Heute Nacht träumte ich, dass ich wieder nach Deutschland zurück müsste. Mein Mann verabschiedete mich am Flughafen, dann war ich wieder in Deutschland und nur am Heulen.
Tatsächlich brachte mein Mann mich damals, während wir eine Fernbeziehung führten, vier Mal zum Flughafen. Jedes Mal flossen Tränen. Jedes Mal war der Heimflug eine Tortur. Jedes Mal kam mein Mann nach Hause in eine Wohnung, in der ich noch vor kurzem war.
Natürlich sind wir inzwischen seit fünfeinhalb Jahren verheiratet, und ich muss nie wieder unfreiwillig zurück nach Deutschland. Trotzdem sind wir beide von der Fernbeziehung noch immer gezeichnet. Also, wahrscheinlich vor allem ich. 😉
Als ich vor zwei Jahren allein nach Deutschland flog, schaltete mein Kopf direkt in “Ich werde ihn mehrere Monate nicht sehen können”-Modus. Dabei würden es weniger als zehn Tage sein. Spaß macht das nicht, wenn man dann total verzweifelt weinend im Hotelzimmer sitzt, ohne einen echten Grund zu haben. Egal wie viel stärker uns die Fernbeziehung gemacht hat, so richtig gesund war das für mich wahrscheinlich nicht.
Immerhin kann ich jetzt, wenn ich so etwas träume, schnell zu meinem Mann ins Bett hüpfen und mich vergewissern, dass er noch da ist. 🙂 Das hilft auf jeden Fall.
Kennt noch jemand dieses Nachklingen von Fernbeziehungen, und wann geht das weg?
(Das Foto ist übrigens von unserer japanischen Hochzeit, als wir vor dem Umziehen herumalberten.)
