Neunzig Jahre Träume und Magie.

Gestern war ich mit Anika von Ginkgoleafs in 銀座 (Ginza) unterwegs, weil sie mich lieberweise zu einer Ausstellung im 松屋 (Matsuya) eingeladen hatte. 😀 Warum ging’s? Disney!

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Das Thema war “夢と魔法の90年” (“Yume to Mahōno 90-nen”; “90 Jahre Träume und Magie”) und man konnte tatsächlich Artifakte aus der Anfangszeit der Disney-Studios bestaunen.

Nun muss ich sagen, dass ich zwar ein Disney-Fan bin, mich aber letztendlich immer die Entstehung der Werke mehr interessiert als eine Analyse der wiederkehrenden Themen in den Geschichten. 😉 Ich schaue mir bei so ziemlich jeder DVD das Making-Of an. Hinter die Kulissen schauen konnte man ein wenig, am imposantesten fand ich eine Entwicklung Disneys, die plastischere Szenen zuließ: Die Multiplan-Kamera. Ziemlich cool. 🙂

Auch die Konzept-Zeichnungen der Filme waren wirklich schön, wenn ich mir einbilden würde, dass ich mir Art Books öfter mal anschauen würde, hätte ich mir welche gekauft. 😉 Disney ist halt magisch. Vielen Dank noch einmal für’s Mitnehmen, Anika!

Dass es etwas voll war, war natürlich nervig, aber etwas anderes hatte ich eh nicht erwartet. Nach dem Ausstellungsbesuch ging’s noch zu Starbucks, von wo wir uns erst um neun (?) nach einem überraschten Blick auf die Uhr auf den Heimweg machten. Man quatscht sich eben doch fest… 😉

Demnächst werden auf derselben Ausstellungsfläche die Mumins auftauchen, ich weiß aber noch nicht ob ich hingehe. Vor zwei Jahren waren wir in Yamanashi schon einmal in einer Mumin-Ausstellung und ich mir nicht sicher bin, ob der Inhalt sich unterscheidet…

Vietnam, Teil 2: Hoi An.

Weil vier Tage nur Entspannung für uns etwas lang sind, haben wir an zwei Tagen die schöne Stadt Hoi An besucht.

IMGP0511Am ersten Tag fuhren wir mit dem hoteleigenen Shuttlebus am Vormittag los und nach einer kurzen Fahrt kamen wir im Herzen der Stadt an.

In Hoi An gibt es haufenweise Klamottenläden, vor allem Maßkleidung für kleine Preise. Wie die Qualität ist, wissen wir aber nicht. Nachdem ich im Vorfeld einige Horrorgeschichten gehört hatte, habe ich davon abgesehen etwas anfertigen zu lassen. Ein Strandkleidchen für umgerechnet 5€ habe ich dennoch mitgenommen. 🙂

Ansonsten haben wir uns manchmal wie Portmonees auf Beinen gefühlt, zumal um die Mittagszeit noch nicht ganz so viele Touristen unterwegs sind. Man versuchte uns also von allen Seiten Zeugs zu verkaufen und ständig hielten Taxen neben uns an – wer weiß, vielleicht fällt uns ja plötzlich ein, dass wir eigentlich woanders sein müssen.

IMGP0824Die Stadt ist wirklich sehr hübsch anzusehen, zumindest der Teil, der touristisch erschlossen ist. Gelbe Häuser, viel grün, viele Blüten und viele Laternen. Einmal im Monat werden in Hoi An Laternen den Fluss heruntergeschickt, leider haben wir es diesmal verpasst, aber trotzdem hat es uns an Laternen nicht gemangelt.

Man kann stundenlang durch Hoi An flanieren und kann unglaublich viele Eindrücke auf sich einprasseln lassen. Vor allem nach der Ruhe im Resort war das auch wirklich nötig, um das Hirn nicht faulen zu lassen. 😉

IMGP0817An unserem letzten Tag sind wir am Abend noch einmal nach Hoi An hingefahren, und ich bin doch etwas traurig geworden. Hoi An ist eine sehr fröhliche Stadt, die Leute leben draußen und es fließt eine riesige Energie durch die Straßen, ganz anders als Tokyo. Auch wenn es sich total abgedroschen anhört, die Leute dort haben sicher einen niedrigeren Lebensstandard als wir, scheinen aber glücklicher zu sein.

Wenn wir noch einmal nach Vietnam fahren sollten, dann würden wir ein Hotel in Laufentfernung zu Hoi An buchen. Das Essen war nämlich auch viel besser und günstiger als das in unserem Hotel. 😉

Vier Tage Vietnam haben vor allem meinem Mann sehr gut getan, wieder zurück in Tokyo war er viel entspannter. Ab heute geht’s bei ihm auch wieder los mit der Arbeit…

Vietnam, Teil 1: Da Nang.

Dieses Mal wird es nur zwei Reiseeinträge geben, weil wir in Vietnam nicht viel gemacht haben – es lief also genau nach Plan. 😉

IMGP0338Am Sonntag Abend kamen wir nach ca. zwölf Stunden Reisen am internationalen Flughafen Da Nang an und wurden von dort aus zum Hotel gefahren.

Und was für ein Hotel. 😀 Das Vinpearl Luxury Da Nang ist ein 5-Sterne-Resort mit großen Pools und direkt am Strand. Unser Hotelzimmer war so groß wie unsere Wohnung, hatte hohe Decken und einen Ausblick über die ganze Anlage. 🙂

Das Personal war sehr freundlich, auch wenn ihr Englisch manchmal schwer zu verstehen war. Frühstück war für uns inklusive, und so standen wir jeden Morgen schon um sechs auf der Matte und bedienten uns am wirklich guten Buffet. Es gab süßes und deftiges Frühstück und natürlich haufenweise Früchte. 😀 In Japan sind Früchte oftmals unglaublich teuer, weswegen ich mich in Vietnam damit vollgefuttert habe.

IMGP0592Nach dem Frühstück ging es hoch ins Hotelzimmer, wo wir uns unsere Bücher schnappten um den Rest des Vormittags am Pool zu verbringen. Obwohl wir eigentlich während der besten Reisezeit dort waren*, war die Anlage so groß, dass man sich nie eingeengt fühlte. Wir haben den Großteil unseres Urlaubs also unterm Sonnenschirm verbracht. 😀 Dennoch sind wir ziemlich braun geworden, und einen Sonnenbrand habe ich mir natürlich auch zugezogen. Solang das nur einmal im Jahr passiert, mache ich mir da keine großen Sorgen.

* Trockenzeit und mit milden Temperaturen um die 28°C.

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Ich an unserem ersten Tag, mit ca. 10 Millionen Dong (ca. 48,000Yen; 340€). So reich!

Das Hotel war also wunderschön und absolut gepflegt, es gab aber leider auch einen Minuspunkt: Das Essen. Während das Frühstück wirklich gut war, war sämtliches Mittag- und Abendessen, das man in den hoteleigenen Restaurants bestellen konnte, sehr unspektakulär. Als hätte man etwas im Conbini gekauft, nur vielfach so teuer. Dummerweise findet man aber um das Hotel herum auch absolut keine Restaurants, man muss also damit vorlieb nehmen oder ein Taxi rufen.

Im Internet stand, dass man besser im Hyatt Regency Danang essen solle, dem müssen wir aber widersprechen: Das Ambiente ist besser, die Präsentation hübscher und der Preis höher – nur leider schlägt sich das nicht auf den Geschmack nieder. Wir zogen es nach diesem 1,200,000VND (ca. 5,800Yen; 41€) teuren Experiment also vor, weiter in unserem Hotel zu essen.

Also: Das Hotel war wunderbar, die Pools waren wunderbar, das Essen war nur so lala. Vielleicht sind Japaner aber auch einfach Mäkelfritzen, wenn’s ums Essen geht. 😉 Für unsere Zwecke war es ansonsten perfekt!

An zwei Tagen fuhren wir nach Hoi An, darüber später mehr. Bis dann!

Wieder da, mit Sonnenbrand.

IMGP0372Heute Mittag sind wir wieder in Japan gelandet, nach vier Tagen reinster Entspannung. 🙂

Weil es wirklich als reinster Entspannungsurlaub geplant war, haben wir außer zwei kurzen Ausflügen nach Hoi An nicht viel vom Land und den Leuten gesehen. Wir waren eben die meiste Zeit im Resort und am Pool.

Was wir gesehen haben, hat uns aber komplett überzeugt. Es war ein wunderschöner Urlaub, auch wenn ich mir einen Sonnenbrand zugezogen habe. Das ist dann halt der Preis dafür einen Tag lang am Pool Bücher zu lesen. 😉

Hier im Blog wird es noch ein wenig ruhig bleiben, mein Mann hat noch bis zum zweiten April frei und ich fange am Montag beim neuen Kindergarten an. 🙂