Mit Wurst und Brezel!

Letztens war ich auf der Suche nach T-Shirts auf der Uniqlo-Website und fand nach einigem herumklicken die “World Omiyage 世界土産” (Omiyage sind Mitbringsel) T-Shirts aus der UT-Kollektion. Dabei handelt es sich um T-Shirts mit Designs, die man auch in einem Souvenir-Laden finden könnte – nur hübscher. Online könnt ihr sie euch hier ansehen.

Leider gibt es nur Herren-Shirts und die T-Shirts gibt es nur in ausgewählten Läden zu kaufen, und auch da ist es von Design zu Design unterschiedlich. Wir waren im 銀座店 (Ginza-Ten; Ginza-Laden), wo das elfte Stockwerk nur für die bedruckten T-Shirts von UT reserviert ist. Welches T-Shirt wir ganz dringend brauchten?

20140914_121359Natürlich das für Berlin! 😀

Wie jemand auf Facebook meinte, gehören Brezeln vielleicht nicht unbedingt zu Berlin aber das ist mir Wurst. 😉

Berlin ist eine von nur drei europäischen Städten (außerdem gibt es T-Shirts für London und Paris), die in der Kollektion vertreten sind, obwohl z.B. München viel stärker von Japanern besucht wird.

Mein Mann hat natürlich dasselbe T-Shirt gekauft und als ich das Foto auf Facebook hochlud, wollte meine Schwiegermutter auch eins mitgebracht bekommen. 🙂

Berlin! Halleluja, Berlin!

20140914_115214Bonusbild: Vor’m Apple Store auf der Ginza harren die iPhone-Jünger auf ihren Campingstühlen aus, bis am nächsten Freitag das iPhone 6 verkauft wird. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, was für einen Unterschied es macht ob man nun als erster oder zehntausendster sein neues iPhone in der Hand hält, aber das soll jeder machen wie er denkt.

Ich habe noch nie etwas so sehr gewollt, dass ich mehrere Tage dafür angestanden hätte…

Filmzeit: The 有頂天ホテル

(C)2006 フジテレビ 東宝

(C)2006 フジテレビ 東宝

The  有頂天ホテル The Uchôten Hotel (2006, Englisch: The Wow-Choten Hotel) (Trailer)

Regisseur: Mitani Kôki

Darsteller: Yakusho Kôji, Matsu Takako, Katori Shingo

Im Uchôten Hotel sind die Vorbereitungen für die große Neujahrsparty in vollem Gange, und wir bekommen einen Einblick in den Verlauf des Abends. Da ist der Bell Boy, der es aufgegeben hat in der großen Stadt Musiker zu werden und wieder zurück aufs Dorf ziehen wird, der Gewinner des “Man of the Year”-Awards, dessen Geliebte/Prostituierte auf keinen Fall auf der Feier auftauchen darf, ein Politiker mitten im Skandal, ein Popsternchen, das auf seinen Durchbruch wartet, und einige andere abstruse Gestalten – Und um alles kümmert sich Shindô Heikichi, der Vize-Manager.

Persönliche Meinung: Die Geschichte ist leider nicht wirklich mitreißend. Man bekommt immer einen kleinen Einblick in die verschiedenen Geschichten, die aber nie tiefgehend genug sind. Dafür gibt es zu viele Charaktere und zu viele Erzählstränge. So fand ich den Film über große Strecken vor allem eins: Lang. :/

 

Goldfischegucken im Art Aquarium.

20140904_160554Letzte Woche Donnerstag war ich mit einer Freundin und ihrer Schwester beim Art Aquarium in 日本橋 (Nihonbashi). Das Art Aquarium wird als Kunstausstellung mit 金魚 (Kingyo; Goldfischen) vermarktet, letztendlich war es eher ein Überblick über die verschiedenen Goldfischarten in hübschen Aquarien.

Eine kurze Anmerkung bevor ich weiter über die Ausstellung schreibe: Ich fand die Aquarien viel zu klein für die Fische, und während den Besuchern versichert wurde, dass die Aquarien immer sauber seien, wurde nichts darüber gesagt, wie es den Goldfischen darin geht. Mir fehlt leider die Fachkenntnis um so etwas einzuschätzen, aber egal wie schön es aussieht – es sind lebende Tiere.

Eine Weltkugel voller Goldfische.

Eine Weltkugel voller Goldfische.

Die Fische waren aber wirklich sehr schön. Ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Goldfischarten gibt, von denen die meisten mit dem schnöden Goldfisch im heimischen Aquarium in Deutschland wenig zu tun haben.

Goldfische sind in Japan ein sehr beliebtes Motiv, ob man sie nun bei Sommerfesten fängt (金魚すくい Kingyo-sukui; Goldfisch-schöpfen) oder sie als Motiv auf seinem 浴衣 (Yukata) hat.

20140904_161648Kein Wunder also, dass das beliebteste Ausstellungsstück auch das japanischste war: Ein Aquarium, das an eine japanische Stellwand (屏風 byôbu) erinnerte, auf die via 3D-Mapping traditionelle japanische Zeichnungen projeziert wurden, mit japanischer Musik und natürlich Goldfischen. Japanischer geht es eigentlich gar nicht. Leider hatte sich davor eine Menschentraube gebildet, die sich einfach nicht wegbewegen wollte.

Insgesamt haben wir vielleicht 40 Minuten in der Ausstellung verbracht, bei 1,000Yen (7,35€) Eintritt gar nicht so schlecht. Es war auch wirklich ästhetisch sehr schön, nur die Frage, ob es den Tieren damit gutgeht, nagte doch etwas an mir. :/

Als wir am Samstag am Ausstellungsort vorbeiliefen hatte sich übrigens eine lange Schlange gebildet, laut Helfern würde es von Anstellen bis Betreten der Ausstellung bis zu einer Stunde dauern – also lieber an einem Wochentag vorbeischauen. 🙂

Einfach unterschreiben.

2012 haben sich einige Gesetze bezüglich Ausländern geändert. Das hat viele gute Dinge mit sich gebracht, zum Beispiel braucht man keine 再入国許可書 (Sainyûkokukyokasho; Wiedereinreiseerlaubnis) mehr, wenn man das Land für weniger als zwölf Monate verlassen will ohne sein Visum zu verlieren. Außerdem wird jetzt das Visum und die 在留カード (Zairû Card; Residence Card) von derselben Behörde gehandhabt, vorher musste man zur Einwanderungsbehörde um sein Visum abzuholen und dann zum heimischen Bürgeramt um seine Karte ändern zu lassen. Auch sonst gibt es einige positive Veränderungen, über die ich mich natürlich freue.

Dummerweise hat dieser ganze Berg guter Neuigkeiten auch ein Problem mit sich gebracht: Um alles zu vereinheitlichen, gilt nun alles was im Reisepass unter “1. Name” steht als Name, es kann nichts ausgelassen werden. Warum sollte man etwas auslassen wollen? Weil dort zum Beispiel auch der Geburtsname, Geb., steht. Nur auf Deutsch. Ohne Erklärung. Weil japanischen Behörden vorgeschrieben ist alles aus dieser Zeile auf die Residence Card zu schreiben, steht nun bei vielen ein elendig langer Name, zum Beispiel Tanaka Geb Müller Franziska. Unter anderem Banken akzeptieren nur den ganzen Namen, Frau Tanaka hätte auf ihrer Bankkarte also タナカ ゲップ ミュラー フランツィスカ stehen. Auf ihrem Führerschein auch. Selbst wenn sie nur eine Mitgliedskarte des DVD-Verleihs oder der Bibliothek haben wollte, dürfte Frau Müller jedes Mal wieder erklären, dass das Geb ein Fehler der japanischen Behörden ist und nur angibt, dass sie mal anders hieß.

Ich persönlich habe das Problem nicht, ich weiß schon warum ich immer zu Einwanderungsbehörde in Chiba gehe…

Auf jeden Fall gibt es eine Petition, damit sich vielleicht mal etwas an der Geb.-Geschichte ändert. Man könnte zum Beispiel auf einem international verwendeten Ausweisdokument einfach verzeichnen, dass Geb. “Birth Name” bedeutet. 😉

Um ein wenig zum Erfolg der Petition beizutragen, würde ich euch bitten einmal zu klicken und zu unterschreiben.

Vielen Dank. 🙂