Miyakojima, Tag 3, Teil 1.

An unserem dritten Tag in Okinawa gab die Sonne endlich ihr Bestes. Wir beschlossen also, uns für den ganzen Tag ein Auto zu mieten, und brausten mit heruntergekurbelten Fenstern über die Insel. Während wir anfangs noch Jacken anhatten, wurde es bis zum Mittag immer wärmer, bis ich selbst im T-Shirt ziemlich schwitzte. Hervorragend! 🙂

Nach dem Frühstück machten wir uns aber zuerst kurz auf die Suche nach einem Steg, den wir vom Hotelzimmerfenster aus gesehen hatten. Dort angekommen trafen wir auf eine Familie aus der Nähe Tokyos, die mit uns im Flieger gesessen hatte (man erinnerte sich an uns, wir sind leider mit Gesichtern ziemlich schlecht). Die Tochter des Ehepaares verriet uns, dass an eben dieser Stelle morgens Meeresschildkröten anzutreffen sind, weil sie zum Frühstücken in die Nähe der Küste kommen. 🙂

Leider hatten wir keine Schwimmsachen dabei, außerdem hatten wir für diesen Morgen bereits einen anderen Plan.

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Unser erster Halt war eines der Wahrzeichen Miyakojimas, der Sunayama Beach (砂山ビーチ). Nicht nur ist der Strand dort wunderschön weiß und das Meer fantastisch blau, die Wellen haben auch eine Öffnung ins Vulkangestein geschlagen, die einiges hermacht.

Als wir ankamen, konnten wir noch ganz unbehelligt die wogenden Wellen beobachten, doch als wir gingen, kamen uns auf dem sandigen und daher beschwerlichen Weg nach oben recht viele Leute entgegen.

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Nachdem wir den Sand aus unseren Turnschuhen gekippt hatten, stiegen wir wieder in unseren kleinen Leihwagen um weiter in den Westen der Insel, nach Nishi-Hennazaki (西平安名岬), zu fahren. Falls sich jetzt jemand fragen sollte „Moment mal, wart ihr nicht am Tag davor schon an einem Ort, der so hieß?“: Ja, wir waren am Samstag in Higashi-Hennazaki (東平安名崎), was aber am anderen Ende der Insel liegt. Higashi bedeutet „Osten“, Nishi „Westen“. 🙂

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Nishi-Hennazaki hat weder einen Leuchtturm, noch ist es ganz so dem Wetter ausgesetzt wie sein Counterpart. Wegen letzterem ist die Vegetation hier auch ausgeprägter. Hier gibt es nicht nur Gräser, sondern richtige hohe Büsche. Ganz in der Nähe befindet sich auch eine imposante Brücke zur Insel Ikejima (池間島).

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Ikejima selbst ist leider nicht allzu spannend, es gibt einige kleine Souvenirläden, eine Schule und eine Straße, die um die Insel führt, aber wenn man schon mal in der Nähe ist… 🙂 Außerdem hatten wir schließlich viel Zeit, und allein mit offenen Fenstern durch die Landschaft zu düsen machte viel Spaß.

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Von den vielen Fischen hatten wir leider noch kaum etwas gesehen. Um diesen Umstand zu ändern, fuhren wir zum Miyakojima Kaichū Kōen (宮古島海中公園; Park im Meer Miyakojima). Das ist eine relativ kleine Anlage unter dem Meeresspiegel, mit Fenstern ins Wasser ausgestattet. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, 1000¥ (ca. 7,50€), und wahrscheinlich sieht man bei schlechtem Wetter auch nicht viel, aber wir hatten wirklich sehr viel Spaß dabei den Fischen bei ihrem Treiben zuzusehen und sie zu identifizieren. Es war wunderbar, wie ein Aquarium, aber mit ausreichend Platz für die Tiere. Leider kann man das wahrscheinlich in Tokyo nicht replizieren.

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Weiter ging es auf unserer Rundreise über Miyako und ihre benachbarten Inseln. Das obere Foto wollte ich euch zeigen, weil es absolut typisch ist: Auf der gesamten Insel wird Zuckerrohr (jap. サトウキビ Satōkibi) angebaut. Es hat dort wohl ideale Bedingungen um zu wachsen. Bei so viel Wärme und Sonne ist das kein Wunder, da fühle ich mich auch pudelwohl. 😉 Die riesigen Felder, die ein wenig an Maisfelder erinnern, und der blaue Himmel haben mein Bild von der Insel wohl ebenso geprägt, wie das wunderschöne blaue Meer.

Da dieser Beitrag etwas lang wird, beende ich ihn hier. Nächstes Mal geht es am selben Tag weiter. 🙂

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