Dieses Frühjahr geht es nach…

Unsere letzte Reise, nach Hiroshima (広島), liegt schon wieder fast ein halbes Jahr zurück. Zwar kommen meine Eltern und meine Schwester Ende April nach Japan, zu welchem Anlass wir wieder eine kleine Reise gebucht haben (nach Kanazawa (金沢)!), aber bis dahin in Tokyo bleiben?! Niemals.

Wir hatten uns eigentlich überlegt, dass wir nach Kyoto (京都) fahren könnten. Dort waren wir zwar schon zweimal, aber ich habe kaum Fotos aus der Zeit und würde gern noch einmal hinfahren. Meinen Mann kann man mit Kyoto allerdings nicht hinter dem Ofen hervorlocken.Er findet die Stadt jetzt einfach nicht schrecklich interessant.

Mir zuliebe hatte er sich dennoch darauf eingestellt, dass es dorthin gehen würde – Zumindest bis er auf die Idee kam, dass man ja auch einmal schauen könnte, wie teuer die Reise nach Ehime (愛媛*) wäre. Dort waren wir beide noch nie. Wir schauten uns also auf den Internetseiten der üblichen Verdächtigen um – und mussten feststellen, dass es absolut bezahlbar ist.

* 愛媛 bedeutet “liebliche Prinzessin”. 🙂

Schnell unternahmen wir einen Ausflug zum Buchladen um die Ecke, um einmal in den Reiseführern zu gucken, ob in Ehime überhaupt genug zum Angucken ist. Urlaub hat man in Japan wenig, deswegen muss der immer zum Bersten gefüllt werden. 😀

shikoku

Reiseeinträge zu anderen Städten auf der Karte: Beppu, Ôita (obwohl wir da nicht viel gesehen haben), Hiroshima, Kurashiki, Kôbe!

Ehime befindet sich auf der kleinsten der vier japanischen Hauptinseln, Shikoku (四国). Shikoku heißt wörtlich vier Länder und auf der Insel befinden sich vier der 47 Präfekturen Japans . Bei Kyûshû (九州; wörtl.: Neun Provinzen) haut das nicht mehr so hin. 😉 Positionstechnisch liegt Shikoku, durch das Meer von der Haupt-Hauptinsel getrennt, zwischen Hiroshima und Osaka (大阪).

Wir werden also am 25.3. (in nur zwei Wochen!) morgens in den Flieger nach Matsuyama (松山) in Ehime steigen. In Matsuyama selbst gibt es einiges zu sehen, z.B. eine Burg und einer der Onsen, von dem das Badehaus in “Chihiros Reise ins Zauberland” inspiriert wurde. Die erste Nacht übernachten wir in Matsuyama, und am nächsten Morgen werden wir noch ein wenig durch Ehime kurven, um dann weiter in den Süden der Insel zu fahren: Nach Kôchi (高知), was eine weitere Präfektur ist. Dort gibt es, wie auch in Ehime, tolle Natur zu bestaunen. Die zweite Nacht werden wir in Kôchi verbringen, bevor wir am Montag vom dortigen Flughafen aus wieder nach Tokyo fliegen.

四万十川

Klingt nach einem Plan, oder? 😀

Ich freue mich natürlich auf die Reise, mein Mann freut sich noch mehr – schließlich muss er nicht nach Kyoto. 😉 Wahrscheinlich werde ich die Kyoto-Reise aber nachholen, notfalls halt ohne ihn.

Habt ihr schon einmal eure Reisepläne drastisch geändert? 🙂

 

Wie man im Ausland an einen neuen Pass kommt.

2011 habe ich geheiratet, und meinen Nachnamen geändert. Im Zuge dessen musste natürlich ein neuer Reisepass her. Eben diesen habe ich in Deutschland ganz regulär beantragt und bekommen.

Es gibt verschiedene Wege, einen Japaner zu heiraten und dann das Visum für Japan zu beantragen. Wir haben in Japan geheiratet, und ich bin danach noch einmal für zwei Monate nach Deutschland gegangen, um dort alles richtig eintragen und klären zu lassen. Leider gibt es immer wieder Probleme, wenn Leute mit einem Touristenvisum nach Japan einreisen und dann dort auf ein Ehegattenvisum wechseln wollen – So z.B. bei Yoko von Lost in Japan dieses Jahr. Deswegen würde ich jedem raten, das Visum nach Möglichkeit bei der japanischen Botschaft in Deutschland zu beantragen. Geht viel schneller als in Japan, und ist sicherer.

Aber zurück zum Reisepass. Da ich bei meiner Hochzeit unter 24 Jahre alt war, bekam ich lediglich einen Pass für sechs Jahre. Das ist in Deutschland so geregelt, den Grund kenne ich aber nicht – weil sich das Gesicht noch verändert? Auf jeden Fall musste ich diesen Pass dieses Jahr erneuern lassen, denn ohne einen gültigen Pass möchte ich nicht unbedingt im Ausland leben. 🙂 Das heißt aber auch, dass ich meinen Pass im Ausland ausstellen lassen muss, und zwar in Tokyo.

pass

Was braucht man alles?

Man braucht verschiedene Dokumente, von denen mindestens eines zwingend aus Deutschland kommt. Ich habe auch dieses Mal Hilfe von meinen Eltern bekommen. Ansonsten kann man inzwischen auch viel online beantragen und sich zuschicken lassen.

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Bisheriger Reisepass
  • Geburtsurkunde (Beglaubigte Abschrift des Geburtenregisters)
  • Aufenthaltserlaubnis (Residence Card)
  • Abmeldebestätigung, falls man abgemeldet ist und das noch nicht im Pass vermerkt ist
  • Passfoto
  • Falls man verheiratet ist: Deutsche Eheurkunde oder Koseki Tôhon (戸籍謄本)
  • Ggf. Bescheinigung über die Namensführung

Die Abschrift des Geburtenregisters ist, was meine Mama für mich besorgt hat. Das Geburtenregister befindet sich im Geburtsort, und wird vom Bürgeramt dort ausgestellt. Ich bin glücklicherweise in Berlin geboren (Pankow), von daher war der Weg nicht allzu weit. Nächstes Mal werde ich es trotzdem irgendwie online versuchen, muss ja nicht jedes Mal meine Mama durch die Gegend schicken.

Meine Abmeldebestätigung habe ich als Scan in der Cloud, und könnte sie jeweils ausdrucken. Falls man nicht aus Deutschland abgemeldet sein sollte, ist die Botschaft übrigens nicht für einen zuständig. Falls man trotzdem dringend einen Pass in Japan ausgestellt bekommen möchte, kostet das noch einmal 60€ extra.

Um meine Ehe und meine Namensänderung zu bescheinigen, habe ich das Familienregister (戸籍謄本 Koseki Tôhon) meines Mannes verwendet. Jede/r Japaner/in hat ein Familienregister, in dem man auch als ausländischer Ehepartner aufgeführt ist, und das man als Familienmitglied ohne Probleme bekommen kann. Für das japanische Familienregister wird keine zusätzliche Übersetzung benötigt.

Außerdem braucht man auf jeden Fall einen Termin! Termine bekommt man recht bequem über die Seite der deutschen Botschaft in Tokyo.

Wie teuer ist ein Pass und wie lange dauert es?

Ein Pass kostet zwischen 58,50€ und 102€. Für das Expressverfahren zahlt man noch einmal 32€ mehr, wenn die Botschaft eigentlich gar nicht für einen zuständig ist, weil man noch in Deutschland gemeldet ist, zahlt man 60€ drauf. Eine Übersicht findet ihr auf der Seite der deutschen Botschaft. Ich konnte mit meiner Kreditkarte bezahlen, mir wurde aber gesagt, dass das nicht immer funktioniert – nehmt also Bargeld (Yen) mit!

Man kann den Pass etwa vier bis fünf Wochen nach der Beantragung abholen, wenn man für das Expressverfahren bezahlt hat, auch schon nach etwa zwei Wochen. Wenn der Pass bei der Botschaft abgeholt werden kann, erhaltet ihr eine Email.

Was mache ich mit meinem Visum?

Das Visum für Japan klebte damals im Pass. Jedes Mal, wenn man ein neues beantragte, sammlten sich die Aufkleber an. Inzwischen ist das nicht mehr so, denn jetzt ist die Residence Card das Visum. Man muss also nichts umkleben lassen. 🙂

Das ist übrigens ein guter Grund, warum die Adresse auf eurer Residence Card immer aktuell sein sollte: Wenn ihr sie irgendwo verlieren solltet, bekommt ihr sie mit eurer aktuellen Adresse drauf höchstwahrscheinlich zurück. Um eine neue Residence Card zu beantragen, müsst ihr zur Einwanderungsbehörde, die Adressänderung macht hingegen euer Bürgeramt um die Ecke. Lieber einmal 15 Minuten warten als woanders viel viel länger. Es gibt auch Bürgerämter, die am Wochenende oder bis spät abends offen haben! 🙂

Ich muss meinen Pass schnell beantragen, aber bis die Dokumente aus Deutschland ankommen dauert es noch ein paar Wochen…

Lasst euch PDF-Versionen eurer Papiere zusenden. Meine Abschrift aus dem Geburtenregister hat es auch noch nicht zu mir geschafft, man kann den Antrag auch auch mit Kopien stellen. Nur bei der Abholung muss man dann die Originaldokumente mitbringen.

Wie erkläre ich einem japanischen Fotografen, was für Fotos ich brauche?

Auch für den japanischen Pass werden biometrische Fotos benötigt. Ihr könnt also zu jedem Fotografen gehen und nach Passfotos fragen. Falls sich euer Fotograf unsicher sein sollte: 4,5 x 3,5cm, euer Gesicht sollte 70-80% des Fotos einnehmen, heller Hintergrund.

besucher

Ich muss zugeben, dass ich mit der deutschen Botschaft nicht immer die besten Erfahrungen gemacht habe, aber diesmal bekam ich am Telefon hilfreiche Auskünfte und auch bei der Botschaft selbst war alles ok! 🙂

Die deutsche Botschaft in Tokyo ist übrigens nicht für alle Deutschen in Japan zuständig, sondern nur für die Bewohner der folgenden Präfekturen: Akita, Aomori, Chiba, Fukushima, Gunma, Hokkaido, Ibaraki, Iwate, Kanagawa, Miyagi, Nagano, Niigata, Saitama, Shizuoka, Tochigi, Tokyo, Yamagata, Yamanashi.

Um den gesamten Rest kümmert sich das Generalkonsulat Osaka-Kobe.

Ich hoffe, dass ich jemandem die Nervosität nehmen konnte. 🙂 Augen zu und durch, und dann seid ihr es erst einmal zehn Jahre lang los.

Wenn der Rücken knarzt.

Am Samstag Morgen erwachte ich mit Schmerzen in der linken Schulter und den daraus resultierenden Kopfschmerzen. Das passiert manchmal, wenn ich komisch schlafe. Dann werden Körperteile auf einer Körperhälfte taub, und insgesamt ist es eher unangenehm. Mein Mann geht eigentlich immer direkt davon aus, dass meine Beschwerden von einem Hirntumor oder etwas ähnlich beängstigendem ausgelöst wurden.

Leider brachten weder Yoga, noch eine Massage von meinem Mann, noch ein heißes Bad die erhoffte Erlösung. Letztendlich war der Samstag für die Katz. Das ist immer sehr unschön, denn wenn, dann soll das doch bitte unter der Woche passieren und nicht an meinen freien Tagen?! Mein Körper ist da leider sehr rücksichtslos.

Am Sonntag war leider auch nicht alles schlagartig besser, aber nach noch mehr Yoga war ich zumindest bereit, mich ins Fitnessstudio zu schleppen. Rückenschmerzen sind schließlich oft Durchblutungsproblemen geschuldet, da hilft Sport. Tatsächlich ging es mir nach dem Sport schon viel besser, und als ich heute Morgen aus dem Bett stieg, waren sämtliche Schmerzen wie weggeblasen.

Nur doof, dass heute schon wieder Montag ist, meine Rückenschmerzfreiheit machte also nur das alltägliche Gequetsche in der Bahn nicht schlimmer, als es sowieso ist. Dieses Wochenende war eindeutig die Revanche für das letzte, hervorragende. 🙁

Leidet ihr unter Rückenschmerzen und wenn ja, was ist euer Geheimrezept?

Das Monsterpaket der japanischen Süßigkeiten.

Vor unserem Umzug bekam ich von meiner lieben Freundin Julia* ein riesiges Paket mit allerlei leckeren Dingen aus Deutschland. Klar, einiges bekommt man hier auch, aber längst nicht alles. Während das Bier schon längst ausgetrunken ist, haben wir noch viele Packungen Knödel (liebe Leute, in nächster Zeit bitte keine mehr mitbringen!), ein wenig Schokolade und Saucenmischungen zuhause.

* Julia hat mein Hochzeitskleid genäht und war im Frühjahr 2016 mit mir in Sendai. 🙂

Nach diesem phänomenalen Paket wollte ich eigentlich direkt etwas zurückschicken, aber es passte einfach immer nicht. Im durchschnittlichen japanischen Supermarkt gibt es einfach nicht die riesige Bandbreite der japanischen Süßigkeiten. 🙁 Wirklich, die Auswahl ist eher begrenzt, vor allem, wenn man nach wirklich japanischen Sachen sucht.

Das Problem löste sich, als wir endlich genug Zeit und Energie hatten um zu ドン・キホーテ (Don Quijote) zu fahren. Neben allem möglichen Schnickschnack gibt es dort meist auch riesige Süßigkeitenabteilungen. 🙂 Nach einem ausgedehnten Einkauf dort und einem kleinen bei どんぐり共和国 (Donguri Kyôwakoku), dem Ghibli-Laden, sah das Paket so aus:

fresspaket

Ich wollte natürlich nicht ganz normalen Süßkram verschicken. Den gibt es ja auch in Deutschland. Also habe ich bewusst nach Sachen gesucht, die es so wahrscheinlich nur in Japan gibt. Das einige mehr, das andere vielleicht weniger lecker. 😉

Ganz ehrlich weiß ich gar nicht mehr so genau, was alles in dem Paket war, deswegen beschreibe ich mal das, was man auf dem Foto auch sehen kann.

ベビースター ラーメン & Chocolate (Baby Star Ramen & Chocolate)

Trocknene Ramen gibt es in Japan ganz regulär als Knabberzeug zu kaufen. Zum Valentinstag gehört Schokolade. Das folgliche Ergebnis? Ramennudeln mit Schokolade, die man sogar mit Förmchen in Herzform bringen kann.

Jagabee バターしょうゆ味 (Jagabee Butter-Sojasaucen-Geschmack)

Jagabee sind Kartoffelsticks mit Geschmack. Ich mag ganz gern, mein Mann atmet sie nur so ein, und diese hier sind in einer Geschmacksrichtung, die in Japan zwar super typisch ist, in Deutschland aber eher unbekannt sein dürfte: Butter mit Sojasauce. Gestern aß ich Hähnchen mit Butter-Sojasaucen-Geschmack, bei uns gibt es auch Spaghetti (Rezept hier!) damit. 😀

KitKat桜きなこ (Kitakat Sakura-Kinako)

Dass Japan eine vielfältige Auswahl an KitKat-Sorten zu bieten hat, wisst ihr inzwischen wahrscheinlich. 😉 Es gibt aber natürlich nicht nur die lokalen KitKats, sondern auch zeitlich begrenzt verfügbare. Jedes Jahr im Frühjahr gibt es KitKats mit Sakura-, also Kirschblütengeschmack. Wonach Kirschblüten genau schmecken, weiß ich noch immer nicht. 😀 Dieses Jahr kommt zu der Kirschblüte noch Kinako, ein geröstetes Sojamehl. Es wird oft mit 餅 (Mochi), runden Klebreisbällen, gegessen.

黒いコアラのマーチ & コアラのマーチいちご (Schwarze Koalas & Erdbeer-Koalas)

Koalas gibt es auch in Deutschland, ursprünglich stammen sie aber aus Japan. 🙂 Ich mochte Koalas damals super gern, weil sie erstens schmecken und zweitens war immer ein kleines Spielzeug dabei. Inzwischen interessiere ich mich nicht mehr so sehr für das Spielzeug, kann die Koalas aber in Rekordgeschwindigkeit verputzen. Die schwarzen Koalas sind mit einer Kakao-Hülle und Milchcremefüllung, die Erdbeer-Koalas sind selbsterklärend. 😀 In Japan heißen sie übrigens コアラのマーチ (Koara no Mâchi; Koala-Marsch).

たこやき亭 (Takoyaki-tei)

Takoyaki sind eine Spezialität, die man oft auf Sommerfesten isst. Eine Mischung aus Teig und Oktopus (たこ Tako) wird in runden Formen gebraten. Heraus kommen Oktopusbällchen, die mit Sauce gegessen werden. 🙂 Das hier ist die Knabberzeugversion davon.

温かしょうがのど飴 (Wärmende Ingwer-Halsbonbons)

Die sind unter dem Stift und der Katze versteckt. 🙂 Wenn man in Japan krank wird, gibt es nur einen Weg, wieder gesund zu werden: Ingwer! Es gibt drei Sorten Bonbons, jeweils natürlich mit Ingwer: Mit Honig, mit Yuzu (einer Zitrusfrucht) und mit Kumquats. Ich persönlich bin ein großer Fan von sowohl Ingwer als auch Honig als auch Yuzu, und rette mich eigentlich jedes Jahr mit ihnen durch den ekligen tokyoter Winter.

すっぱムーチョ さっぱり梅味 (Suppa Mûcho erfrischende Pflaume)

Suppa Mûcho sind eigentlich säuerliche Kartoffelchips mit Essiggeschmack. Das hier ist die Kartoffelstick-Version mit Pflaumengeschmack. 😀 Das Wort 梅 (Ume; Pflaume) bedeutet in Japan übrigens meist nicht dasselbe wie in Deutschland, sondern bezieht sich auf 梅干し (Umeboshi), das sind in Salz und Shiso eingelegte Pflaumen. Auch die Pflaumen sind nicht dieselben wie in Deutschland, und nicht so süß. Dementsprechend sauer und salzig ist das. 😉 Im Frühjahr gibt es viel mit Pflaumengeschmack, das ganze Jahr über findet man Pflaume in Reisbällchen (おにぎり Onigiri) und im Alkohol (梅酒 Umeshu).

じゃがチョコ (Jaga-choko)

Jaga kommt von じゃが芋 (Jagaimo; Kartoffel*), Choko von Schokolade. Es sind wieder einmal Kartoffelchips! 😀 Diesmal mit Schokoladenbezug. Klingt vielleicht etwas eigenartig, schmeckt aber wirklich gut.

* Jagaimo bezeichnet die Kartoffeln, wie wir sie kennen. Es gibt hier auch viele Süßkartoffeln, etc., die alle unter 芋 (imo) zusammengefasst werden.

ふりかけ (Furikake)

In der Packung mit Rilakkuma verstecken sich verschiedene Sorten Furikake. Japaner essen viel weißen Reis, und weil das durchaus langweilig werden kann, streut man mit Furikake Geschmackspulver oben drauf. Die gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, von Lachs, über Curry bis Seetang mit Ei. Jede Sorte hat eine andere Farbe, weswegen auch gern damit dekoriert wird.

羊羹 (Yôkan)

Yôkan sind eine traditionelle japanische Süßigkeit aus Zucker, Adzuki-Bohnen und Kanten, einer Art Gelatine aus Alge. Ist also sogar vegan. 🙂 Ich weiß gar nicht, wie ich den Geschmack beschreiben soll, aber in Aktion seht ihr es in diesem YouTube-Video von EatLazy!, dem Kanal eines lieben Lesers. 🙂 Ich persönlich mag Yôkan und auch alle anderen traditionellen Süßigkeiten super gern, aber es ist möglicherweise ein Geschmack, an den man sich erst gewöhnen muss. Wenn ihr in Japan seid, probiert es auf jeden Fall!

金平糖 (Konpeitô)

Wer hat “Chihiros Reise ins Zauberland” geguckt? Die Rußmännchen, die im Boilerraum arbeiten, essen eine sternförmige, bunte Süßigkeit: Das ist Konpeitô. Die Portugiesen brachten 1569 Konfekt nach Japan. Damals gab es aber noch keine zuckerverarbeitende Industrie in Japan, weswegen Konpeitô sehr wertvoll war. Einige Jahrhunderte später war es dann eine ganz normale Süßigkeit und heute füttern wir die Rußmännchen damit. 😉 Konpeitô besteht übrigens aus 99% aus Zucker.

Natürlich war noch mehr im Paket, unter anderem Schokobällchen mit Erdbeergeschmack (gabo ball), Pflaumenbonbons (小梅 Koume; kleine Pflaume) und Brezelsticks mit Süßkartoffelgeschmack (Pretz おさつ; Pretz Süßkartoffel). Aber erstens habe ich davon keine Fotos und zweitens war das schon ziemlich viel. 😉 Wer japanische Süßigkeiten in Aktion sehen will, kann das bei EatLazy! und den Senpai Notice Meal-Videos von Breeding Unicorns tun.

Habt ihr eine japanische Lieblingssüßigkeit? Und was gibt es bei euch für eigenartigen Süßkram? 🙂