Das beste Smartphone-Spiel aller Zeiten: ねこあつめ.

“Kennst du ねこあつめ (Neko-atsume; Katzensammeln)?”, fragte mein Mann. “Noch nie was von gehört.” “Google mal!”. Das war letzten Donnerstag. Seitdem ist mein Leben nicht mehr dasselbe.

IMG_1179Nekoatsume ist ein Spiel für Android und iOS. Das Spielprinzip ist ganz einfach erklärt: Man hat einen Garten, stellt in diesen Garten allerlei Zeug von der Plastetüte bis zum Monsterkratzbaum und Katzenfutter und wartet auf Katzen. Von denen kann man dann Fotos schießen und in seinem Katzenalbum sammeln. Katzen schleppen einem auch die Währung des Spieles an: にぼし (Niboshi; getrocknete Baby-Sardinen) und 金にぼし (Kin-Niboshi; goldene getrocknete Baby-Sardinen). Mit den goldenen Sardinen kann man tollere Sachen kaufen, man bekommt aber auch weniger davon.

Natürlich kann man auch im Spiel echtes Geld für goldene Sardinen ausgeben, wenn man etwas Geduld hat ist das aber nicht nötig.

Es ist übrigens kein Spiel, um die ganze Zeit draufzustarren. Nekoatsume macht man immer mal auf, freut sich über die Katzen, schaut ob eine neue dabei ist, sammelt seine Sardinen ein, und macht es dann wieder zu. Dabei gibt es kein Game Over, denn das Standardkatzenfutter ist ewig nachfüllbar. 😀

Leider bezweifle ich, dass es das Spiel auch in anderen Ländern gibt. 🙁 Dabei ist es perfekt! Ich kann endlich meinen Lebenstraum verwirklichen: Einen Garten voller streunender Katzen zu haben. 😀 Nur die Sardinen bräuchte ich im echten Leben wahrscheinlich nicht.

Filmzeit: Die Stadt in der Dämmerung.

Während unseres Urlaubs in Vietnam las ich ein japanisches Buch: 夜明けの街で (Yoake no Machi de) von 東野圭吾 (Higashino Keigo). Eigentlich mag ich seine Bücher ganz gern, aber das hier hat mich irgendwann thematisch einfach genervt. Nun ja, auf jeden Fall sah ich, dass es den Film zum Buch bei Hulu zu sehen gibt, und um Bewerbungsschreiben zwei Stunden nach hinten zu schieben würde ich einiges tun. 😉

© 「夜明けの街で」製作委員会

© 「夜明けの街で」製作委員会

夜明けの街で Yoake no Machi de (2011) (Trailer)

Regisseur: Wakamatsu Setsurô

Darsteller: Kishitani Gorô, Fukada Kyôko

In einem Batting Center trifft der Familienvater Watabe auf die junge Akiha, die vor zwei Wochen in seiner Firma angefangen hat. Die beiden beginnen eine Affäre, und Watabe versucht alles, um es ihr rechtzumachen – auf Kosten seiner Familie. In Akihas Leben ist vor 15 Jahren etwas Schreckliches passiert, die Sekretärin ihres Vaters wurde im Haus der Familie ermordet aufgefunden. Am 31.3. läuft die Verjährungsfrist ab, und dann möchte Akiha eine Entscheidung darüber treffen, wie sie weiterleben möchte.

Persönliche Meinung: Sowohl Buch als auch Film werden aus der Sicht von Watabe erzählt, dem zwar klar ist, dass er immer tiefer in etwas hineinrutscht, aber die Kontrolle verliert. Leider gibt es keine sympathischen Figuren in ihrem Film. Das große Mysterium um den 31.3. nimmt auch nicht so richtig Fahrt auf, und letztendlich handelt es sich hier um einen Lehrfilm gegens Fremdgehen. Das Ende an sich war für mich recht befriedigend, aber ob die zwei Stunden zuvor dafür nötig waren, weiß ich nicht. (中村雅俊 (Nakamura Masatoshi) fand ich übrigens in der Rolle von Akihas Vater ganz schrecklich…)

Filmzeit: Der Schneewittchen-Mordfall.

(c) 「白ゆき姫殺人事件」製作委員会

(c) 「白ゆき姫殺人事件」製作委員会

白ゆき姫殺人事件 Shirayukuhime Satsujinjiken (2014) (Trailer)

Regisseur: Nakamura Yoshihiro

Darsteller: Inoue Maô, Ayano Gô, Nanao

Der verkokelte Leichnam der schönen Miki Noriko wird im Wald gefunden, bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, dass sie mehrmals erstochen wurde. Ihre Mitarbeiter haben sofort einen Verdacht, den eine von ihnen an ihren Freund aus Kindertagen, der jetzt beim Fernsehen arbeitet, weiterleitet: Die unauffällige Shirano Miki soll es gewesen sein. Die ist nicht nur seitdem verschwunden, laut ihrer Mitarbeiter und alten Schulkameraden hätte sie ein Motiv und wäre zu der Tat fähig. Im Fernsehen wird der Fall groß behandelt, auf Twitter wird er aufgegriffen – aber hilft das der Wahrheitsfindung?

Persönliche Meinung: Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mit geringen Erwartungen an den Film gegangen bin. Filme, die das Internet miteinbeziehen, schaffen es nämlich leider immer nur so halb (siehe Fûzoku ni ittara Jinsei kawatta www, Densha Otoko, Moteki). Auch Shirayukihime Satsujinjiken schafft es nicht so ganz das Medium einzubeziehen ohne damit den Film irgendwie zu unterbrechen.

Ansonsten ist er aber tatsächlich ziemlich gut, es geht nämlich nicht nur um einen Mordfall, sondern auch darum, wer Geschichten, zum eigenen Vorteil, wie erzählt, an was sich erinnert wird und was von diesen Informationen dann wieder im Fernsehen gesendet wird um dann im Internet auseinandergenommen zu werden – eine absolute Eskalation, an deren Ende nur Unschuldige leiden.

Shirayukihime Satsujinjiken ist vielleicht nicht unbedingt der herausragende japanische Film des letzten Jahres, aber durchaus gut. 🙂

Tokyo Café Tour: Pokémon Cafe Ω Ruby & α Sapphire.

Am Dienstag war ich mit einer Freundin in 渋谷 (Shibuya). Natürlich nicht einfach so, sondern mit einem Ziel. 😉

IMG_0748Letztes Jahr erschienen Remakes von Pokémon Ruby und Sapphire, anlässlich dessen wurde im Kaufhaus Parco in Shibuya ein Café im Pokémon-Thema dekoriert und bietet Essen und Getränke mit passendem Design an. Die Aktion läuft noch bis Ende Februar.

Man kann sich natürlich nicht einfach ins Café setzen, nein, es gibt eine lange Schlange. Und eine Warteliste für die Schlange. Man zieht also an einem Automaten eine Nummer, und wenn die Nummer aufgerufen wird, darf man sich anstellen. Laut der netten Dame, die in der Schlange die Bestellungen aufnahm, würden wir drei Stunden warten müssen.

IMG_0709Doch dann: Technik! Und zwar konnte man einen QR-Code auf dem Nummernzettel einlesen und sich dann per E-Mail informieren lassen, sobald die eigene Nummer aufgerufen werden würde. Super praktisch, so haben wir einfach ganz woanders einen Kaffee getrunken und gequatscht, bis die Nachricht kam.

Bestellen muss man dann in der Warteschlange und kann später nichts dazubestellen. Es gibt vier verschiedene Hauptgerichte: japanischen Omlett-Reis, Hamburger, Mapo Doufu, Pommes; vier Desserts: Pfannkuchen, Mini-Eclaires, Mousse und Wackelpudding, Parfait mit Zuckerwatte; und fünf Getränke: Ginger Ale, サイコソーダ (das Spiel-Item “Sprudel”), ミックスオレ (Mix Au Lait, ich weiß nicht, wie das im deutschen Spiel heißt), heißen Kaffee Latte und natürlich auch noch einmal in kalt.

Mit Pikachubäckchen!

Mit Pikachubäckchen!

Bevor man sich setzt, werden aber erst einmal Erinnerungsfotos gemacht, zur Selbstausstaffierung liegen Pikachu-Ohren, Pikachu-Sweater und Pikachu-Plüschtiere bereit. Ziemlich nett, denn nach drei Stunden Wartezeit kommt man wahrscheinlich so schnell nicht wieder. 😉

Generell, das Warten. Meine Freundin und ich haben uns immer viel zu erzählen, weswegen es nicht so schlimm war, aber es hat ziemlich gedauert, bis das Essen auf dem Tisch stand. Nun ist natürlich klar, dass die Vorbereitung einige Zeit beansprucht, aber da uns vorher gesagt worden war, dass wir nur eine Stunde bleiben könnten, machte ich mir etwas Gedanken…

linecamera_shareimage (1)Aber es war dann auch wirklich supersüß! Der gelbe Schaum auf unseren Kaffee Lattes war übrigens nicht einfach nur eingefärbt, sondern Mangoschaum. Klingt komisch, war aber absolut lecker. Die Ohren des Pfannkuchen-Pikachus waren aus Süßkartoffeln mit Schokolade, der Pikachu auf dem unteren Foto aus Mango-Mousse.

Von der Portionsgröße her, war es dann doch etwas auf Kinder ausgelegt. 😉

Zu dem Pfannkuchen gab es eine Souvenir-Tasse im Pokeball-Design. 😀

Winter-Plüschtiere

Winter-Plüschtiere

Auch sonst gibt es natürlich Souvenirs, die kann man auch kaufen ohne im Café etwas zu bestellen. Ich habe mir lediglich einen Schlüsselanhänger gekauft, für den Rest spiele ich einfach nicht genug Pokémon.

Das Ding ist nämlich, dass ich zwar in der Grunschule die Namen aller 151 Pokémon wusste, hatte schließlich ein Poster an meiner Zimmertür, aber von den neuen Pokémon kaum welche kenne.

Insgesamt war das Café sehr nett, und wenn man kein Problem mit langen Wartezeiten hat und Pokémon mag – Immer hin! Pika-Pika-Chuuu!

渋谷パルコ 東京都渋谷区宇田川町15−1

Shibuya Parco Tôkyô-to Shibuya-ku Udagawa-chô 15-1