Im letzten Monat haben wir unser Budget für auswärtiges Essen drastisch nach unten korrigiert. Jede Woche mindestens einmal für leicht unter 10,000Yen (ca. 73€) essen zu gehen ist dann doch auf Dauer nicht finanzierbar.
Als am Samstag in der Nähe des Bahnhofs Tokyo zur Mittagszeit mysteriöserweise unsere Mägen anfingen zu knurren, beschlossen wir günstig essen zu gehen. Zum Glück gibt es überall 牛丼 (Gyûdon), hier ein Rezept zum Selberkochen. 松屋 (Matsuya) ist unser Lieblings-Gyûdon-Laden, andere Ketten sind 吉野家 (Yoshinoya) und すき屋 (Sukiya).
Gyûdon ist ein typisches Gericht, das schnell in der Mittagspause verputzt wird, es kommt also auf Geschwindigkeit an. Deswegen und damit hinter der Theke nicht mit Geld herumhantiert werden muss, kauft man sich an einem Automaten erst einmal Essenstickets.
Auch ohne Japanischkenntnisse kann man sehr einfach bestellen, weil alles auch auf Englisch beschriftet ist. Mit den Tickets bewaffnet setzt man sich dann auf einen der Stühle und überreicht sie entweder an den Angestellten oder legt sie einfach in ihrer Reichweite ab, falls grade keiner in der Nähe ist.
Wenn man keine Lust hat im Laden zu essen, kann man die meisten Gerichte auch zum Mitnehmen bestellen. 🙂
Ich habe プレミアム牛めし (Premium Gyû-Meshi; Premium Rind-Reis) und ein rohes Ei bestellt, die Miso-Suppe war im Set enthalten. Für 440Yen (3,20€) gar nicht schlecht. 🙂
Das Premium-Gyûdon gibt es (zumindest derzeit) in einigen Läden in Kantô (Präfekturen Chiba, Tokyo, Saitama, Kanagawa, Ibaraki, Gunma und Tochigi) und den Präfekturen Shizuoka, Ôsaka und Aichi, dafür aber kein normales. Das Standardgyûdon ist noch etwas günstiger, 240Yen (ca. 1,75€) statt 360Yen (ca. 2,60€) und damit sicher eines der günstigsten Essen, die man in Japan genießen kann.
Kann man sich auf jeden Fall antun, auch wenn man nicht versucht zu sparen.
Das Laternen-Fest hat etwas mit Obon (お盆), dem japanischen Totenfest, zu tun. Während des Totenfests kommen die Seelen der Verstorbenen wieder in die Welt der Lebenden zurück, das Licht der Laternen soll ihnen am Ende des Fests den Weg zurück ins Jenseits leiten.
Zum Schluss liefen wir über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses, wo Essensstände aufgebaut waren.
Während das Anziehen wenn man ungeübt ist etwas anstrengend sein kann, gibt es immerhin nicht viel falsch zu machen. 🙂 Immer dran denken: Die linke Seite des Stoffs des Yukata sollte oben sein, so dass man seine rechte Hand reinstecken kann; Von der Länge her sollte der Stoff irgendwo zwischen dem Fußrücken und der Oberseite des Knöchels ankommen; Zwischen Kragen und Nacken sollte eine Faust passen. Eine von mir kläglich übersetzte Anleitung findet ihr 