Deutschland in Japan: Frosch

Falls sich jemand mit den japanischen Reinigungsmitteln nicht anfreunden kann, findet man in Tokyo auch in vielen Läden Frosch-Reinungsmittel und sogar die Schwammtücher. Als ich meinen Mann fragte, warum Scheuermilch aus Deutschland verkauft wird, meinte er, dass es irgendwie angesagt sei, Frosch zu verwenden, und das deswegen in vielen Läden steht, die was auf sich halten. Ah, ja. Auf diversen Informationsschildern wird übrigens die Umweltverträglichkeit hervorgehoben. Klar, klar, die japanische Ökobewegung.

Deutschland in Japan: Knorr.

Wenn man sich also in Deutschland zumindest teilweise so ernährt hat, wie ich mich in der Schulzeit, und dann in Japan nicht weiß, wie man Fertignahrung zubereiten soll, Rettung naht! Knorr verkauft in Japan die gleichen Produkte wie in Deutschland, die Aufgusszeit sollte unverändert sein, ein deutscher Urlauber weniger verhungert! Juche!

(Knorr war zumindest mal Deutsch, inzwischen gehört’s zu Unilever.)

Verzicht.

Während ich Japan sonst immer als das Land, in dem Milch und Honig (Calpis und Anko) fließen, beschreibe, gibt es hier natürlich auch einige Dinge nicht. Das sind meist lebenswichtige Nebensächlichkeiten, wie Kloßteig oder aber auch Taschentücher, in die man schnauben kann. In den letzten Monaten habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, alles zu fotografieren, was es an deutschen Produkten in Japan zu kaufen gibt. Dinge aus Importläden sind ausdrücklich ausgeklammert, das wäre ja zu einfach. Also fangen wir an:

Japaner* lieben ihre Badewannen. Die sind kürzer als unsere deutschen Versionen, aber sehr viel tiefer, so dass, wenn man sich hinhockt, nur noch der Kopf herausguckt. Für mich ist das ein wenig zu hardcore, mir wird schwindelig und ich will nur noch ganz schnell weg. Dafür kann ich kalt duschen, was bei meinem Mann Albträume auslöst – er hat Angst, dass ich einfach tot umfallen könnte. Auf jeden Fall gibt es auch in Japan viele Badezusätze, eher selten mit Schaum, aber oft unglaublich gesund. Also gibt es auch Kneipp. Übrigens scheint man es am japanischen Markt für exotisch zu halten, den deutschen Text einfach stehen zu lassen.

* = mein Mann.

Auf seine Süßigkeiten muss man auch nicht verzichten, vorausgesetzt, man hat vorher eine strenge Gummibärchen- und Pullmoll-Diät eingehalten. Die Verpackungen sehen auch hier aus wie in Deutschland, also ist keinerlei Umstellung nötig.

Ich muss zugeben, dass ich gar kein großer Haribo-Fan bin. Generell essen wir nur wenige Süßigkeiten, und leben somit quasi fast gesund, und außerdem gibt es einige japanische Süßigkeiten, die ich lieber, aber auch nur sehr selten esse.

In Deutschland habe ich unter anderem Shampoo von Sebamed verwendet, und finde das Zeug wirklich toll. Seit noch nicht allzu langer Zeit (wahrscheinlich weniger als einem Jahr) gibt es die Produkte auch in japanischen Drogerien. Während die auch in Deutschland nicht sonderlich günstig zu haben sind, sind sie in Japan sündhaft teuer. 15€ für etwas, dessen Auflösung so gering ist, dass ich nicht lesen kann, was drin ist? Niemals!

(Ich habe schon einige Fotos von deutschen Dingen in Japan gesammelt und werde sie immer mal, wenn ich zu faul bin um einen ordentlichen Eintrag zu schreiben, einstreuen.)