Japanisch kochen: Tonjiru.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter, und wir haben am Montag unseren Kotatsu rausgeholt. Noch ist es zwar nicht richtig kalt, Tiefsttemperaturen unter 10°C sind aber schon angesagt. Dabei sind wir doch alle solche Frostbeulen. 😉

Deswegen, und weil es im Film und der Serie 深夜食堂 (Shinya Shokudô) so lecker aussah, gab es bei uns letztens Tonjiru (豚汁). 🙂 Zwar gibt es vielleicht einige Zutaten, die man in Deutschland nicht so leicht findet, aber wenn ihr mal wieder im Asialaden seid…

aillis201511240627334

豚汁 Tonjiru (Für vier Personen)

300g Dünn geschnittenes Schweinefleisch
(1 Kartoffel)
1/3 Riesenrettich (Daikon)
(1 Scheibe Konnyaku)
(4 Kohlblätter)
(1 Gobô)
1 Karotte
1 Packung fester Tofu
2 EL Sesam-Öl
1 EL Dashi
Misopaste nach Geschmack

* Alles in Klammern kann man, muss aber nicht. 🙂 Ohne Rettich, Fleisch, Tofu und Karotte ist es etwas traurig. 😉

  1. Gemüse und Tofu kleinschneiden. Rettich und Karotte längs vierteln und dann in Scheiben schnippseln.
  2. Sesam-Öl in die Pfanne geben und das Fleisch anbraten. Das harte Gemüse dazugeben.
  3. Mit einem Liter Wasser ablöschen und Dashi hinzugeben. Wenn Abschaum aufsteigt diesen abschöpfen. So lange köcheln lassen bis der Rettich leicht durchsichtig wird.
  4. Wenn vorhanden weiches Gemüse dazugeben. Wieder den Abschaum abschöpfen.
  5. Sobald das Gemüse durch ist, Tofu und Misopaste hinzugeben. Ca. 30 Minuten auf geringer Hitze köcheln lassen, fertig! 🙂

召し上がれ! Lasst es euch schmecken!

 

Japanisch kochen: Hiyashi Chūka.

Während auf Westeros der Winter einbricht, ist in Japan der Sommer schon unglaublich nah. Bis zu 32°C hatten wir schon. Bei 32°C will keiner etwas Warmes essen – weswegen es in Japan haufenweise kalte Gerichte gibt, vor allem mit Nudeln.

Diesmal zeige ich euch Hiyashi Chūka (冷やし中華), „Chinesisch gekühlt“. In China gibt es das laut dem Internet übrigens nicht, die Japaner haben es erfunden. Aber das ist uns Deutschen ja nicht fremd, oder, Toast Hawaii? 😉

冷やし中華 Hiyashi Chūka (für zwei Personen)

2 Portionen chinesische Eiernudeln
2 Eier
Gurke nach Bedarf
Tomate nach Bedarf
Sojasprossen nach Bedarf
zwei Scheiben Schinken

★ 50ml Sojasauce
★ 60ml Essig
★ 70ml Wasser
★ 20g Zucker
★ eine Prise Salz
★ 1 kleiner Löffel Sesamöl (wenn vorhanden)

  1. Nudeln kochen und danach solange unter kaltes Wasser halten und durchmischen, bis sie kalt sind.
  2. Sojasprossen kochen. Die Eier mit dem Salz in einer Schale verrühren und dünn braten. Ei, Gurke, Schinken und Tomate in Scheiben schneiden. Je schmaler umso besser.
  3. Alle mit ★ gekennzeichneten Zutaten vermischen bis der Zucker sich auflöst.
  4.  Nudeln in Schüssel, in 3 gemachte Sauce oben drauf und zum Schluss die Beilagen aus 2. 🙂

Guten Appetit!

Japanisch kochen: Okonomiyaki.

Okonomiyaki (お好み焼き), oder auch „Was du magst-Braten“ ist ein japanischer, herzhafter Pfannkuchen. Ein bisschen.

Als ich in Deutschland war, erzählte mir eine Freundin, dass sie das supereinfache Okonomiyaki-Rezept, dass ich ihr vor Jahren gegeben hatte, verloren hätte. Schande auf dein Haupt, Melissa. 😉 Hier noch einmal:

Was ich euch diesmal zeige ist Okonomiyaki nach Osaka-Art (大阪風お好み焼き), bei dem alles zusammengemischt und von zwei Seiten gebraten wird. Es gibt auch Okonomiyaki nach Hiroshima-Art, dort wird der Pfannkuchen einzeln gebraten und Fleisch, Kohl, usw. kommen oben drauf. Zwischen den Schritten muss man alles aus der Pfanne nehmen, was mir viel zu nervig ist, und letztendlich schmeckt’s eh gleich.*

* Sagt bloß nicht meinem Mann, dass ich das gesagt habe – er mag Hiroshima-Okonomiyaki lieber.

お好み焼き Okonomiyaki (für zwei Personen)

150g Mehl
200ml Wasser
1 Tütchen (8g) Dashi
eine Prise Salz
3-4 Eier
1/2 Kohlkopf
nach belieben Schweinefleisch/Oktopus/Garnelen oder was man so im Haus hat
Okonomiyaki-Sauce (gibt’s im Asia-Laden)
Mayonnaise

  1. Alles kleinschneiden.
  2. Mehl, Wasser, Dashi, Eier und Salz vermischen.
  3. Wenn ihr Schweinefleisch habt, das in Scheiben schneiden und anbraten.
  4. Alle anderen Zutaten vermischen und den entstehenden Pfannkuchen auf die angebratenen Schweinefleischscheiben legen. Dabei möglichst versuchen eine runde Form zu erreichen.
  5. Beim Braten einmal umdrehen, bis alles gar ist. Saucen drauf, fertig! 😀

 

Japanisch Kochen: Mit Ingwer gegen den Sommer!

Es ist noch immer unglaublich heiß, wenn ich die Haustür öffne schwallt mir schwüle Luft entgegen. Selbst wenn es windig ist, ist es weniger eine erfrischende Brise als als würde man vor einem riesigen Fön stehen.

Damit uns das nicht die Laune verdirbt, ein weiteres Sommerrezept! 🙂 Es ist das simpelste Shōga-Yaki (生姜焼き)-Rezept, das ich je gesehen habe, und schmeckt auch wirklich gut. 🙂

生姜焼き Shōga-Yaki

200g dünngeschnittenes Schweinefleisch*
Mehl
★ 1EL geriebener Ingwer
★ 1TL Zucker
★ 1EL Koch-Sake
★ 2EL Sojasauce
★ 2EL Mirin

* Eine Freundin in Deutschland erzählte mir letztens, wie sie ihr Fleisch dünn schneidet: Ein wenig einfrieren, dann schneiden.

  1. Das Schweinefleisch mehlieren (in Mehl wenden) und leicht anbraten.
  2. Alle mit ★ gekennzeichneten Zutaten vermischen und hinzugeben.
  3. Braten bis kaum noch Sauce da ist. Fertig! 😀

(photo credit: hiroohi sauted pork, ginger source via photopin (license))