Kurze Pause / Projekt Haus: Wie Arbeit.

Ich lege eine kurze Pause ein. Im Moment ist so viel zu tun, dass ich irgendwie keine richtige Zeit finde, um Blogeinträge zu schreiben.

Morgens übersetze ich jeden Tag für mindestens eine Stunde lang ein 15-seitiges Dokument, und sichere mir dadurch hoffentlich in Zukunft Aufträge. Übersetzen ist unglaublich lukrativ.

Auf Arbeit war drei Tage lang die Kollegin, die sich um die kleinen Kinder kümmert, krank, ich hatte also zwei Klassen. Ab Donnerstag dieser Woche nimmt sich der Kollege für die größeren Kinder für einige Zeit frei, also habe ich wieder zwei Klassen an der Backe. Außerdem arbeite ich an ein bis zwei Tagen in der Woche ab sieben Uhr 30, weil Morgens Personal fehlt.

Dann komme ich nach Hause, übersetze noch einmal eine Stunde, schaue mir Pläne für Wohnungen an, versuche Bewerbungsunterlagen zu schreiben. Und bin auf YouTube.

Am Wochenende schauen wir uns entweder Modellhäuser an oder sind auf irgendwelchen Veranstaltungen von Hausbaufirmen.

Das ist nicht nur zeitraubend, es passiert auch sonst nichts Spannendes. Weder will irgendjemand Einträge über die Verwendung von Artikeln vor Ordnungszahlen* lesen, noch interessiert sich jemand für 500 Einträge über Verhandlungen mit Firmen, oder welche dämlichen britische Dokumentationen ich mir anschaue**.

* Das ist tatsächlich etwas, was mich beschäftigt.

** “Geordie Finishing School for Girls” ist so ein neues Tief.

Von daher – weniger Einträge. Bis demnächst! 🙂

Origami: Pinguin.

Dinge, die ihr nie über mich wissen wolltet: Neben Katzen sind Pinguine meine liebsten Tiere. Ich meine, was gibt es an Pinguinen auszusetzen? Sie sind elegant angezogen, watscheln aber auf kleinen Beinchen durch den Schnee, und sie kuscheln gern. Fast wie ich. 😀

Einen Origami-Pinguin zu machen ist an sich ganz einfach, wenn man ein bisschen mithilft, schaffen auch 3-Jährige das. 🙂 Auch die Anleitung ist an sich gut verständig, nach Schritt 4 muss man das Papier einmal wenden.
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Pinguine gehen meiner Meinung nach übrigens nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sind sie eine putzige Dekoration. Außerdem: Pastellfarbene Pinguine sind supersüß. ♥ Viel Spaß! 🙂

(Die Anleitung stammt wie immer aus dem Magazin Piccolo, das in Japan für Erzieher herausgegeben wird)

Tokyo Café Tour: Cinnabon.

Vor einigen Wochen postete eine Freundin von mir Fotos von Zimtrollen, und schrieb über einen Zimtrollenspezialladen. Nach kurzem Googlen war der Laden dann auch gefunden: Cinnabon.

IMG_0852Cinnabon ist eine amerikanische Firma, die für eben ihre Zimtrollen bekannt ist. In Deutschland gibt es Cinnabon scheinbar nur in den Anlagen der US-Streitkräfte, in Österreich gibt es Filialen im Großraum Wien. Sagt Wikipedia. 😉

In Japan gab es zwischen 1999 und 2009 recht viele Läden, die aber alle schließen mussten. Die Portionen waren zu groß und die Zimtrollen zu süß. Seit 2012 gibt es Cinnabon wieder in Japan, diesmal von einem anderen Betreiber. Im Moment hat man die Qual der Wahl zwischen der Filiale in 六本木 (Roppongi) und der in 原宿 (Harajuku). Wir waren in Harajuku.

IMG_0846Der Laden an sich ist nicht sonderlich groß, wir hatten Glück, einen Platz zu bekommen. Man kann Zimtrollen auch zum Mitnehmen bestellen, aber um draußen zu essen ist es dann doch zu kalt. Wir bestellten zwei Original Cinnabon, einen Minichocobon (mit Schokolade statt Zimt), einen Eiscafé und einen Chai Latte. Insgesamt waren das um die 1,800Yen (ca. 13,60€), in etwa auf Starbucks-Preisniveau.

Ich weiß nicht, ob man die Süße und Größe heruntergeschraubt hat, aber wenn ja, möchte ich nicht wissen, wie süß es vorher war. Versteht mich nicht falsch, es war wirklich lecker, aber gleichzeitig soooo süß. Die Rolle tropfte förmlich vor Zimtsauce und Glasur, und musste deswegen mit Messer und Gabel gegessen werden. Mir haben übrigens dann doch die Rosinen etwas gefehlt. 🙁 Nach einer großen Zimtrolle und der Hälfte einer kleinen Schokorolle, die schmeckte, als würde man Schokosauce direkt aus der Flasche trinken, waren wir pappsatt.

Es war zwar durchaus lecker, aber jede Woche oder gar jeden Tag könnte ich das nicht. 😉


東京都渋谷区神宮前6丁目27−8 6

Tôkyô-to Shibuya-ku Jingû-mae 6-chôme 27-86

東京都港区六本木6−5−18 六本木センタービル

Tôkyô-to Minato-ku Roppongi 6-5-18 Roppongi Center Building

Filmzeit: Die Stadt in der Dämmerung.

Während unseres Urlaubs in Vietnam las ich ein japanisches Buch: 夜明けの街で (Yoake no Machi de) von 東野圭吾 (Higashino Keigo). Eigentlich mag ich seine Bücher ganz gern, aber das hier hat mich irgendwann thematisch einfach genervt. Nun ja, auf jeden Fall sah ich, dass es den Film zum Buch bei Hulu zu sehen gibt, und um Bewerbungsschreiben zwei Stunden nach hinten zu schieben würde ich einiges tun. 😉

© 「夜明けの街で」製作委員会

© 「夜明けの街で」製作委員会

夜明けの街で Yoake no Machi de (2011) (Trailer)

Regisseur: Wakamatsu Setsurô

Darsteller: Kishitani Gorô, Fukada Kyôko

In einem Batting Center trifft der Familienvater Watabe auf die junge Akiha, die vor zwei Wochen in seiner Firma angefangen hat. Die beiden beginnen eine Affäre, und Watabe versucht alles, um es ihr rechtzumachen – auf Kosten seiner Familie. In Akihas Leben ist vor 15 Jahren etwas Schreckliches passiert, die Sekretärin ihres Vaters wurde im Haus der Familie ermordet aufgefunden. Am 31.3. läuft die Verjährungsfrist ab, und dann möchte Akiha eine Entscheidung darüber treffen, wie sie weiterleben möchte.

Persönliche Meinung: Sowohl Buch als auch Film werden aus der Sicht von Watabe erzählt, dem zwar klar ist, dass er immer tiefer in etwas hineinrutscht, aber die Kontrolle verliert. Leider gibt es keine sympathischen Figuren in ihrem Film. Das große Mysterium um den 31.3. nimmt auch nicht so richtig Fahrt auf, und letztendlich handelt es sich hier um einen Lehrfilm gegens Fremdgehen. Das Ende an sich war für mich recht befriedigend, aber ob die zwei Stunden zuvor dafür nötig waren, weiß ich nicht. (中村雅俊 (Nakamura Masatoshi) fand ich übrigens in der Rolle von Akihas Vater ganz schrecklich…)