Kōbe, Teil 2: Abendessen und der Hafen bei Nacht.

Nachdem wir zum Hotel zurückgelaufen und uns etwas ausgeruht hatten, ging es in Richtung des Restaurants, in dem wir einen Tisch reserviert hatten.

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E.H Bank befindet sich, wie man am Namen vielleicht schon erkennen kann, in einem alten Bankgebäude. Mit einer echten Drehtür!

Kôbe hat unglaublich viele schöne Gebäude, vor allem im alten Wohnbezirk Kobes (神戸旧居留地), wo sich das Restaurant befindet, und im Ijinkan (異人館), über den ich noch schreiben werde. Damals kamen viele Ausländer nach Kôbe und haben die Stadtarchitektur stark beeinflusst. Deswegen ist es vielleicht für jemanden, der aus Europa besucht nicht besonders eindrucksvoll, aber wenn man sonst nur die eher hässliche Tokyoter Architektur vor der Nase hat ist das schon toll. 😉

Nach dem Essen, bestehend aus Salat, Pasta, Rind, Dessert und viel Alkohol, machten wir uns auf den Weg um den Hafen erneut zu besuchen. Auf dem Weg kamen wir an einigen schön beleuchteten Gebäuden vorbei, das Lichterfest Luminarie war leider schon vorbei. 🙁

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Der Hafen war trotzdem sehr schön anzusehen, wäre es etwas wärmer gewesen, hätten wir uns das Lichterspiel sicher länger angesehen aber so machten wir uns recht schnell auf den Weg zurück zum Hotel. Kôbe war kälter als Tokyo, und wir hatten beschlossen zu laufen…

Zurück im Hotel wärmten wir unsere Körper auf, bevor wir komplett erschöpft in die Laken sanken. Urlaub ist eben doch manchmal anstrengend. 😉

 

Kōbe, Teil eins: Nankinmachi und der Hafen.

Am Donnerstag Morgen ging es los, vom Flughafen Haneda (HND) nach Osaka-Itami (ITM). Der Flug dauerte nur etwa 70 Minuten, von denen ich die meisten schlafend verbrachte. Unser Gepäck war sehr spärlich und so konnten wir direkt, ohne auf aufgegebenes Gepäck zu warten, in den Bus nach Sannomiya (三宮) steigen.

In Sannomiya lag unser Hotel, bei dem wir unseren einen Koffer abgaben um uns dann ins Getümmel zu stürzen. Wirklich Getümmel, denn des Hotel liegt direkt neben dem Ikuta-Schrein (生田神社), der wegen der Neujahrsfeierlichkeiten sehr gut, wenn nicht gar zu gut, besucht war. Ewig lange Schlangen, viele Essenstände, zu viele Leute, weswegen wir den Bereich möglichst umlaufen sind.

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Wir machten uns zuerst auf den Weg nach Nankinmachi (南京町), der China Town Kobes. Kobe ist ziemlich konzentriert, man muss selten länger als 20 Minuten von einem Ort zum nächsten laufen. Von unserem Hotel bis nach Nankinmachi waren es zu Fuß ca. 12 Minuten.

Im Vergleich zu Yokohamas China Town ist sie kleiner, aber auch angenehmer. Wahrscheinlich, weil niemand versucht einem süße Esskastanien anzudrehen. 😉

Ansonsten unterscheidet es sich natürlich nicht wirklich, wir haben unseren Besuch trotzdem zum Anlass genommen ein bisschen etwas zu essen. Oder auch viel.

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Das Essen in solchen China Towns ist für gewöhnlich durchaus genießbar, es ist aber meist auch das einzige, was man dort tun kann. Nachdem also Nikuman, süßes Fleisch, Sesamdango und Nudeln ihren Weg in unsere Mägen gefunden hatten, ging es weiter um “was zu sehen”.

Fünf Minuten von Nankinmachi entfernt findet man den Hafen, inklusive des Memorial Parks in Gedenken an das Erdbeben von Kôbe.

Vor etwa 19 Jahren fing die Erde eines frühen Morgens plötzlich an mit einer Magnitüde von 7,3* zu beben. Viele Gebäude stürzten ein, über 4500 Menschen starben und der Hafenpark sank um 40 Zentimeter ab. Ein kleiner Bereich dieses Parks ist so erhalten, wie er nach dem Erdbeben vorgefunden wurde und Hinweistafeln erinnern an die Geschehnisse.

* Das Erdbeben im Frühjahr 2011 hatte eine Magnitüde von 9.

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Am Hafen befindet sich außerdem ein Wahrzeichen der Stadt, der Kobe Port Tower. Er war viel kleiner, als ich ihn mir vorgestellt hatte, aber da Kobe am Hang gelegen ist, kann man ihn von vielen Orten aus sehen.

Außerdem in jedem Reiseführer findet man das Mosaic, Teil des Einkaufszentrums umie. Ich weiß nicht, was genau wir uns davon versprochen hatten, aber vor allem im Vergleich zu den Einkaufszentren in Tokyo, war es recht langweilig. Fast nur Restaurants und kaum gute Läden, aber da darf man glaube ich nicht vergleichen…

Die Gegend ist ganz schön zum Herumlaufen, dummerweise hatte ich neue Stiefel an und so taten mir nach einiger Zeit einfach die Füße unglaublich weh. Also zurück zum Hotel und erst wieder raus zum Abendessen. Im nächsten Eintrag. 🙂

Unsere Neujahrsreise.

Aus arbeitstechnischen Gründen wissen wir derzeit nicht, wann wir nach Januar wieder gemeinsam Urlaub nehmen können werden. Deswegen haben wir den Plan von “Neujahr zuhause unterm Kotatsu” umgestoßen und fahren doch in den Urlaub. 🙂

Die ursprüngliche Überlegung war Taiwan, aber das war wegen des Neujahrszuschlags* und des billigen Yen mit fast 100,000Yen (ca. 700€) pro Person zu teuer für uns. Also musste etwas inländisches her, es gibt schließlich noch immer viele Präfekturen in denen ich noch nicht war.

* Fast jeder hat vom 28. Dezember bis zum 5. Januar frei.

Wir haben uns für Kōbe (神戸) entschieden. Während es auch Angebote für Reisen mit dem Shinkansen gab, haben wir etwas mehr Geld ausgegeben um via Haneda zu fliegen. Außerdem zahlen wir etwas mehr um in einem schöneren Hotel zu übernachten. Nach unserer Neujahrsreise letztes Jahr nach Korea möchten wir einfach auf Nummer sicher gehen, dass es wirklich toll wird. Außerdem feiern wir am 4. Januar auch das fünfjährige Bestehen unserer Beziehung. 😀

Kôbe sieht von dem, was wir bisher recherchiert haben, total schön aus, mit europäischen Häusern (北野異人館, Kitano Ijinkan), niedlichen Läden und Restaurants in alten Bankgebäuden. Außerdem gibt es einen Hafen und von den Bergen in der Umgebung eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt bei Nacht. Perfekt für romantische Tage.**

** Wir sind Ich bin so romantisch wie trocken Brot.

Außerdem werden wir wahrscheinlich Kobe-Rind essen, obwohl ich da um ehrlich zu sein gar nicht so scharf drauf bin. 😉

Lagebericht.

Da hatte ich zwei (für meine Verhältnisse) aufregende Wochen, mit Geburtstag und Konzert und Hochzeit und Kotatsu und Messermördern, und jetzt ist wieder totale Ruhe.

Das Bloggertreffen, das Tabibito organisiert hat, habe ich natürlich auch total verpennt. Letztes Jahr war ich kurz vorher krank geworden und dieses habe ich einfach nicht weit genug heruntergescrollt. Dabei hätte ich am Samstag Zeit gehabt, es ist schließlich wie gesagt nichts los.

  • Auf Arbeit habe ich heute meine Selbsteinschätzung abgegeben, das machen wir jedes Jahr. Dieses Jahr wird das wohl ein ziemlich langwieriger Prozess mit zwei Gesprächen bevor dann über den neuen Vertrag gesprochen wird. Das wäre insgesamt etwas spannender, wenn die Firma jemals irgendjemandem kündigen würde. Aber man kann auch in der Arbeitszeit auf der PSP zocken, kriegt man halt etwas Stress, aber der Arbeitsplatz ist sicher.
  • Am Sonntag haben wir mal überlegt, wohin wir nächstes Frühjahr reisen wollen. Resort-Urlaub in Vietnam ist von der Anreise her kompliziert, Europa ist leider sauteuer (obwohl wir knallhart drei oder vier Städte in unter zwei Wochen gemacht hätten), Amerika auch. Der Mann will nach New York, ich will nach Kalifornien (DISNEY LAND!!), aber Los Angeles ist ihm nicht sicher genug und San Jose ist fünfeinhalb Stunden vom Disney Land entfernt. Aber eigentlich ist alles viel zu teuer. Wir werden nochmal überlegen müssen wenn er endlich genau weiß wann er sich freinehmen kann.
  • Weihnachtsgeschenke sind allesamt besorgt und müssen nur noch verschickt werden. Mein Weihnachtsgeschenk für mich habe ich auch schon gekauft, darüber aber nach Weihnachten etwas mehr. Dann auch über Dinge, die ich aus Japan gerne schicke. Ich mag nämlich praktische Geschenke. Süßes Klebeband ist praktisch! 😉
  • Morgen gehe ich mit meiner Freundin Kathrin Katzen streicheln. Das ist auch mal wieder dringend nötig, mein Energietank lässt zu wünschen übrig. Aber nur noch vier Wochen bis zum Urlaub! Drei Wochen bis zur unterrichtsfreien Zeit! … Zwei Wochen bis zur Weihnachtsfeier. 🙁 Ich sehe die Katastrophe schon kommen. Keiner tanzt, keiner singt, Claudia steht dort wie ein Vollidiot.

So viel dazu, ich melde mich, wenn es etwas zu melden gibt.