Bye-Bye.

Gestern war traurig, denn die japanische Erzieherin meiner Gruppe hatte ihren letzten Arbeitstag.

Wir haben seit letztem September zusammen gearbeitet, und jeden Tag fünf Stunden miteinander verbracht. Richtige Freundinnen* sind wir zwar nicht geworden, aber manchmal wird auch erst mit einem Verlust klar, wie sehr man jemanden schätzt. Das klang jetzt dramatischer, als es ist. 😉 Als sie heute nicht da war, war das trotzdem unglaublich komisch.

* wir mögen uns sehr, aber wir haben uns noch nie außerhalb der Arbeit getroffen. Das meinte ich.

Als Abschiedsgeschenk habe ich ihr Schokolade (Ritter Sport Minis und Lindt Erdbeer-Schokolade) geschenkt, von ihr gab es für alle niedliche Socken und eine kleine Abschiedskarte. Wir sind schließlich ein ziemlicher Mädelsverein (zwei Herren gegen zehn Damen), da passt das.

Heute war dann natürlich auch gleich die Hölle los, mit zwei fehlenden Erzieherinnen und einer fehlenden Englischlehrerin, verspäteten Bahnen und dem generellen Wahnsinn. Ein Glück ist jetzt erstmal ein langes Wochenende…

Deutschland in Japan: Wachsmalstifte.

Letzte Woche regnete es einige Tage, und so konnten wir die Zeit nicht draußen verbringen. Stattdessen druckte ich Ausmalblätter aus, mit einem Frosch mit Regenschirm.

Alle Kinder in meiner Gruppe müssen einen Wachsmalstiftkasten mit zwölf Farben haben, und während wir letztes Jahr nur langweilige japanische Kästen hatten, haben dieses Jahr gleich zwei Mädchen Stockmar-Kästen.

Nicht, dass ich von der Firma schon mal gehört hätte, aber ich habe mich gefreut, vor allem weil die Farben und generell alles auf Deutsch geschrieben ist. Hach, Zitronengelb…

In einigen Läden habe ich übrigens auch Fineliner und natürlich Faber-Castell-Aquarell-Buntstifte gesehen. Aus Deutschland kommt eben mehr als nur Bier. 😉

Diesmal sind’s die Augen.

Seit letztem Dienstag hatte ich rote Augen. Das ist in sofern beachtlich, dass meine Augen widerstandsfähig sind und eigentlich nie rot werden.

Am Sonntag hatte ich dann genug, und auch ein wenig Sorge, und begab mich zum Augenarzt, der glücklicherweise am Sonntag Vormittag geöffnet hat. Dort wurden meine Augen mit Luft bepustet, meine Augenlider hochgeklappt (bäh) und festgestellt, dass es wahrscheinlich eine allergische Reaktion auf irgendetwas ist. Große Klasse.

Augentropfen habe ich natürlich auch bekommen, gleich drei verschiedene. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in Japan mehr verschiedene Medizin ausgegeben wird als in Deutschland…

Auf jeden Fall jetzt jeden Tag vier Mal drei verschiedene Augentropfen, mit jeweils fünf-minütigem Abstand. So macht das doch Spaß!

(Und jetzt gehe ich zum Handy-Laden, in der Hoffnung, dass die mir mein Bluetooth reparieren können – das will seit gestern nämlich plötzlich gar nichts mehr.)

Ach, Japan.

Das wollte ich schon seit Ewigkeiten mal hochladen, habe aber immer vergessen ein Foto zu machen.

Das ist ein Foto von einem Getränkeautomaten auf einem Bahnsteig. In den größeren gibt es auch immer Mülleimer, damit man Flaschen, Dosen und PET-Flaschen entsorgen kann.

Soweit so gut.

Was man nicht so gut sieht ist, dass alle drei Einwurflöcher in denselben Müllsack führen. Warum? Keine Ahnung. PET-Flaschen, Glas und Dosen werden eigentlich getrennt entsorgt. Ein unlösbares Rätsel. Vielleicht.

Ach, Japan, warum einfach wenn’s auch schwer geht.