Japanisch kochen: Butadon.

Das erste Rezept für japanische Küche, dass ich auf diesem Blog veröffentlicht habe, war für Gyūdon, Rindfleisch mit Zwiebeln und Reis. Butadon ist Schweinefleisch mit Zwiebeln und Reis.

Das klingt nicht sehr kreativ, schmeckt aber anders und wirklich gut. 🙂

豚丼 (Butadon) für 3 bis 4 Personen

300g dünn geschnittenes Schweinefleisch

1/2 Zwiebel

4 bis 5 Blätter Salat

je 2 EL Zucker und Kochsake

3 EL Sojasauce

(Reis)

① Salat in 1,5cm breite Streifen schneiden und im Kühlschrank kühlen. Zwiebeln in kleine Stückchen schneiden. Es bietet sich auch an, das Fleisch kleinzuschneiden.

② Etwas Öl in eine Pfanne geben und das Fleisch auf mittlerer Hitze braten. Von der Flamme nehmen und das Fleisch auf einem Teller zwischenlagern. Die Pfanne nicht waschen!

③ Die Zwiebelstücken in die Pfanne geben und braten, bis sie etwas braun werden.

④ Die Kochplatte ausmachen und Zucker, Kochsake und Sojasauce hinzugeben. Das Fleisch wieder in die Pfanne geben und alles vermischen.

⑤ Reis in eine Schale geben, die Salatstreifen darüber auslegen und dann das Gemisch aus der Pfanne obendrauf. Dazu passt Majonaise. 🙂

Das geht insgesamt recht schnell und schmeckt sehr gut. 😀 Nur sieht das bei mir in der Präsentation nie so ansprechend aus wie im Internet…

(photo credit: HAMACHI! buta don pork rice bowl via photopin (license))

Wo Totoro lebt.

Da mein Mann im Moment sehr beschäftigt ist, habe ich mich mal wieder bei MeetUp.com nach Aktivitäten umgesehen, ich suche schließlich noch immer nach Freunden und der Blog will auch irgendwie gefüllt werden. 😉

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Diesmal ging es mit ca. 25 anderen Leuten zum Sayama-Hügel (狭山丘陵)in Tokorozawa (所沢), welches Miyazaki Hayao (宮崎駿) als Vorlage für den Film “Mein Nachbar Totoro” diente. Totoro ist ein Kinderfilmklassiker in Japan, obwohl er schon 1988 erschien kennen alle Kinder den Film und das dazugehörige Lied “さんぽ” (Sanpo; Spaziergang). Alle.

Sayama liegt in Saitama und ist Heimat von Totoros Wald (トトロの森), verwaltet vom Totoro Fund (トトロのふるさと基金). Die Stiftung kauft Waldgebiete und sorgt dafür, dass diese als Naherhohlungsgebiete und Lebensraum für Tiere erhalten bleiben.

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Man kann natürlich durch Totoros Wälder (es gibt zwölf Waldgebiete) laufen, aber für die Spendenkasse ist es viel besser, wenn man ein paar Attraktionen auf dem Weg hat. 🙂 Unser erster Halt war das Haus der Rußmännchen (クロスケの家), wo man drei über einhundert Jahre alte Häuser besichtigen und natürlich ein Foto mit Totoro machen kann. 😀

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In einem anderen Haus befindet sich eine alte Teefabrik, scheinbar ist der Tee aus der Region bekannt und ich liebe Maschinen, es war also absolut spannend. 😀 Im dritten Haus waren kleine Dioramas der umliegenden Gebiete, die im Film vorkamen, mit Figuren aus Totoro zu sehen. Sehr niedlich! 🙂

Die Atmosphäre ist wirklich toll, man hat natürlich einiges vorsichtig erneuert, aber meist ohne die Schönheit des Ortes zu stören. Es sind diese kleinen Oasen, die den Großraum Tokyo schön machen.

Ich habe durch einen kleinen Einkauf etwas gespendet: Aufkleber und Briefpapier!

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Auf unserem Weg zu zwei der zwölf Waldgebiete waren wir alle ein bisschen in Schulausflugstimmung. 「田舎っていいなー」 (“Inaka tte ii nā”; “Ist das schön auf dem Land”) von allen Seiten, und wir haben sogar Polster-Phlox (芝桜) gesehen! Da Sayama ein Berg ist, hatten wir schöne Aussichten die Dörfer und die schöne Region, die bestimmt auch im Sommer einen Besuch wert ist – wenn es da nur nicht so heiß werden würde…

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Nach einer kurzen Verschnaufpause samt mitgebrachten Mittagessens am Sayama-See (狭山湖) für uns verweichlichte Großstädter ging es weiter über Stock und Stein, bergauf und bergab, vorbei an einem kleinen Schrein und immer begleitet von ordentlich Geschnatter.

Das hat nämlich den wirklichen Spaß an diesem Ausflug in die Natur gebracht: Die ganzen verschiedenen Leute mit verschiedenen Geschichten, mit denen man ewig plaudern konnte. 🙂 Diesmal hat die Zusammensetzung einfach gestimmt und ich hoffe, dass ich viele dieser netten Gesichter bald wieder sehe.

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Was uns den Ausflug auch noch versüßt hat waren die Kirschbäume. Eigentlich waren wir nämlich schon etwas spät dran, aber eigentlich kann man in Japan fast das ganze Jahr über irgendwo Kirschbäume besichtigen. Diese hier waren mehrfarbig! Wie genau das funktioniert weiß ich nicht, eine Dame meinte, das käme manchmal vor, wenn man verschiedenfarbige Bäume nebeneinander pflanze. Im Foto sieht man es vielleicht nicht ganz so gut, aber dieser Baum hat pinke, weiße und hellrosane Blüten.

Zum Schluss ging es noch einmal zu einem Tempel, dem Sayama Fudō-son (狭山不動尊). Doch hier stellte sich langsam eine gewisse Erlahmung unseres Trupps ein, nach stundenlangem Laufen und Mittagessen natürlich keine Überraschung. 😉 Einige hatten die nötige Energie um sich die Zukunft vorhersagen zu lassen, andere, wie ich, setzten sich auf die Bänke um bloß nicht den schwachen Körper zu überanstrengen.

Zum Glück fand sich ein Bahnhof am Ende des Tempels und nach einigem Herumforschen ob des richtigen Weges zurück in die Stadt stiegen wir in die richtige Bahn.

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Alleine wäre ich sicher nicht auf die Idee gekommen, nach Sayama zu fahren und durch den Wald zu stapfen, aber in der Gruppe hat es wirklich Spaß gemacht und war eine wunderbare Alternative zu meinen normalen Samstagen. 🙂

Um zum Haus der Rußmännchen zu kommen, ist es am einfachsten in Ikebukuro die Seibu Ikebukuro-Linie in Richtung Hannō (飯能) zu nehmen und in Kotesashi (小手指) auszusteigen. Von dort aus nimmt man dann entweder den Bus Richtung Universität Waseda (早稲田大学) oder Miyadera Nishi (宮寺西) und steigt in Dainichidō大日堂  aus. Von dort aus ist es ein kurzer Fußweg. Insgesamt also ein wenig umständlich, aber es lohnt sich. 🙂

所沢市三ヶ島3丁目1169-1
Tokorozawa, Mikajima 3-1169-1

Kurz eingeschoben: Grüner Tee im Frühstück?

20140410_150127Als ich letztens an der Kasse stand, sah ich im Augenwinkel etwas, was nicht ganz zusammenpasste: Cornflakes und die Farbe Grün. Nach genauerer Inspektion stellte es sich als Cornflakes aus braunem Reis mit Matcha-Geschmack heraus.

Brauner Reis mit Matcha und Milch. Bitte, was? Trotzdem habe ich kurz überlegt, ob ich es nicht vielleicht doch zumindest einmal ausprobieren könnte, schließlich mag ich Matcha mit Milch eigentlich ganz gern. Der fehlerfrei funktionierende Teil meines Hirns schaltete sich zum Glück ein und hielt mich davon ab…

Der liebe Schlaf.

Seit kurzem bin ich total fertig. Ich wache auf und könnte eigentlich gleich weiterschlafen, die Schwerkraft zieht nicht nur meine Lider sondern den gesamten Körper nach unten. Auch Kaffee hilft nur insofern, dass ich nicht mehr einschlafen kann – wach bin ich nicht wirklich. Mein Mann hat natürlich so seine Theorien, warum das so ist.

Der größte Übeltäter in seinen Augen ist mein Kopfkissen, laut ihm so hart und flach wie せんべい (Senbei; Reiscracker). Es ist eben ein billiges von MUJI, kann ja nicht jeder wie er ein Spezialkissen aus Italien für über 13,000Yen (ca. 92€) sein Eigen nennen. Wenn er mal einen Abend arbeitsbedingt nicht nach Hause kommt, werde ich mir sein Kopfkissen ausleihen und schauen, ob es etwas bringt.

Ich bin tatsächlich ein wenig verzweifelt, denn auf der neuen Arbeit habe ich mehrmals die Woche die Frühschicht. Das heißt, dass ich Morgens in unseren Schulbus steige und Kinder einsammeln gehe. Was ein Spaß im Halbschlaf. Während die Arbeit im neuen Kindergarten einfacher ist und mein Arbeitsweg sich um einiges verkürzt hat nagen natürlich auch so einige Veränderungen an mir. Ich muss mich erst einmal an alles gewöhnen.Auch sonst gibt es natürlich so einige Gründe, so stehen wir seit kurzem eine halbe Stunde früher auf, weil mein Mann die Baustelle gewechselt hat. Aber eigentlich kann es so nicht weitergehen… Obwohl, mysteriöserweise habe ich in diesem Zustand im Koreanischunterricht mal was Brauchbares zusammengestammelt.

Habt ihr irgendeine Morgenroutine um richtig aufzwachen? Fünf Tassen Kaffee? Drei frische Frösche mit Pfefferminz in den Mixer, und auf Ex? Generell will ich anfangen zumindest 15 Minuten Morgen-Yoga zu machen, vielleicht hilft das ja.

Über Ideen zum richtigen Schlafen und Aufwachen würde ich mich auf jeden Fall freuen!