Leere Versprechen und Preview.

Soviel zu “Ich schreibe bestimmt Blog, wenn meine Eltern da sind”. 😉

Meine neuste Ausrede: Mein Vater hat eine neue Kamera und macht tolle Fotos mit denen ich meine Einträge illustrieren will, aber die Fotos sind noch nicht auf meinem Computer.

Was ihr ab… demnächst erwarten könnt!

  • 桜 (Sakura; Kirschblüten) und 花見 (Hanami; Blütengucken)
  • 石垣島 (Ishigakijima)
  • Inländische Flüge aus der Sicht einer verwirrten Ausländerin (mir)
  • Cup Noodle Museum in 横浜 (Yokohama)
  • Bewerbungskrams
  • … und was mir sonst so einfällt!

Bis dann!

Letzter Arbeitstag und Abschiedsfeier.

Letzten Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag im Kindergarten. Es ist sehr eigenartig, weil ich dreieinhalb Jahre lang denselben Rhythmus hatte und plötzlich – nichts mehr.

Um ehrlich zu sein, weiß ich, dass ich die Kinder nicht vermissen werde. Nicht, weil sie so unglaublich schrecklich waren*, sondern weil ich auch den Kindern in der alten Schule keine Träne nachgeweint habe. Es ist eben letztendlich Arbeit.

* Aber doch schrecklicher als die Kinder in meiner alten Klasse.

Am Samstag fand die 送迎会 (Sôgeikai; Verabschiedungs- und Begrüßungsfeier) statt, erst drei Stunden essen und trinken, dann zwei Stunden Karaoke. Spaß hat’s gemacht. Meine Mitarbeiter mochte ich persönlich fast alle gern, auch wenn es manchmal vom Arbeiten her nicht perfekt gepasst hat.

Weil meine Eltern und meine Schwester am Dienstag nach Japan kommen und bei uns übernachten**, haben wir gestern stundenlang die Wohnung geputzt und aufgeräumt. Nicht, weil unsere Wohnung super dreckig wäre, aber es bleibt doch immer mal was liegen. Am Wochende geht es mit der Familie und meinem Mann nach 石垣島 (Ishigakijima), was eine wunderschöne Insel im Süden ist, und am 9. April fliegen sie wieder zurück.

** Wir ziehen derzeit zu den Schwiegereltern.

Ich denke aber, dass ich Zeit zum Bloggen finden werde! 😀 Yay!

Bewerbungsschreiben.

Derzeit bewerbe ich mich bei mehreren Firmen, habe tatsächlich auch zwei Angebote, leider noch nicht bei der einen Firma, zu der ich wirklich will.

Japanische Bewerbungsunterlagen sind etwas anders als Deutsche, weil ziemlich genormt. Um es simpel zu halten, schreibe ich hier über zwei verschiedene Dokumente. Das erste ist der Rirekisho (履歴書) oder Lebenslauf, den man in jedem Bücherladen und vielen Conbini kaufen kann.

rirekisho

Oben links trägt man seine persönlichen Daten ein: Name, Geburtstag, Geschlecht, Adresse und Kontaktinformationen. Darunter folgen die Angaben über Schule/Universität/Ausbildung (学歴), dann Arbeitserfahrung (職歴). Auf der rechten Seite folgen die Lizenzen und Qualifikationen (免許・資格). Ich schreibe z.B. meine ganzen Sprachzertifikate, aber dorthin würde auch der Führerschein gehören. 🙂 Das nächste ist von Format zu Format unterschiedlich, dieser hier hat viel Platz für Hobbys und Fähigkeiten (趣味・特技). In jedem Format ist dennoch das Motivationsschreiben (志望動機) enthalten. Motivationsschreiben sind schrecklich… Zum Schluss kommt noch ein Feld für Wünsche, wie z.B. wann man anfangen möchte zu arbeiten, wie weit der Weg zur Firma sein würde, wie viele Leute von einem abhängen und ob man verheiratet ist.

Insgesamt also recht viel Information, aber immerhin weiß man genau, was man schreiben soll. Nur blöderweise erwarten sehr viele Firmen, dass man mit Hand schreibt. Ohne Fehler. Ohne Tipp-Ex. Ich war schon mehrmals auf der rechten Seite angekommen, nur um dann im letzten Feld irgendeinen dummen Fehler zu machen… Zum Glück gibt es aber auch Firmen, die einen am Computer ausgefüllten Lebenslauf annehmen, vor allem die moderneren.

Alternativ haben viele größere Firmen auch ihr Entry Sheet (エントリーシート). Das sieht an sich dem obrigen Lebenslauf sehr ähnlich, ist aber auf die Firma abgestimmt. Man wird z.B. gefragt, ob man Auslandserfahrung hat, oder wird gebeten eine Situation zu beschreiben, in der man sich sehr angestrengt hat. Bei den Entry Sheets muss ich immer noch etwas mehr nachdenken, weil man für einige Fragen keine vorbereiteten Antworten hat.

Etwas hat dieses ganze Geschreibsel gebracht: Ich kann tatsächlich viel besser Kanji schreiben. 😀 Trotzdem bin ich froh, wenn es wieder vorbei ist…

Der Laden in dem es alles gibt: Don Quijote.

IMG_1172Letzte Woche war ich in Shinjuku unterwegs und dachte mir, dass ich euch mal etwas über den wahrscheinlich eigenartigsten Laden aller Zeiten erzähle.

ドン・キホーテ (Don Kihôte; Don Quijote), abgekürzt Donki, gibt es im ganzen Land und laut Selbstaussage besuchen etwa die Hälfte aller Japanreisenden einen der Läden.

Was gibt es im Donki? Alles und noch viel mehr. Wo sonst findet man einen Laden, der Lebensmittel, Brettspiele, Reiskocher, Markenhandtaschen, Kontaktlinsen, Partyzubehör, Sexspielzeug, Kosmetik, Schuhe, Videospiele und Disney Merchandise verkauft?

Kigurumi und T-Shirts für Touris.

Kigurumi und T-Shirts für Touris.

In meiner alten Wohnung während des Working Holidays waren einige Dinge von Donki, denn es ist günstig und muss nicht wirklich darüber nachdenken, in welchen Laden man gehen muss. Es gibt ja alles.

Zumindest der Laden in Shinjuku ist übrigens unglaublich eng und unübersichtlich, und irgendwie hätte ich keine Lust dort etwas Teureres zu kaufen, aber zum Gucken und Staunen ist er allemal gut.

Das ein oder andere Mitbringsel für sich oder andere findet man dort sicher auch, ein Besuch lohnt sich also. 🙂