In Japan bin ich über die 国民健康保険 (Kokumin Kenkô-Hoken; Nationale Krankenversicherung) versichert. Über die Firma kann ich nicht versichert werden, weil ich dafür zu wenig arbeite und über meinen Mann und damit seine Firma kann ich nicht versichert werden, weil ich zu viel verdiene. Die Grenze liegt, wenn ich mich recht entsinne, bei 1,300,000Yen (ca. 9300€). Meine Krankenversicherung muss ich also komplett aus eigener Tasche bezahlen, aber ich nutze das System dermaßen, dass es sich absolut lohnt.
Übrigens zahlt man für gewöhnlich 30% der Arztkosten in Japan selbst. Das heißt, dass es schon mal empfindlich wehtun kann, wenn doch eine genauere Untersuchung ansteht.
Mehrmals im Jahr bekomme ich einen Brief*, in dem steht, bei welchem Arzt ich war und wie viel Geld das gekostet hat. Ich weiß nicht genau, warum ich diese Information benötige, vielleicht versucht man ja mir ein schlechtes Gewissen zu machen. 😉
* Eigentlich eine Postkarte. Wir haben hier Postkarten, die man auffalten kann. Ist wohl günstiger als Briefe zu verschicken.
Was aber eigentlich eigenartig ist, ist an wen diese Postkarten addressiert sind: An meinen Mann.
Mein Mann ist nicht über die gleiche Versicherung krankenversichert. Er bezahlt meine Krankenversicherung nicht. Er hat überhaupt nichts mit denen zu tun. Aber scheinbar reicht allein, dass er der Mann im Haus ist, aus um ihn dafür zu qualifizieren soetwas zugeschickt zu bekommen. (Er ist tatsächlich 世帯主 (Setai-Nushi; Kopf des Haushalts).)
Nicht dass ich Geheimnisse vor meinem Mann hätte, aber etwas nervt es mich schon. Geht ja schließlich um meine Gesundheit und meine Arztbesuche.
Die Beiträge errechnen sich übrigens aus dem Haushaltseinkommen… Und da mein Mann letztes Jahr noch mehr Überstunden gemacht hat als im Vorjahr steigen meine Beiträge plötzlich um 50%… 🙁



Leben wird schon irgendwie). Es ist natürlich mal wieder eine Wortspielerei, ワン (wan) und ニャン (nyan) sind Tiergeräusche – Wuff und Miau.