Japans Comedy-Szene live: Manzai

Ich lebe seit 15 Jahren in Japan. Natürlich kam ich ursprünglich auf die Idee, das Land der aufgehenden Sonne zu besuchen, weil ich japanische Kultur liebte: Anime, Manga, Musik, Mode. Mit den Jahren ließ das aber nach. Ich las kaum Manga, sah keine Anime, hörte lieber englischsprachige Musik.

Corona, und die Geburt meines Sohnes, brachten eine große Wende. Ich begann wieder Manga zu lesen und Anime zu sehen und ging auf Konzerte von japanischen Künstlern. Und ich nahm mir auch vor, einfach alles auszuprobieren. Mein Motto: Wenn’s doof ist, habe ich hinterher immerhin eine gute Geschichte zu erzählen!

Über kurz oder lang musste ich also bei japanischer Comedy ankommen.

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Fan-Dasein sei Dank: Das erste Mal seit 20 Jahren im Theater

Wann wart ihr das letzte Mal im Theater?

Ich wahrscheinlich während meiner Schulzeit. Zuletzt haben wir uns “Die Leiden des jungen Werther” angesehen. Zwar fand ich Theater nie schrecklich langweilig, aber besonders aufregend war es auch nicht. Insgesamt halt etwas dröge.

Anfang des Jahres hatte ich mir dennoch vorgenommen, mal wieder etwas auf der Bühne zu sehen. In Tokyos Theatern laufen unzählige Theaterstücke und Musicals, warum also nicht? Doch wie es so oft ist: Man kommt ja zu nichts und dann ist es plötzlich Dezember.

Aber auch diesmal hat mich mein Fan-Dasein gerettet! Viva Oshikatsu!

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Anime-Schauplätze in echt erleben

Wenn man in Japan unterwegs ist, befindet man sich manchmal plötzlich in einer Szene aus einem Anime.

Viele Manga und Anime nehmen sich echte Orte als Vorlage für ihre Schauplätze. Das bedeutet natürlich, dass man sie als Fan tatsächlich besuchen kann! Auf Japanisch nennt man das Seichi Junrei (聖地巡礼), oder Wallfahrt. Für Fans sind es eben heilige Orte. 😉

Die etwas andere Art, Japan zu entdecken! 🙂

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Vom Indie-Game auf die große Leinwand: The Exit 8

Streamer, die ihr Spielen von Videospielen online teilen, sind wie die meisten YouTuber Trends unterworfen. Anfang 2024 spielten alle japanischen Streamer plötzlich ein kleines Indie-Horror-Spiel names “The Exit 8” (8番出口 Hachi-ban Deguchi). Dieses wurde innerhalb von neun Monaten von einer Einzelperson erstellt und besticht durch sein Setting und sein simples Spielprinzip.

Der Spieler bewegt sich auf der Suche nach Ausgang 8 durch die Gänge einer U-Bahn-Station. Diese Gänge kennt jeder, der in einer Großstadt lebt. Ihr Aussehen unterscheidet sich kaum. Es gilt, diesen Gang achtmal entlangzulaufen, bis man den gewünschten Ausgang erreicht hat. Eine eigentlich einfache Aufgabe. In dieses allen bekannte Setting schleichen sich im Spiel aber Anomalien: Die Beschilderung ist falsch. Die Deckenlampen sind komisch angeordnet. Ein Türknopf ist an der falschen Stelle. Das Licht flackert.

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