Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich – Flucht aus dem Sumpf.

Seit fast drei Jahren arbeite ich bei meiner Firma. Bisher nur als Zeitarbeiterin, angestellt bei einer anderen Firma, alle drei Monate mit einem neuen Vertrag. Zwar hatte ich nie Sorge, dass ich plötzlich keinen Vertrag mehr bekommen würde, aber solche Zeitarbeitsverträge sind in Japan auf eine Höchstzeit von drei Jahren beschränkt. Das soll den Firmen Anreize bieten, feste Stellen zu schaffen.

Als ich mich 2015 auf Arbeitssuche befand, bewarb ich mich auch bei einem japanischen Elektronikhersteller (beginnt mit SO, endet mit NY). Vor dem Gespräch wurde ich direkt darauf hingewiesen, dass ich dort nur drei Jahre arbeiten können würde, sie würden generell niemanden übernehmen. Zum Glück bekam ich kurz danach das Vorstellungsgespräch bei meiner jetzigen Firma.

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Breite Nudeln und heiße Quellen in Saitama.

Wir hatten noch ein paar Urlaubstage übrig und konnten deswegen am Montag ausschlafen – bis 6:30, denn länger wird es bei uns irgendwie nicht mehr.

Damit wir nicht den ganzen Tag zuhause abhängen würden, hatten wir uns auch etwas überlegt: Erst heiße Quellen und dann Nudeln. 🙂 In Tokyo wird es noch immer nicht so richtig warm, da kommt einem jede Planscherei im heißen Nass entgegen. (Vorsicht: Planschen ist im Onsen unerwünscht. Genau wie auch Schwimmen. 😉 )

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Von blauen Flecken, Veränderungen und dem Stillstand.

Auf Arbeit esse ich entweder Bento (aus dem Conbini, weil wir das mit dem Bento-Machen irgendwie in letzter Zeit aufgegeben haben) oder ich esse mit einer meiner Mitarbeiterinnen in einem der doch recht zahlreichen Restaurants in Laufentfernung vom Büro.

So lief ich auch letztens mit meiner Lieblingskollegin den Weg entlang, wir redeten über irgendetwas, ich sah meiner Kollegin ins Gesicht und lief direkt gegen einen Poller. Während ich in meinen Schuhen aber etwa 1,80m groß war, war dieser Poller winzig, was dazu führte, dass ich mich gehörig auf die Schnauze legte. Zur Mittagszeit. In einer Gegend mit vielen Büros. Super peinlich.

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