Letzten Freitag, also am Freitag vor meinem Geburtstag, trafen mein Mann und ich mich mit meiner Schwiegermutter, auf dass sie mir mein Geburtstagsgeschenk kaufen “durfte”. Danach ging es in ein kleines italienisches Restaurant, das offensichtlich mehr Aufmerksamkeit auf die Getränke- denn auf die Speisekarte gerichtet hatte. Und so tranken wir. Ich nicht so viel, mein Mann etwas mehr, aber der verträgt so einiges.
Am Morgen hatte er bei einem Elektronikladen gesehen, dass man das Samsung Galaxy S3 derzeit sehr günstig bekommen könnte, und im halbbenebelten Zustand wurde aus der Überlegung, das Handy früher zu wechseln als eigentlich geplant, der Entschluss gleich noch am selben Tag ein neues Gerät in den Händen zu halten.
Am selben Tag nahm unser Handy-Anbieter (Docomo) auch das neue Samsung Galaxy Note 2 und ein neues Sony Xperia in seine Programm auf, was wir leider erst zu spät erfuhren – nachdem wir schon mehrere Stunden gewartet hatten.
Weil der Vertrag für die Handys über mich läuft, musste ich auch alle Dokumente lesen, ausfüllen und unterschreiben, während der Mann, vom Alkohol sehr schläferig, neben mir auf seinem Stuhl herumlungerte. Spaß! Letztendlich wurde uns gesagt, dass wir unsere Geräte kurz vor Ladenschluss, 15 Minuten vor zehn, in Empfang nehmen dürften.
Hat natürlich nicht geklappt, um zehn nach zehn wurde unsere Nummer aufgerufen, zehn Minuten später wurde uns gesagt, dass die Registrierung für ein Handy noch nicht durch sei, weil das Registration Centre ziemlich überlastet sei. Aber nur noch zehn Minuten, ganz sicher! Um zehn Uhr 45 hatten wir unsere Handys in der Hand und waren schrecklich müde. Um uns herum schlossen die Läden, und wir schleppten uns nach Hause.
Wo wir natürlich bis nachts um eins nicht schlafen konnten, weil wir auf unseren neuen Handys herumdrücken mussten.
Es hat sich aber gelohnt, das Gerät ist (natürlich) um einiges schneller als unser altes Samsung Galaxy S(1) und hat einige neue Funktionen, die wir tatsächlich verwenden (Indicator Lights, die blinken, wenn man eine neue Nachricht bekommt – Standard bei “normalen” Handys, revolutionär bei Smartphones).
Es ist für uns vor allem deswegen finanziell so günstig gewesen, weil als Familie zwei Geräte zur gleichen Zeit gekauft haben – das gab 10,000Yen (ca. 100€) Rabatt pro Gerät, und derzeit entfällt die Grundgebühr für LTE-Geräte für’s erste Jahr. Außerdem wurde uns, wenn ich mich recht erinnere, veraten, dass ab Dezember eine höhere Gebühr fürs Gerätwechseln zu entrichten sein wird. Für uns hat’s sich gelohnt, ich hoffe nur, dass die Batterie nicht so schnell schwächer wird wie beim Vorgänger…


Natürlich waren wir nicht allein, sondern andere Schulklassen kreuzten mit ihren verschiedenfarbigen Mützen unseren Weg. Im Streichelzoo stießen wir aufeinander.