In den Park!

Wie im letzten Eintrag geschrieben ist der Herbst auch bei uns angekommen. Noch ist es etwas warm für die Jahreszeit (heute 22°C in Tokyo), weswegen sich die Blätter noch grün sind.

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Das ist in Japan eine große Sache, denn nicht nur Kirschblüten im Frühling sind es wert betrachtet zu werden, sondern auch sich färbendes Laub. Im Japanischen nennt sich das 紅葉 (Kōyō oder Momiji; Purpurblätter), weil sich der japanische Ahorn sehr schön purpurrot färbt. Genau wie zur Kirschblüte füllen auch zu den Purpurblättern (ich weiß nicht, ob es einen „richtigen“ Begriff gibt 😉 ) bestimmte Regionen mit Touristen mit großen Kameras.

Aber wie gesagt, soweit ist es noch nicht. Wir waren gestern im Koishikawa Kōrakuen (小石川後楽園) gleich neben dem Tokyo Dome und haben uns ein wenig entspannt.

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In Tokyo gibt es zwei verschiedene Arten von Parks, einmal den öffentlichen Park (公園 Kōen) und dann noch den Garten (庭園 Teien). Die Gärten sind meist kleiner und man muss Eintritt bezahlen (im Fall vom Koishikawa-Kōrakuen 300Yen), aber dafür sind es sehr gepflegte Anlagen, die man sich meist nicht mit zu vielen anderen Leute teilen muss. Eine kleine Zuflucht inmitten der Großstadt.

Im Koishikawa-Kōrakuen gibt es verschiedene Pfade, die man ablaufen kann, man ist also nicht gezwungenermaßen auf derselben Route wie alle anderen Besucher. Zu sehen gibt es unter anderem die Vollmondbrücke (円月橋), die ihr oben seht. Da sie schon etwas älter ist kann sie nicht betreten werden, dafür gibt es in einem anderen Teil des Gartens eine relativ große rote Brücke, oben ähnlich gerundet wie die Vollmondbrücke. Warum man Brücken damals mit einem Buckel ausstatten musste ist mir nicht so ganz klar, es verschwendet doch wertvolle Energie. Sieht aber natürlich hübsch aus.

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Nicht nur Menschen, sondern auch allerhand Getier findet einen Garten inmitten des Trubels scheinbar sehr einladend, und scheinbar hat sich ein Reiher dauerhaft angesiedelt (zumindest sahen wir ihn die letzten Male immer). In den Gewässern des Gartens finden sich kleine Schildkröten, Koi-Karpfen, die sofort angeschwommen kommen, wenn man sich ihnen nähert,  und weitere Fischarten.

Am Wochenende bieten Freiwillige auch kostenlose Touren (auf Japanisch) durch den Park an, man muss sich dafür wohl am Eingang melden. Informationen zum Park gibt es in einer Broschüre auch auf Englisch.

Für alle, die genug davon haben sich auszuruhen, befindet sich ganz in der Nähe der Tokyo Dome mit der Tokyo Dome City und vielen Geschäften und vielen Menschen.

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