Film: Zombies im Regen.

Letzten Samstag waren wir in Shinjuku im Kino, um キツツキと雨 (Kitsutsuki to Ame) zu gucken. Obwohl die Kritiken sehr gut sind, lockte er scheinbar nicht genug Menschen in die Kinosäale und wird derzeit nur noch in drei Kinos in Tokyo gezeigt.

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©角川映画

キツツキと雨 Kitsutsuki to Ame (2011) (Trailer)

Regisseur: Okita Shûichi (auch: Nankyoku Ryôurinin)

Darsteller: Oguri Shun, Yakusho Kôji

Der junge und von Selbstzweifeln geplagte Regisseur Tanabe Kôichi kommt in ein kleines Dorf um einen Zombiefilm zu drehen, und trifft dabei auf den Waldarbeiter Katsuhiko, der seit dem Tod seiner Frau nur noch vor sich hin lebt. Katsuhiko hilft bei der Suche nach Schauplätzen und rekrutiert das gesamte Dorf als Zombies, und hilft so Kôichi und sich selbst, Selbstvertrauen zu fassen.

Persönliche Meinung: Auch wenn der Film nicht ganz so lustig wie der Trailer war, und sich mehr auf die beiden Hauptcharaktere und weniger auf den Zombiefilm konzentrierte, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Richtig lustig wurde der Film zwar nur in den Zombieszenen, und Kôichis Problem wurde etwas oberflächlich dargestellt, aber gut war’s trotzdem.

Filme, die ich dringend gucken muss: テルマエ・ロマエ (Thermae Romae; Trailer), mit Abe Hiroshi, der vom antiken Rom plötzlich nach Japan kommt.

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0 Gedanken zu „Film: Zombies im Regen.

  1. calichino sagt:

    Ich habe mir den Trailer von „Thermae Romae“ angesehen – 😀 Natürlich verstehe ich nichts, gar nichts, obwohl ich mal in der Schule Japanisch hatte. Aber die Bilder sprechen für sich. Viele Grüße, Cali

  2. Sem sagt:

    „Thermae Romae“ als Film klingt sehr lustig, wenn auch völlig bizarr. Warum ist er größer als die Japaner? Ich weiß, dass das genau als Gag herhalten muss. Aber in Rom waren die Menschen durchschnittlich 1,50m groß. Er wäre selbst da ein Riese gewesen und an die Merkwürdigkeit seiner Größe gewöhnt. Und warum benimmt er sich wie ein Urmensch und nicht wie ein Demokrat, ein Bürger einer Republik?

    Jedenfalls scheint der Film auf Klischees von einem (absichtlich) missverstandenem Rom zu bauen, die dem heutigen Japan in seiner Absurdität den Spiegel vorhalten sollen. Das verspricht spaßig zu werden. Wie Zeitreisen es ja fast immer sind. Ich mag solche Filme gern.

    • 西の魔女 sagt:

      Ich glaube nicht, dass der Film eine genaue Darstellung der Römer abliefern will 😉 Als er aus dem japanischen Bad kommt (beim ersten Mal) gibt es sogar einen erklärenden Pfeil, dass er ein „antiker Römer“ ist. Dass er sich für die Toiletten usw. dermaßen interessiert ist aber klar, denn er ist Ingenieur für Bäder. =) Ich freu mich auf jeden Fall drauf.

      • Sem sagt:

        Davon ging ich auch gar nicht aus. Immerhin sprechen die Römer Japanisch und sehen auch sonst etwas anders aus, als ich von Darstellungen von Vasen u.ä. her kenne ;-). Ich meinte ja auch, dass dies eine Überzeichnung für die Witze über das heutige Japan sind. Das macht ja auch den Reiz von solchen Geschichten aus.

        Das sind also die ältesten Witze, die wir in der modernen Zeit kennen: Fäkalhumor und sexuell mehrdeutige Witze. Das mochte ich an Japan auch schon immer gern: diese wunderbare Verklemmtheit. Das scheint mir aber im Film – jedenfalls in dem Trailer – eher mit einem nachsichtigen Blick betrachtet zu werden; so ernsthaft wie er an seine Arbeit geht. Ich fände spannend zu sehen, wie das heutige Japan eben mit dem ernsthaften Interesse des Römers umgeht. Immerhin ist Japan heute, was Hygiene, menschliche Ausdünstungen und Ausscheidungen angeht, sehr prüde, ganz im Gegensatz zum antiken Rom. Ich mag die Idee. Mal sehen, wie ich an den Film komme.

        Ich wünsche viel Vergnügen. 😉

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