit ca. einem Zentimeter Dicke schneiden. Danach mit dem Esslöffel Sake in eine Plastiktüte geben. Die betrunkenen Eltern dann ca. 15 Minuten in den Kühlschrank packen.

② Zwiebeln in Scheiben schneiden.

③ Die Eier in ein Gefäß schlagen und leicht (!) verquirlen.

④ Das Hähnchen wieder aus dem Kühlschrank nehmen und das ausgetretene Wasser mit Küchentuch oder ähnlichem wegwischen.

⑤ Alle mit ☆ gekennzeichneten Zutaten und die Zwiebeln in eine Pfanne geben und wenn es anfängt zu kochen das Hähnchen hinzugeben und auf niedriger bis mittlerer Flamme vier bis fünf Minuten köcheln lassen.

⑥ Wenn die Farbe der „Soße“ etwas dunkler geworden ist, 2/3 des Eis kreisförmig (ergibt das Sinn?) herübergeben.

⑦ Auf großer Flamme kurz kochen lassen, dabei die Pfanne schwenken, damit das Ei nicht festbackt. Wenn es etwas härter geworden ist, das verbliebene Drittel hinzugeben und den Herd ausschalten.

⑧ Auf den Reis rutschen lassen. Ende!

(photo credit: M.Murakami DSCF1401 via photopin (license))

Japanisch Kochen: Sukiyaki.

Wir erinnern uns, es gibt vier Grundzutaten, mit denen man viele leckere japanische Gerichte kochen kann. Weil es diese Woche bei mir auf Arbeit Sukiyaki gab, und ich es noch nie selbst zuhause gemacht habe, ein Rezept!

すき焼き (Sukiyaki)

Mengen je nachdem, wie viel man verdrücken kann 😉 Man muss auch nicht alles reinwerfen.

Dünn geschnittenes Rindfleisch (ca. 100g pro Person)
Zwiebeln
Chinakohl
Pilze
Udon
Shirataki
Gebratener Tofu

☆ 4 Esslöffel Zucker
☆ je 75ml Mirin, Sake und Sojasauce
☆ 200ml Wasser

♬ Ei

① Alle Zutaten schneiden.

② Alle mit ☆ gekennzeichneten Zutaten mischen.

③ Fett in eine Pfanne geben, die Zwiebeln darin ausbreiten und darüber ca. ein Viertel des dünn geschnittenen Fleischs geben.

④ Kurz kochen lassen, und dann das Wasser nach und nach hinzugeben.

⑤ Alle anderen Zutaten hinein in die Pfanne.

⑥ Wenn alles gar gekocht ist, die Pfanne (oder eine Schale mit dem Inhalt) auf den Tisch stellen, so dass sich jeder etwas hinausnehmen kann.

(⑦ Rohes Ei in eine kleine Schale schlagen, kurz durchmischen und dann das heiße Essen eintunken.)

Leckerlecker, Sukiyaki!

(photo credit: Norio.NAKAYAMA すき焼き牛蔵 via photopin (license))

Japanisch kochen: Grundzutaten. Außerdem: Gyûdon.

Ich bin, wie allgemein bekannt, ein sehr fauler Mensch. Ich koche nichts, was zu viel Zeit und Mühe kosten würde, und dafür ist japanische Küche perfekt. Wenn man sich nicht den Stress macht unendlich viele Nebengerichte zu kochen, kann man mit wenigen Grundzutaten ein leckeres* Essen zaubern. Die Grundzutaten gibt es inzwischen in jedem gut sortierten Asia-Laden.

* Das liegt natürlich am Esser, wie lecker er etwas findet.

Von links nach rechts: みりん (Mirin), süßer Reiswein mit geringerem Alkoholgehalt als Sake. Wir benutzen zuhause keinen richtigen Mirin sondern みりん風調味料, Speisewürze, die Mirin ähnelt.

料理酒 (Koch-Sake), japanischer Reiswein, der absolut scheußlich schmeckt. Ich weiß nicht, ob ihn das vom normalen Trinksake abhebt, ist aber auf jeden Fall günstiger.

しょうゆ (Sojasauce) sollte jedem bekannt sein. Beim Einkaufen muss eigentlich nur darauf geachtet werden, dass man nicht aus Versehen chinesische Sojasauce kauft, die schmeckt anders.

Außerdem, nicht auf dem Foto: だし (Dashi), Fischsud, den man normalerweise in Pulverform kaufen kann.

Und das war’s dann auch schon. Auf an den Herd!

牛丼 (Gyûdon) für 3-4 Personen

400ml Wasser

300g Rindfleisch (in dünne Scheiben geschnitten. Wirklich so dünn wie’s geht.)

1 Zwiebel

4 Esslöffel Sojasauce

3 Esslöffel Sake

3 Esslöffel Zucker

2 Teelöffel Dashi

(3-4 Portionen Reis)

① Dashi und die 400ml Wasser in einem Topf vermischen. Die in Streifen geschnittene Zwiebel ins Wasser geben, und warten, bis sie etwas weich geworden ist.

② Sojasauce, Sake und Zucker hinzugeben, das Rindfleisch in den Topf werfen, umrühren, Deckel drauf.

③ ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

④ Reis portionsweise in Schüsseln geben, Topfinhalt oben drauf, fertig.

Das Essen der Götter! Das Gyûdon auf dem Foto ist gekauft, schmeckt trotzdem super. Man kann es mit einem rohen Ei essen, würde ich aber in Deutschland nicht unbedingt machen (Salmonellen?). Gyûdon eignet sich nicht so gut zum Einfrieren, weil es ewig dauert, bis das Fett sich mit dem Wasser usw.