Unser sehr produktiver Sommerurlaub.

mission from god

Blues Brothers © United International Pictures

Unsere fünf Tage Sommerurlaub sind vorbei. Wie angekündigt fuhren wir nirgendwo hin, und angesichts des absoluten Mistwetters in Tokyo war das auch gut so.

Statt in der Weltgeschichte herumzugurken, parkten wir also auf dem Sofa, und schauten in fünf Tagen zehn Filme. Ganz kurz:

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (時をかける少女): Ganz hübsch gemacht, aber die Hauptfigur war mir etwas zu dumm, und mein Mann fand die Zeitreisen in Zurück in die Zukunft realistischer. 😉

Das Schloss des Cagliostro (ルパン三世 カリオストロの城): Inzwischen fast 40 Jahre alt, merkt man dem Film sein Alter in der Animation durchaus an – abgesehen davon, ist er aber ziemlich zeitlos witzig.

La La Land: Die DVD kam Anfang des Monats heraus, und da ich den Film schon im Kino so toll fand… 🙂 La La Land darf mich gern immer wieder verzaubern.

Einfach zu haben (Easy A): Haben wir geguckt, weil Emma Stone drin war. Eindeutig für jüngere Menschen gedacht, aber trotzdem ganz witzig.

Crazy, Stupid, Love.: Auch diesen Film haben wir wegen Emma Stone geguckt, aber er war witziger und liebevoller als Easy A.

Honnoji Hotel (本能寺ホテル): Ein Hotel ist über einen magischen Aufzug mit dem Honno-Tempel von 1582 verbunden. Normalerweise würde ich euch hier kurz erklären, was im Honno-Tempel 1582 geschah, aber dieser Film war so dermaßen schlecht, dass ich mir jegliche Erinnerung daran ersparen will.

Die Jones – Spione von nebenan (Keeping up with the Joneses): Haben wir nach 15 Minuten ausgemacht, weil der Film dermaßen vorhersehbar war, dass wir uns die restlichen 90 Minuten sparen konnten. Zu meiner Verteidung: Den Film hatte mein Mann ausgesucht.

Ich – Einfach unverbesserlich (Despicable Me): Noch immer witzig.

Blues Brothers: Noch immer toll, auch wenn wir uns nicht daran erinnern konnten, dass es abseits von der Musik so viel Story gab…

WALL-E: Dieser Film hat uns absolut verwirrt. Für wen wurde dieser Film gemacht? Und warum gibt man einem Aufräumroboter eine künstliche Intelligenz, die sich verlieben kann? Und — warum, Pixar?!

Wie ihr seht war es weniger ein internationales und mehr ein japanisch-amerikanisches Filmfest. 😀

dschingis khan

Natürlich saßen wir nicht nur auf der Couch, am Samstag fuhren wir etwas nach draußen, um Dschingis Khan (ジンギスカン) zu essen. Dschingis Khan ist Lamm- und Schaffleisch, das man sich selbst auf einer heißen Platte brät. Das ziemlich kühle Wetter (Tiefsttemperaturen unter 25°C) passte hervorragend dazu.

Wäre der ewige Winter endgültig über uns hineingebrochen, hätten wir das auch überlegt, denn direkt vor dem Restaurant liegt die Shirase vor Anker. Die Shirase war ein Eisbrecher der japanischen Selbstverteidungsstreitkräfte, und fuhr in die Antarktis. Als der Preis für Altmetall sank, sah man davon ab sie zu verschrotten, und so kann man sie jetzt besichtigen.

shirase

Was wir ansonsten noch taten: Wir lernten Deutsch (Menschen A1.1 Lektion 7, wir kommen 😉 ), fuhren zu einem der vielzähligen Outlet Parks, wo ich ein Kleid, das ursprünglich 56,000Yen (430€) gekostet hat, für 9000Yen (ca. 70€) erstand, und aßen viele Süßigkeiten.

Apropos Süßigkeiten: Ab nächstem Monat wollen wir schauen, dass wir es mal wieder ins Fitnessstudio schaffen. Ein zweiter Anlauf, hoffentlich kommt uns diesmal nichts dazwischen.

Ich hoffe, dass ihr alle einen schönen Sommer habt. Wie lange könnt ihr euch eigentlich im Sommer freinehmen, nutzt ihr das, und wenn ja, was macht ihr? 🙂

9 Gedanken zu „Unser sehr produktiver Sommerurlaub.

  1. Holger Drechsler sagt:

    Selbst ein Roboter braucht Intelligenz und die Fähigkeit zur Liebe – es geht um nichts geringeres als AUFRÄUMEN! Ansonsten: Blues Brothers geht natürlich immer. Ich wundere mich, dass er nicht längst als Happening a la Rocky Horror Picture Show im Kino läuft. Man kann doch alles auswendig…

  2. Maike sagt:

    Hier (nördlich von Hamburg) hat es bis jetzt fast nur geregnet . Die Kinder sind angesichts der verregneten großen Ferien frustriert.
    Ich habe 3 Wochen frei.

  3. Marshmallow sagt:

    Eure filmauswahl ist wirklich sehr bunt! 😀
    Das Mädchen das durch die zeit sprang hat mich damals auch eher verwirrt zurück gelassen. Ahnlich wie das Mädchen mit dem zauberhaar…Was ich sehr schade fand da beides so liebevoll und schlüssig begann. Ich freue mich nun auf „die rote Schildkröte“ den mein Mann bestellt hat und hoffe wieder verzaubert zu werden wie zuletzt bei Erinnerungen an Marnie, den ich wirklich jedem ans herz lege (aber auch viele male zuvor… ghibli-fangirl incoming o/) es ist ein film der einfach nur schön ist. Nur das. Der einen mit so einem warmen Gefühl zurück lässt.

    Wir haben leider arbeitsbedingt getrennten Sommerurlaub, aber da sind trotzdem je zwei wochen um dem anderen mal etwas zuneigung zukommen zu lassen-im falle meines mannes etwas selbst gebackenes xD

    Lasst es euch gut gehen ihr lieben. Liebe grüße

  4. nordetrotter sagt:

    Oh, das war aber ein Filmemarathon… ! Ich kann im Sommer meist 3 Wochen frei nehmen und bin in der Regel die ganze Zeit verreist. Der Sommer hier in Mitteldeutschland ist mir viel zu schwül und ich vermisse das Wasser und die Natur. Vorgestern war hier schon ein bisschen Herbst in der Luft – ich freue mich drauf, dass die Schwüle bald endlich ein Ende nimmt. Der Herbst ist bei euch in Tokyo bestimmt auch angenehmer, oder?

  5. jenny8915 sagt:

    5 Tage hattet ihr nur? Mein Mann hat ganze 10 Tage, also bis Sonntag noch ^^
    Hier in Yokohama ist das Wetter auch so schlecht, seit Anfang August nur noch Regen und graue Wolken – zum kotzen >< Deswegen sind wir auch nur an einem Tag, wo die Sonne schien nach ドイツ村 (Doitsu Mura – deutsches Dorf) gefahren. Ansonsten Hausarbeit, Gartenarbeit… uff ^^;
    Ist La La Land wirklich so gut? Denke, ich werde es mir demnaechst mal anschauen.

    • Claudia sagt:

      Wir haben keinen festen Obon-Urlaub, sondern können den nehmen, wann wir wollen. Nur mein Büro hatte am 14. und 15. zu, deswegen hat mein Mann auch freigenommen. 🙂
      Ich mag La La Land wirklich gern!

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