Ich bin ja generell durchgehend krank und seit einigen Wochen bin ich Frau Schnüffelnase. Weil das nervig ist und ich damit nicht zum Yoga gehen kann, war ich letzte Woche beim Arzt.
Diagnose: Erkältung, wir schieben dir dann mal einen Metalstab in die Nase und saugen alle Flüßigkeit aus, und bitte nehme viermal pro Tag diese Medizin.
Okay, ich versuche mich also jeden Tag daran zu erinnern, meine Tabletten zu schlucken, was gar nicht so einfach ist, wenn kleine Kinder nach dem Mittagessen um einen herumwuseln und man eigentlich unglaublich viel zu tun hat. Auf jeden Fall wird die Nase nicht freier, weswegen ich am Samstag zum Krankenhaus gefahren bin. Dort war ich schon mal beim HNO-Arzt, der war ganz gut, es kann also nicht schaden. Dummerweise nehmen die am Wochenende nur Neupatienten. Alle anderen dürfen Montag und Donnerstags kommen, und nur vormittags. Zu der Zeit arbeite ich.
Also wieder zu meinem angestammten Doktor, der mir plötzlich eröffnet, dass ich gar keine normale Erkältung habe. Ich habe eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), inklusive Pneumokokken. Dass die noch nicht auskuriert ist, liegt meinem Arzt zufolge allein an mir. Angeblich schlafe und esse ich nicht genug. Als ich versuche zu protestieren, werde ich einfach abgekanzelt. Er wisse das generell besser und ich könne das gar nicht einschätzen – er aber schon, ganz klar.
Sobald das Ding auskuriert ist, begebe ich mich auf die Suche nach einem neuen Arzt…



