Vietnam, Teil 2: Hoi An.

Weil vier Tage nur Entspannung für uns etwas lang sind, haben wir an zwei Tagen die schöne Stadt Hoi An besucht.

IMGP0511Am ersten Tag fuhren wir mit dem hoteleigenen Shuttlebus am Vormittag los und nach einer kurzen Fahrt kamen wir im Herzen der Stadt an.

In Hoi An gibt es haufenweise Klamottenläden, vor allem Maßkleidung für kleine Preise. Wie die Qualität ist, wissen wir aber nicht. Nachdem ich im Vorfeld einige Horrorgeschichten gehört hatte, habe ich davon abgesehen etwas anfertigen zu lassen. Ein Strandkleidchen für umgerechnet 5€ habe ich dennoch mitgenommen. 🙂

Ansonsten haben wir uns manchmal wie Portmonees auf Beinen gefühlt, zumal um die Mittagszeit noch nicht ganz so viele Touristen unterwegs sind. Man versuchte uns also von allen Seiten Zeugs zu verkaufen und ständig hielten Taxen neben uns an – wer weiß, vielleicht fällt uns ja plötzlich ein, dass wir eigentlich woanders sein müssen.

IMGP0824Die Stadt ist wirklich sehr hübsch anzusehen, zumindest der Teil, der touristisch erschlossen ist. Gelbe Häuser, viel grün, viele Blüten und viele Laternen. Einmal im Monat werden in Hoi An Laternen den Fluss heruntergeschickt, leider haben wir es diesmal verpasst, aber trotzdem hat es uns an Laternen nicht gemangelt.

Man kann stundenlang durch Hoi An flanieren und kann unglaublich viele Eindrücke auf sich einprasseln lassen. Vor allem nach der Ruhe im Resort war das auch wirklich nötig, um das Hirn nicht faulen zu lassen. 😉

IMGP0817An unserem letzten Tag sind wir am Abend noch einmal nach Hoi An hingefahren, und ich bin doch etwas traurig geworden. Hoi An ist eine sehr fröhliche Stadt, die Leute leben draußen und es fließt eine riesige Energie durch die Straßen, ganz anders als Tokyo. Auch wenn es sich total abgedroschen anhört, die Leute dort haben sicher einen niedrigeren Lebensstandard als wir, scheinen aber glücklicher zu sein.

Wenn wir noch einmal nach Vietnam fahren sollten, dann würden wir ein Hotel in Laufentfernung zu Hoi An buchen. Das Essen war nämlich auch viel besser und günstiger als das in unserem Hotel. 😉

Vier Tage Vietnam haben vor allem meinem Mann sehr gut getan, wieder zurück in Tokyo war er viel entspannter. Ab heute geht’s bei ihm auch wieder los mit der Arbeit…

Wieder da, mit Sonnenbrand.

IMGP0372Heute Mittag sind wir wieder in Japan gelandet, nach vier Tagen reinster Entspannung. 🙂

Weil es wirklich als reinster Entspannungsurlaub geplant war, haben wir außer zwei kurzen Ausflügen nach Hoi An nicht viel vom Land und den Leuten gesehen. Wir waren eben die meiste Zeit im Resort und am Pool.

Was wir gesehen haben, hat uns aber komplett überzeugt. Es war ein wunderschöner Urlaub, auch wenn ich mir einen Sonnenbrand zugezogen habe. Das ist dann halt der Preis dafür einen Tag lang am Pool Bücher zu lesen. 😉

Hier im Blog wird es noch ein wenig ruhig bleiben, mein Mann hat noch bis zum zweiten April frei und ich fange am Montag beim neuen Kindergarten an. 🙂

Im Urlaubs-Modus.

Vorgestern war mein letzter Tag im alten Kindergarten. 🙂 Zweieinhalb Jahre habe ich dort gearbeitet und ich werde sicher noch oft an “meine” Kinder dort denken, aber zumindest am Donnerstag wurde ich nicht so richtig sentimental. Vielleicht war es dafür in letzter Zeit oft zu anstrengend, und ich werde sicher nicht alle Kinder und Eltern vermissen… 😉

Am Freitag war die Informationsveranstaltung für die Eltern im neuen Kindergarten, und soweit scheint alles gut. Die neuen Mitarbeiter sind nett, die japanischen sprechen größtenteils Englisch, die ausländischen sprechen größtenteils Japanisch und ich hoffe, dass ich mich da schnell einfügen werde.

Nach unserem Vietnamurlaub bringe ich erstmal お土産 (Omiyage; Mitbringsel) zum Bestechen mit, das wirkt immer. 😉

Ab morgen sind wir in im Urlaub, mit Strand und hoffentlich viel Sonne! In der Zwischenzeit wird der Blog brachliegen, weil ich es mit dem ganzen Stress um Schuljahresende, Jobwechsel und Visumsbeantragung nicht geschafft habe, etwas vorzutippen. Demnächst kommt das Tokyo ABC und natürlich ein wenig was über unseren Vietnamurlaub. Hoffentlich verschwindet unser Flugzeug nicht plötzlich spurlos. 😉

Bis dann!

Wie man an ein Visum für Vietnam kommt.

In zwei Wochen fliegen wir nach Vietnam, an den Strand. Nun brauchen Japaner kein Visum für Vietnam, weswegen ich davon ausging, dass ich auch keins bräuchte – schließlich bin ich Deutsche!

pass.PNGZum Glück fand ich rechtzeitig heraus, dass ich doch eines brauche. Leider hilft die Seite der Vietnamesischen Botschaft in Japan absolut gar nicht weiter, dort finden sich gar keine Informationen zu Visas. Also rief ich bei der Botschaft an, und um das anderen Leuten zu ersparen, hier eine Liste der Dinge, die man braucht um ein Touristenvisum für Vietnam zu erhalten.

① Das Antragsformular findet man auf der Seite der Vietnamesischen Botschaft in Deutschland, einfach nach unten scrollen. Notfalls könnte man die Informationen wohl auch auf ein Blatt Papier schreiben, ich habe aber lieber ein Dokument, so dass ich keine notwendigen Informationen aus Versehen auslassen kann.

② Ein Passfoto, ich habe einfach eines im Automaten anfertigen lassen. Eigenartigerweise ist auf dem fertigen Visum kein Foto, ich bin mir also nicht ganz sicher, wie es verwendet wird. Im Moment würde ich darauf tippen, dass die mein Gesicht mit dem Foto, eingespeist in ihr System, abgleichen, wenn ich ins Land einreise.

③ Reisepass. Das hat mir am meisten Kopfschmerzen bereitet, er ist aber nicht verlorengegangen.

④ Ein an sich selbst adressiertes Label für eine Nachnamesendung (着払い chakubarai), z.B. von クロネコヤマト (Kuroneko Yamato).

⑤Derzeit 8,500Yen (ca. 59,50€) in bar.

Wegen des Bargeldes muss man die Sendung als 現金書留 (Genkin Kakitome) schicken, wofür ein besonderer Umschlag verwendet wird. Es bringt also nichts einen normalen Umschlag zuhause schon vorzubereiten, man bekommt eh einen neuen.

visumDie Adresse der Botschaft lautet:

在日ベトナム大使館
〒151-0062 東京都渋谷区元代々木町10−4
Vietnamese Embassy
〒151-0062 Tôkyô-to, Shibuya-ku, Moto-Yoyogichô 10-4

Nach einer Woche des Wartens kam mein Pass gestern wieder, mit Visum. Es sieht etwas sehr simpel aus, vor allem verglichen mit meinem Japan-Visum, aber immerhin ist alles gutgegangen. 🙂

P.S.: Es gibt noch eine andere Art, an ein Visum zu kommen, und zwar sogenannte Visa on Arrival. Das habe ich aber nicht gemacht und kann deswegen nicht viel drüber sagen.