Im Urlaubs-Modus.

Vorgestern war mein letzter Tag im alten Kindergarten. 🙂 Zweieinhalb Jahre habe ich dort gearbeitet und ich werde sicher noch oft an “meine” Kinder dort denken, aber zumindest am Donnerstag wurde ich nicht so richtig sentimental. Vielleicht war es dafür in letzter Zeit oft zu anstrengend, und ich werde sicher nicht alle Kinder und Eltern vermissen… 😉

Am Freitag war die Informationsveranstaltung für die Eltern im neuen Kindergarten, und soweit scheint alles gut. Die neuen Mitarbeiter sind nett, die japanischen sprechen größtenteils Englisch, die ausländischen sprechen größtenteils Japanisch und ich hoffe, dass ich mich da schnell einfügen werde.

Nach unserem Vietnamurlaub bringe ich erstmal お土産 (Omiyage; Mitbringsel) zum Bestechen mit, das wirkt immer. 😉

Ab morgen sind wir in im Urlaub, mit Strand und hoffentlich viel Sonne! In der Zwischenzeit wird der Blog brachliegen, weil ich es mit dem ganzen Stress um Schuljahresende, Jobwechsel und Visumsbeantragung nicht geschafft habe, etwas vorzutippen. Demnächst kommt das Tokyo ABC und natürlich ein wenig was über unseren Vietnamurlaub. Hoffentlich verschwindet unser Flugzeug nicht plötzlich spurlos. 😉

Bis dann!

Ewiges Wohnrecht: Mini-Update.

cc54a9b6af3f11e390231246c9b0a4e5_8Alle Dokumente sind beisammen und wurden losgeschickt, sollten es also bis zum 31.3. zur Immigrationsbehörde schaffen. 🙂 Jetzt heißt es hoffen und bangen und es in der Zwischenzeit komplett vergessen, denn es wird einige Monate dauern, bis ich ein Ergebnis bekomme.

Letztendlich ist die Zeit auch gar nicht so wichtig, mit meinem derzeitigen Visum kann ich noch über zwei Jahre im Land bleiben. Es eilt also nicht. 🙂

Ewiges Wohnrecht: Update.

Ich werde nie nie wieder am Montag zur Immigrationsbehörde gehen. Nie wieder! Als ich um drei Uhr ankam, war man gerade bei Nummer 56 angelangt – ich bekam die Nummer 121 und war erst um halb neun dran. Halb neun! Ich habe über fünf Stunden gewartet…

Leider weiß man das immer nicht vorher, sonst hätte nämlich einfach umgedreht und wäre nach Hause gegangen. Um genau zu sein hätte ich nach Hause fahren, einkaufen, essen und meinen Laptop schnappen und wieder zur Behörde zurückfahren können und ich wäre noch immer nicht an der Reihe gewesen.

Als ich dann endlich zum Schalter gehen durfte, wurde festgestellt, dass ein Dokument fehlt* und außerdem muss ich noch zwei weitere Papiere ausfüllen. Dumme, dumme Papiere. Erst einmal will man scheinbar wissen, ob ich wirklich dort wohne, wo ich sage, dass ich wohne und ich muss alles mögliche über das Haus ankreuzen und eine Karte des Weges vom Bahnhof nach Hause zeichnen. Ziemlich lächerlich, vor allem wenn man bedenkt, dass es inzwischen Google Maps gibt…

* Ich habe es beantragt, aber bekam es nicht – selbst schuld, hätte ich überprüfen sollen. In Gedanken habe ich natürlich trotzdem die Trulla vom 市役所 (Shiyakusho; Bürgeramt) verflucht.

Außerdem muss ich eine 親族の概要 (Shinzoku no Gaiyô; Übersicht der Familie) schreiben. Warum genau die wissen müssen, wieviel meine Eltern in Deutschland verdienen, weiß ich nicht, und mir ist auch nicht ganz klar, wie weit “Familie” bedeutet: Muss ich meine Schwiegereltern aufschreiben? Generell finde ich es ziemlich lächerlich, muss aber nächstes Mal immerhin nicht mehr anstehen. Man hat mir einen Briefumschlag gegeben, mit dem ich es einfach einsenden kann.

Da wir aber am 23. in den Urlaub fahren und am 21. ein Feiertag ist, muss ich noch vorher zum Bürgeramt – aber nicht heute. Ganz sicher nicht.

Goodbye and thank you.

Am 20., dem folgenden Donnerstag, ist mein letzter Tag bei meinem derzeitigen Kindergarten. Zweieinhalb Jahre war ich dort und bin jeden Tag fast zweieinhalb Stunden mit der Bahn gefahren.

Ab April wird sich das ändern, dann fange ich in einem anderen Kindergarten derselben Firma an. Der neue Kindergarten ist nur eine Bahnstation entfernt, mit Laufen ca. 22 Minuten. 😀 Ich werde ein Jahr ältere Kinder als bisher unterrichten, also Drei- bis Vierjährige. Weniger Windeln, weniger Essen auf dem Boden, perfekt!

20140310_142424Meine Kollegin Lucie wird auch in einem anderen Kindergarten in der Nähe ihrer Wohnung unterrichten, die Hälfte der ausländischen Besetzung ändert sich also.

Damit die Eltern nicht Anfang des nächsten Schuljahres, also im April, einen Schock bekommen, haben wir ein Poster gebastelt, das alles erklärt. 🙂 Wer etwas Detektivarbeit betreiben möchte, findet sicherlich heraus bei welcher Firma wir arbeiten, aber ich will es niemandem auf dem Silbertablett servieren – deswegen ist es verpixelt. 😉 Zudem war ich mir nicht sicher, ob meine Mitarbeiterin ihren Text hier öffentlich stehen haben wollte.

Ich bin auf jeden Fall ganz stolz auf unser Plakat und freue mich auf die neue Schule. Über die ich wieder nicht viel schreiben werde, weil meine Arbeit meist nicht besonders spannend ist. 😀