Ishigakijima, Tag 2: Taketomi, Schnorcheln, Fleisch.

IMGP1221Nach einem guten Frühstück im Hotel und einer Anmeldung zum Schnorcheln am Nachmittag, stiegen wir ins Auto und ließen uns von meinem Mann zum Hafen von Ishigaki fahren.

Ishigaki ist die zweitgrößte der 八重山諸島 (Yaeyama-Shotô; Yaeyama-Inseln), einer Gruppe von zehn bewohnten und vielen mehr unbewohnten Inseln.

IMGP1280Vom Hafen aus kann man auf einige der anderen Inseln übersetzen, wir entschieden uns für die nächste: 竹富島 (Taketomi-jima; Insel Taketomi). Mit dem Boot dauert die Überfahrt etwa 15 Minuten.

Taketomi ist ein etwa 5,5km² großes erhobenes Korallenatoll und besonders wegen seinen traditionellen Häusern und Straßen bei Touristen beliebt.

IMGP1262Vom Hafen läuft man entweder eine ganze Weile ins Dorf, oder wird von Fahrradverleihern und Wasserbüffelkutschfirmen mit dem Bus gefahren. Es war zwar dank des sonnigen Wetters ziemlich heiß, wir machten uns trotzdem zu Fuß auf den Weg. Wir trafen gelegentlich auch auf die Wasserbüffelkutschen, die gemächlich durch die Straßen fuhren.

IMGP1292Charakteristisch für Taketomi sind die flachen Häuser mit roten Ziegeln und シーサー (Shîsâ; Shisa), Hund-Löwen-Hybriden, die Häuser beschützen, auf den Dächern. Außerdem sind die Mauern um den Wind abzuhalten nicht etwa fest gemauert, sondern bestehen aus lose aufeinanderliegenden Steinen. Die Straßen im Dorf sind auch nicht asphaltiert, der helle Sand ist auch für Autos fest genug.

IMGP1317Nachdem wir von einem Ausguck mit einer unglaublich steilen Treppe, なごみの塔 (Nagomi no Tô), einen Blick über die ganze Insel geworfen und uns in einem der zahlreichen Cafés mit Erfrischungen versorgt hatten, liefen wir zur 西桟橋 (Nishisan-bashi; Nishisan-Brücke, eigentlich nur eine Art Steg). Dort hat mir mein Mann vor über vier Jahren den Heiratsantrag gemacht. Nachdem wir schon alle Dokumente hatten und der Tag der Heirat feststand. 😉 Aber der Form halber war es ihm wichtig.

Ein weiterer Höhepunkt auf Taketomi ist eigentlich 星砂 (Hoshisuna; Sternensand) den man an einem der Strände finden kann – leider war er zu weit weg. Die Fähre zurück nach Ishigaki mussten wir nämlich bekommen, sonst hätten wir nicht schnorcheln gehen können.

DSC_0080Vom Hotel aus ging es dann mit Bus und Boot wieder aufs Meer. Unser erster Halt war die 幻の島 (Maboroshi no Shima; Phantominsel), doch schon auf dem Weg dorthin waren wir vom absolut klaren blauen Wasser begeistert! Im Oktober kann man beim Tauchen übrigens sogar Mantarochen antreffen. 😀 Das wäre noch einmal was.

DSC_0102Die Phantominsel heißt so, weil sie nur bei Ebbe zu sehen ist. Bei Flut verschwindet sie komplett im Meer. Durch diesen ständigen Wechsel kann man natürlich schöne Muscheln und Korallen finden oder einfach durchs flache, warme Wasser waten. Gar nicht so einfach im Tauchanzug und mit Flipflops.

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Vergrößern für Fische. 😀

Unser zweiter Punkt war dann auch die Hauptattraktion: Schnorcheln! Für mich war es tatsächlich das erste Mal seit sehr langem, wahrscheinlich meiner Grundschulzeit. In den Berliner Seen gab es auch nicht so viel zu sehen. 😉 Ganz anders in Okinawa: Bunte Fische soweit das Auge reicht! Nach der Stunde Schnorcheln war mir zwar super kalt, aber ich hätte dem Treiben sonst ewig zusehen können. 🙂

IMGP1371Um den Tag abzurunden fuhren wir abends, nachdem wir uns aus den Tauchanzügen geschält und geduscht hatten, zu einem 石垣牛 (Ishigaki-gyû; Ishigaki-Rind)-Restaurant. Dieses Restaurant besuchen meine Schwiegereltern und mein Mann seit zehn Jahren, wir sind also bekannt. 😉 Die Besitzerin des Ladens hat sich riesig gefreut, dass wir vorbeigekommen sind. 🙂

IMGP1384Ishigaki-Rind ist von der Qualität her gleichzusetzen mit Kobe-Rind. Das Fett ist im Fleisch fein verteilt, was das Fleisch unglaublich weich macht. Es zerschmilzt förmlich auf der Zunge. 🙂

Zurück im Hotel konnten wir noch die letzten Phasen einer Mondfinsternis bestaunen, bevor wir erschöpft und mit vollem Magen in einen tiefen Schlaf fielen.

Ishigakijima, Tag 1: Willkommen im Paradies!

(Den Besuch meiner Eltern und meiner Schwester werde ich nicht chronologisch wiedergeben. Wir beginnen in der Mitte. 🙂 Die meisten Fotos hat mein Vater gemacht.)

IMGP1032Am Freitag klingelte um vier Uhr morgens der Wecker. Nachdem wir uns aus dem Bett geschält, angezogen und etwas gegessen hatten, nahmen wir unseren Koffer und die größte Tasche die ich besitze, und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Von dort aus fährt eine Friendly Airport Limousine (ein Reisebus) zum 羽田空港 (Haneda Kûkô; Flughafen Haneda).

Am Flughafen ging alles sehr schnell und nach einem längeren Flug landeten wir in 那覇 (Naha), dem Verwaltungssitz der 沖縄県 (Okinawa-ken; Präfektur Okinawa). Okinawa ist die südlichste Präfektur Japans. Bis ins späte 19. Jahrhundert war es sogar sein eigenes Königreich: 琉球 (Ryûkyû). Kultur und Sprache* sind noch immer anders als im Rest Japans, und die Okinawaner sind zu Recht stolz darauf.

* Nur noch ältere Menschen sprechen die Ryûkyû-Sprache, die Jüngeren eher nur Japanisch.

IMGP1045Der Flug nach 石垣島 (Ishigaki-jima; Insel Ishigaki) war natürlich verspätet, es fließt eben Inselzeit. 😉

Wir hatten uns riesige Sorgen wegen des Wetters gemacht. Tatsächlich waren wir vor vier Jahren vor unserer Heirat auf Ishigaki und hatten riesiges Pech… Dieses Mal waren uns die Wettergötter aber gewogen, bis auf zehn Minuten Regen am letzten Tag blieb es trocken.

IMGP1082Unser Hotel war das Granvrio Hotel Ishigaki Resort, etwas außerhalb gelegen aber wirklich schön und direkt am Strand. An dem konnte man zwar nicht schwimmen, aber dafür gab es einen Außenpool und einen Innenliegenden. Die Zimmer waren geräumig mit Blick aufs Meer, das Frühstück war gut und zumindest als wir dort übernachteten, war es nicht so voll, dass man sich eingeengt fühlen würde.

IMGP1086Durch den Flug waren meine Mutter und meine Schwester etwas geplättet, und so nutzten mein Vater, mein Mann und ich die Zeit um die Umgebung etwas zu erkunden.

Selbst mit Seetang sind die Strände atemberaubend. So schönes Meer haben wir in Tokyo nicht. 😉

Recht schnell mussten wir feststellen, dass unser Schuhwerk sich nicht für Sandstrände eignet und kauften für je 150yen (ca. 1,16€) Flipflops.

IMGP1128So ausgerüstet fuhren wir zur 川平湾 (Kabira-wan; Bucht Kabira) im Norden der Insel. Was kann ich sagen: Ishigaki ist einfach wunderschön, und Kabira ist noch einmal schöner. Einfach atemberaubend. Wir haben meinen Schwiegervater direkt mit Fotos bombardiert, schließlich war es in Tokyo kalt und regnerisch. 😉

In der Bucht kann man übrigens auch mit einem Boot mit Glasboden fahren, um die Fische zu sehen. Mein Mann meinte aber, dass es nicht viel zu sehen gäbe und so begnügten wir uns damit, den Strand einfach abzulaufen.

IMGP1159Nach gutem Essen bei einem Italiener ging es zurück ins Hotel.

Später setzten wir uns an den Strand. Von Tokyo aus sieht man kaum einmal die Sterne. Die Stadt ist zu hell und die Luft ist zu dreckig. Auf Ishigaki konnten wir selbst bei Vollmond (O-Ton Mann: “Ich habe noch nie vorher gemerkt wie verdammt hell der Mond eigentlich ist.”) unglaublich viele Sterne sehen. Ziemlich romantisch, dabei sind wir sonst für so etwas nicht zu haben. 😉

Nach einer Vorführung traditioneller Musik zogen wir uns in unser Zimmer zurück und fielen in die Betten. Für Samstag war schon viel geplant. 😀

Inlandsflüge aus der Sicht einer verwirrten Deutschen (mir).

IMG_1658Japan ist ein langes Land. Dank dessen ist es oftmals viel praktischer in ein Flugzeug zu steigen, statt ewig mit der Bahn zu fahren. Generell finde ich Fliegen schrecklich, mein Körper mag es nicht – Austrocknen, Gelenkschmerzen, Druckprobleme*. Aber wenn man z.B. nach 石垣島 (Ishigakijima) in 沖縄 (Okinawa) reisen möchte, bleibt einem wenig anderes übrig. Und außerdem mag mein Mann Flugzeuge.

* Ich habe sehr oft Probleme mit meinen Ohren oder meiner Nase. Wenn der Flug dann nicht ruhig ist, kann das unglaublich schmerzhaft werden.

Im Inland zu fliegen ist dabei wirklich viel einfacher als in Deutschland. Das ist auch, was mich verwirrt: Wenn man als Ausländer nach Japan einreist werden Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Egal wie oft man schon eingereist ist, auch wenn man in Japan lebt.

Bei Inlandsflügen hingegen wird nichts überprüft. Bin ich wirklich die Person, deren Name auf dem Ticket steht? Keine Ahnung. Japaner haben keine Personalausweise, für Identifikationszwecke werden Führerscheine und Krankenkassenkarten verwendet.

Die Boardkarte bekommt man am Automaten, am Gate selbst piepst man sich mit dem QR-Code einfach durch. Dass das manchmal nicht ganz so gut klappt haben wir gestern feststellen müssen: Der Flug verspätete sich um eine Stunde weil (wahrscheinlich) jemand im Flugzeug war, der dort nicht hingehörte. “Wir müssen die Anzahl der Passagiere überprüfen” – Ganz klar.

Aber noch einmal zurück, und zwar zur Sicherheitskontrolle. Ich habe noch nie gepiepst. In Deutschland sind die Geräte unglaublich empfindlich, in Japan müsste man wahrscheinlich eine Waffe ans Bein geschnallt haben.

Auch Flüssigkeiten darf man mitnehmen. Mein Schwiegervater mag 泡盛 (Awamori; Alkohol von Okinawa), wir hatten etwas Sorge, dass wir keine Flüssigkeiten mit ins Flugzeug nehmen dürften, weil wir nur mit Handgepäck gereist sind. Schnell gegoogelt, alles kein Problem. Man darf fünf Liter Alkohol transportieren. Fünf Liter! Die 100ml-Begrenzung gibt es natürlich auch nicht. (Bei Auslandsflügen gelten dieselben Beschränkungen wie in Deutschland.)

Natürlich bleibt das alles nur so locker solang nichts passiert, aber bis dahin ist alles ganz entspannt. 😀

Deutschland, Teil 2: Berlin.

Am Donnerstag Abend kam ich in Berlin an. Theoretisch mitten im Streik, praktisch fuhr trotzdem zumindest alle 20 Minuten eine Bahn. Wir kamen also ohne größere Probleme zum Haus meiner Eltern in Friedrichshagen.

Erkenntniss Nummer Vier*: Berliner kommunizieren gern und viel.

In Berlin haben mich innerhalb von drei Tagen so viele Leute angesprochen, um über die BVG und die S-Bahn zu lästern, wie in Japan in den letzten vier Jahren insgesamt. Anfangs etwas verwirrend, finde ich die Berliner Schnau… Schlafgfertigkeit noch immer super.

* Falls ihr nach Nummer Drei sucht: Die stand in den Kommentaren des letzten Eintrags und heißt “Mein Deutsch wird schlechter”. 😉

In meinem alten Zuhause saß ich dann noch bis um ein Uhr nachts mit meinem Vater und meiner Schwester quatschend am Küchentisch, bevor es endlich ins Bett ging. Als Begrüßungsgeschenk bekam ich Unmengen an Süßigkeiten, die ich fast alle wieder mit nach Japan genommen habe.

Am Freitag Vormittag ging es dann mit meiner Mutter in die Stadt, um eine Uhr für meinen Mann und eine Tasche für mich zu kaufen. Dummerweise hatte ich die PIN meiner neuen Kreditkarte vergessen, was erstmal innere Panik auslöste, letztendlich lieh mir meine Mutter aber den nicht unbeträchtlichen Betrag.

Aber erstens ist die Tasche ein Geburtstagsgeschenk von meinen Schwiegereltern und Schwiegergroßeltern und zweitens könnte man in Japan für dasselbe Geld nicht einmal die kleinere Version bekommen. 😀 Es passt auch ziemlich viel rein, auch wenn meine Freundin Julia (sie hat zwei Onlineshops, die ich einfach mal bewerbe: Gruftling und Juliette Owl & Beatrice Rabbit) meinte, dass das bei ihr eher als kleinere Tasche laufen würde.

Im Uniqlo am Ku’Damm waren wir übrigens auch und – schön ist er, sehr aufgeräumt und mit nettem Service. Wie ich das aus Japan gewohnt bin. 😉

Später fuhren wir zu MAC Cosmetics am Hackeschen Markt. MAC haben wir in Japan natürlich auch und es ist sogar günstiger, aber in Deutschland gibt es 42 Lidschattenfarben mehr. Da bekomme ich dann doch große Augen. 😉 Vier Lidschatten und noch einen Maskara gab es für mich zum Geburtstag! Vielen Dank dafür!

Falls ich nächstes Jahr für die Arbeit nach Amerika fliegen sollte, muss ich auf jeden Fall groß einkaufen gehen. 😀

Nach diesem kleinen Abstecher ging es zurück zum Ku’Damm, wo wir Karten für die Astor Film Lounge hatten.

Es lief “Monsieur Claude und seine Töchter“, ein ganz hervorragender Film. Es geht um multikulturelle Ehen und die Probleme, die Eltern damit haben können – mit ganz viel Humor. 😀 Bin ich froh, dass meine Eltern nicht so drauf sind. 😉

Abends rollte ich dann ins Bett und telefonierte mit meinem Mann. Ich muss zugeben, dass ich gar nicht gern alleine unterwegs bin, mein Mann fehlt mir immer unglaublich. Zum Glück hatte ich ein deutsches Handy mit Line, so dass ich auch wenn ich nicht zuhause war mit ihm in Kontakt sein konnte.

Das war auch ganz gut, am Samstag war ich nämlich wieder viel draußen unterwegs.

IMGP2034Mittags traf ich mich mit meinen Freundinnen Anna (vom Finanzamt 😉 ) und Charlotte von Einmalwunderland an der Friedrichstraße, von wo aus wir uns auf den Weg zu Fassbender & Rausch, einer Berliner Chocolaterie, machten. Dessert kann man eben auch mittags essen. 😉

Die beiden kenne ich seit 2007, glaube ich, und es macht mich glücklich zu sehen, wie sich das Leben meiner Freunde verändert. Beide haben Ausbildung bzw. Studium abgeschlossen, arbeiten und sind … Erwachsene. 😀 Das klingt vielleicht etwas komisch, aber dadurch, dass wir uns so selten sehen, fallen die Veränderungen viel mehr auf.

Hier habe ich glaube ich geheiratet. 😉

In dem italienischen Restaurant, in dass es uns dann verschlug, fiel mir plötzlich auf, dass ich in 20 Minuten am Hackeschen Markt sein müsste, um mich mit Julia zu treffen. Ups. 😉 Hat aber noch gut geklappt.

Julia und ich fuhren dann über einen Umweg zum Ku’Damm, wo ich gleich zwei Star Wars Lego Adventskalender kaufte – einen für meinen Vater und einen für meinen Mann. 😀 Absolut sinnvoll angelegtes Geld.

Bei Saturn nahm ich dann noch die DVD des Films “Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, der noch immer nicht in Japan erschienen ist, mit. Man, sind DVDs bei euch in Deutschland günstig!

Nach einem leckeren Eisbecher kaufte ich in einem Comic-Laden noch einen englischsprachigen Marvel-Comic-Sammelband für meinen Mann, bevor es dann wieder nach Hause ging – ohne Streik, dafür aber mit Schienenersatzverkehr.

Erkenntniss Nummer Vier: Man vergisst so einiges.

Als ich hörte, dass zwischen Karlshorst und Nöldnerplatz Schienenersatzverkehr herrschen würde, musste ich kurz überlegen, wozu man so etwas denn braucht und wie absurd das ist – haben wir in Japan nicht. Dazu muss man natürlich fairerweise sagen, dass die Bahnen hier jede Nacht für drei bis vier Stunden nicht fahren, während dieser Zeit wird repariert.

Auch verdrängt hatte ich die olfaktorische Note Berlins – Billiger Alkohol und Zigaretten. So viele Leute, die mit einer Flasche eines Alkohols ihrer Wahl in der Hand durch die Gegend laufen. Dummerweise kann man natürlich die Flaschen nicht wegschmeißen oder zurückgeben, nein, die sind Dekoration für die Bahnhöfe. Nicht so schön. :/

An meinem letzten ganzen Tag in Berlin, dem Sonntag, 25. Jahrestag des Mauerfalls, fuhr ich am Morgen zur Boxhagener Straße um im Intimes mit Anna, Melissa von Breedingunicorns und Rae zu brunchen.

Ich hätte wahrscheinlich nicht gleich mit warmem Essen anfangen sollen, so war ich doch sehr schnell voll. 🙁 Aber wir hatten so viel zu quatschen, dass die Kalorien allein dadurch wieder abtrainiert wurden. Ganz sicher! Vorgestern klopften mir die Kinder auf Arbeit auf den Bauch…

IMGP2053Leider musste Melissa nach einer Stunde wieder weg und Rae fuhr auch nach Hause, aber dafür ging es noch mit Anna auf den Flohmarkt. In der eisigen Kälte Berlins. So kalt…

Aber das Leiden hat sich gelohnt, denn auf dem Flohmarkt gab es Nachdrucke von Illustrationen von Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwei habe ich gekauft, einen von Flughörnchen und einen von Feldmäusen. Die Bilder werden demnächst unser Wohnzimmer verschönern. 🙂

IMGP2063Nach einem kurzen Abstecher zu Annas neuer Wohnung fuhr ich zu meinen Großeltern.

Dort gab es nicht nur leckeren Kuchen, sondern auch gute Unterhaltung. Wir haben doch einen etwas speziellen Humor. Oma, pass auf die Wölfe auf. 😉

Abends sahen wir uns die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Fernsehen an, um dort hinzufahren war es viel zu kalt.

Des späten abends wurden wir dann wieder zu meinem Elternhaus kutschiert und ich versuchte möglichst schnell zu schlafen – am Montag ging es schon wieder zurück nach Tokyo.

Während das Flugzeug nach Deutschland voll besetzt war, hatte ich auf dem Rückflug viel Platz. Leider konnte ich trotzdem nicht richtig schlafen, und obwohl mein Mann mich vom Flughafen abholte, war ich für den Rest des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen.

Deutschland war schön, aber ich bin auch ganz froh wieder zuhause zu sein. 🙂