Weil Shaoshi es mit Shanghai gemacht hat, hier ein kleines ABC Tokyos. Eifrige Leser wissen natürlich, dass ich nicht in Tokyo, sondern in der Präfektur Chiba wohne, aber beinahe all meine Freizeit spielt sich in Tokyo ab. 🙂
A wie 秋葉原 (Akihabara)
Wenn Leute bei Japan an Manga, Anime, Videospiele und Elektronik denken, denken sie eigentlich an Akihabara. Weil wir persönlich an Manga und Anime eher uninteressiert sind, verlaufen wir uns selten dorthin, aber vor allem für Touristen ist es glaube ich ziemlich spannend. 🙂 Falls jemand nach Tokyo kommt, gehe ich gern mit ihm ins Maid Café.
B wie Bahnwerbung
Als ich das erste Mal in eine japanische Bahn gestiegen bin, fiel mir sofort die ganze Werbung auf! Nicht nur an allen freien Seitenflächen, auch über den Sitzen und dem Gang, alles voller Werbung. Manchmal ein ganzer Wagen mit der Werbung für nur eine Firma.
C wie Cat Café
Katzencafés sind großartig, es gibt haufenweise in Tokyo. Nach einem anstrengenden Tag gibt es nichts besseres als Katzen zu streicheln – und da man meist keine zuhause halten darf, zahlt man eben Geld dafür. 🙂 Wieder so etwas, wo ich jeden Touristen gern mithinnehme.
D wie Disney Resort
Das Tokyo Disney Resort liegt in Wirklichkeit gar nicht in Tokyo, aber des Namens wegen lasse ich es gelten. 😉 Wir lieben das Tokyo Disney Resort, auch wenn ich dieses Jahr erst zweimal dort war. Weil wir so nah dran wohnen können wir nach der Arbeit hinfahren und vorher noch überprüfen, ob es voll ist. 🙂
E wie Einkaufstüten
Versucht gar nicht erst in einem Laden jenseits des Supermarkts keine Tüte mitzunehmen. Es funktioniert nicht und jeder hält euch für verrückt. In Japan wird alles in Tüten eingepackt, die dann mit Klebeband oben an einem Punkt zugeklebt werden. Wenn man im Disney Land einkauft gibt es für jedes gekaufte Produkt mindestens eine Tüte dazu. Warum? Weil man in Japan Dinge in der Tüte des Ladens, in dem man es gekauft hat, verschenkt. Erspart einem zumindest den Kampf mit dem Geschenkpapier.
F wie Fischmarkt
Der 築地市場 (Tsukiji-ichiba; Tsukiji-Markt) ist wahrscheinlich die einzige große Touristenattraktions Tokyos, bei der ich noch nie war. Ich mag Fisch nicht, und dann müsste man auch noch früh aufstehen um das Spektakel zu erleben. Nicht mit mir!
G wie Gärten
Japanische Gärten sind wunderschön! Für die grünen Oasen im Herzen der Stadt muss man zwar meist etwas Eintritt berappen, aber dafür sind sie wunderschön gepflegt. Mein liebster ist der 小石川後楽県 (Koishikawa Kôrakuen), gleich beim Tokyo Dome. Für Freunde japanische Gärten gibt es eine offizielle Übersichtsseite über die Gärten Tokyos. Einfach mal durchatmen. 🙂
H wie Hostclubs
Hostclubs sind Orte, an denen man gegen Geld mit Männern trinken kann. Nach vielen Jahren, in denen ich in Shinjuku Hosts mit ihren lustigen Haaren herumlaufen sah und mich immer fragte, was in so einem Hostclub abläuft, war ich letztes Jahr zum ersten Mal in einem. Ganz amüsant, aber ich würde nicht noch einmal hingehen.
I wie いらっしゃいませ! (Irasshaimase!)
Jeder der schon einmal in Japan einkaufen war kennt den Schlachtruf der Verkäufer: “Irasshaimase!” (eine Übersetzung ist “Willkommen”) von allen Seiten in unglaublicher Lautstärke. Anfangs hat mich das total gestört, inzwischen ignoriere ich es.
J wie 人身事故 (Jinshinjiko)
Unfälle mit Personenschaden gibt es im Tokyoter Bahnsystem ständig. Während es verschiedene Dinge bezeichnet, denkt man bei der Ansage eigentlich direkt an Selbstmord. Natürlich eine traurige Sache, aber letztendlich sehr nervig, weil die Bahnen stehenbleiben. Bisher war ich zwar zum Glück noch nie in einer Bahn, vor die sich jemand geschmissen hat.
K wie 可愛い (Kawaii)
“Kawaii” bedeutet “niedlich”, und niedlich ist hier alles. Briefmarken mit Hello Kitty oder Disney-Charakteren? Kein Problem! Kreditkarten in niedlichen Designs? Auf jeden Fall! Selbst die Polizei hat ein Maskottchen (ピーポくん Pîpo-kun), genau wie die öffentlichen Verkehrsmittel (みんくる Minkuru).
L wie Lebenshaltungskosten
Hier zu leben ist absolut nicht günstig, wir zahlen viel Miete (130,000Yen, ca. 920€ für 55qm), wie zahlen viel Geld für die Bahn, wir zahlen viel Geld für Lebensmittel, wir zahlen viel Geld für alles. Trotzdem bin ich gerne hier, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen dauerhaft in Berlin zu wohnen.
M wie Marui One
Die mysteriöse Kaufhaus-Kette mit dem “0101” heißt Marui One* und beherbergt Läden, die ich gerne mag. 😉 Viele Läden findet man in fast jedem Marui und es gibt immer ein Starbucks – absolut mein Lieblingskaufhaus zum Bummeln und Quatschen.
* 丸 (maru) heißt Kreis und oft werden Nullen auch so gelesen. 1 auf Japanisch ist “ichi” und kann in solchen Zusammenhängen “i” gelesen werden. Ojee, darüber sollte ich nochmal einen Eintrag schreiben.
Um das hier zumindest einigermaßen kurz zu halten, gibt es die folgenden Buchstaben in einem weiteren Post. 😀
Fallen euch noch weitere Dinge ein?